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Urlaub in der Türkei: Verbot beliebter Touristen-Attraktion sorgt für Ärger – „Zwangsjacke zerreißen und wegwerfen“

Erdogan: Das ist der Machthaber der Türkei

Recep Tayyip Erdogan ist langjähriger Machthaber in der Türkei. Wir stellen den türkischen Präsidenten vor.

Viele Reisende, die gerade einen Urlaub in der Türkei planen, sind wütend.

Viele Menschen zieht es im Sommer in den Urlaub in die Türkei. Das Land am Bosporus lockt nicht nur mit traumhaften Wetter und gutem Essen, sondern auch mit der Gastfreundschaft der Einheimischen und beliebten Touristsen-Highlights. Doch Festival-Fans werden jetzt maßlos enttäuscht.

Urlaub in der Türkei: Verbot von Touristen-Highlight macht Reisende wütend

Denn ein beliebtes Musik-Festival ist in der Türkei erneut verboten worden. Die Präfektur der westtürkischen Gemeinde Burhaniye hat gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bestätigt, dass das Zeytinli-Rock-Festival „aufgrund von intensiven Beschwerden und Klagen der Bürger“ nicht genehmigt worden sei.

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Das ist die Türkei:

  • ein vorderasiatisches Land, die eine lange Küste am Mittel- und am Schwarzen Meer hat
  • Hauptstadt Ankara
  • rund 82,2 Millionen Einwohner (Stand 2019), 783.562 Quadratkilometer groß
  • Gründung am 29. Oktober 1923 als Rechtsnachfolger des Osmanischen Reichs unter Mustafa Kemal Atatürk

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Kritiker sehen in dieser Entscheidung allerdings nur einen Vorwand, stattdessen eine erneute Maßnahme gegen die Kreativ-Szene seitens der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP. Zuletzt sind immer wieder besonders Musik-Events verboten worden. Auch mehrere Feiern in Universitäten wurden verboten oder in alkoholfreie Events umgewandelt.

Urlaub in der Türkei: Rockband wütend! „Zwangsjacke zerreißen“

Ursprünglich als Corona-Maßnahme deklariert, ist auch eine Musik-Sperrstunde um 1 Uhr nachts bis heute als fast einzige Maßnahme nicht aufgehoben worden. Schon im Mai hatten 57 türkische Anwaltsvereinigungen eine gemeinsame Protestnote gegen Verbote von Musik- und anderen Kreativ-Events verfasst. Verbote und Restriktionen seien systematisch geworden, so ihre Argumentation.

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Eine der bekanntesten Rockbands der Türkei, Mor ve Ötesi, hat auf die bevorstehende Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2023 angespielt und getwittert: „Dieser Sommer wird der letzte Sommer der Verbote sein. Wir werden gemeinsam singen und diese Zwangsjacke zerreißen und wegwerfen. Musik kann man nicht verbieten.“

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Tatsächlich sehen Umfragen Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan (68) nicht uneingeschränkt vorne. Eine Abwahl des langjährigen Herrschers erscheint möglich. (mg mit dpa)