Urlaub mit Kindern: Wenn Eltern DAS nicht beherzigen, werden die Ferien zur Hölle

Kreuzfahrten: Urlaub auf hoher See

Kreuzfahrten: Urlaub auf hoher See

Von Jahr zu Jahr stechen mehr Touristen in See. Kreuzfahrten werden weltweit immer beliebter. Auch immer mehr Deutsche machen Urlaub auf hoher See.

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Die Sommerferien stehen bald an – und damit für viele auch die schönste Zeit des Jahres...

Der Urlaub ist nur noch wenige Wochen entfernt, das Buchen und Planen des Sommerziels hat schon begonnen oder ist längst abgeschlossen. Gerade für Eltern kann der Urlaub mit Kindern aber auch stressig werden. Und das nicht nur bei einem Urlaub mit Kleinkindern. Denn Kinder, die schon in der Pubertät sind oder kurz davor stehen, müssen ganz anders „unterhalten“ werden als kleinere Kinder.

Buchautor und „Pubertäts-Experte“ Matthias Jung (43) hat dem Nachwuchs einmal mehr ein eigenes Buch gewidmet („Erziehungsstatus kompliziert – Pubertät im Anmarsch“, Edel Verlag, 18,95 Euro) – und warnt Eltern davor, bestimmte Fehler im Umgang zu machen, die den Urlaub für ALLE vermiesen können!

Urlaub mit Kindern: Wenn Eltern DAS nicht beherzigen, wird schönste Zeit des Jahres zur Hölle

Jung, der selbst Vater ist, erklärt gegenüber dieser Redaktion, dass die klassische Pubertät viel früher als von Eltern gedacht anfängt. Er nennt diese Zeit „Vor-Pubertät“. Jung: „Im Alter ab acht Jahren ist schon oft zu erkennen, dass die Kinder das Bedürfnis haben, aus dem Familienklumpen rauszukommen. Sie merken in immer mehr Situationen, dass Papa oder Mama doch nicht so cool sind. Sie hinterfragen ganz langsam die Entscheidungen und Meinungen der Eltern.“

Das könne sie nerven, die ja daran gewöhnt sind, dass die Kleinen nur brav hinterherdackeln und Entscheidungen abnicken und höchstens dann quengeln, wenn sie ein Eis oder Süßigkeiten wollen. Jung hat für den Urlaub mit „vor-pubertären“ Kindern mehrere Tipps: „Man sollte die Erwartungshaltung an den Urlaub und an sich selbst runterschrauben. Die Ferien sind nicht nur unsere, sondern auch die Ferien unserer Kinder. Deshalb sollten sie auch den Urlaub so verbringen, wie sie wollen. Wenn das Kind also eher im Zimmer im Hotel oder im Pool bleiben möchte, statt die Wanderung oder den Ausflug in die Stadt zu machen, dann muss man das akzeptieren.“

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Allgemeines über den Urlaub:

  • in Deutschland und Österreich der Tag, an dem eine Person mit Genehmigung des Dienstherren der Arbeit fernbleibt
  • in der Schweiz werden sowohl Schulferien als auch der Erholungsurlaub als „Ferien“ bezeichnet, nicht „Urlaub“
  • Anfänge des bezahlten Jahresurlaubs liegen im Deutschen Kaiserreich
  • das Arbeitsrecht in Deutschland kennt mehrere Arten, so z.b. den Bildungsurlaub, den Erholungsurlaub, den Erziehungsurlaub, den Mutterschaftsurlaub oder auch den Pflegeurlaub

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Urlaub mit Kindern: Experte rät Eltern, Erwartungen runterzuschrauben

Man könne auch nicht einfach den Hebel umlegen und im Urlaub mit den Kindern plötzlich ganz andere Sachen als im Alltag machen. Jung erklärt: „Kinder wollen auch im Urlaub mal ihre Ruhe haben und nicht immer nur brav mitspielen. Wenn es dann gerade bei Jugendlichen Widerworte gegenüber den Eltern geben sollte – einfach nicht persönlich nehmen. Man muss viel im Dialog bleiben, auch schon vor dem Urlaub einige Dinge und Regeln aushandeln, die die Kinder aber mitbestimmen.“

Seine persönliche Erfahrung hätte ihm zudem gezeigt, dass es ein großer Vorteil ist, wenn noch andere Familien mit gleichaltrigen Kindern vor Ort sind. Jung: „Unser Nachwuchs sucht halt oft die eigene Peer-Group, will dann viel Zeit mit Gleichaltrigen verbringen. Je älter das Kind, umso stärker ist der Drang, sich von den Eltern abzukapseln. Das ist völlig in Ordnung. Eltern müssen also im Urlaub flexibel bleiben, man selbst will ja auch die Zeit genießen.“

Auch im Urlaub mit Kindern sollte gute WLAN-Verbindung vorhanden sein

Nicht zu unterschätzen: eine gute WLAN-Verbindung vor Ort! Der Experte: „Das klingt erstmal lustig. Aber es ist wirklich so, dass man bei Kindern und Jugendlichen viel Kummer vermeidet, wenn das WLAN in Ordnung ist. Natürlich soll das Kind nicht stundenlang am Handy hängen. Dafür sollte man im Dialog aber eben Regeln aufstellen. Komplett ohne Internet unterwegs zu sein, ist auch im Urlaub schwierig, weil im Alltag eher ungewohnt.“

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Und auch, wenn die Kinder und Jugendlichen keine Lust auf die Eltern haben und sich trotzig und bockig verhalten – lieber im Dialog bleiben als einfach aufzugeben. Jung: „Das ist die eigentliche Kunst. Als Eltern muss man viele Körbe der Kinder einstecken. Aber irgendwann kommt man mit einem Vorschlag oder einer Idee dann doch durch. Außerdem braucht das Kind bei aller Trotzigkeit das Gefühl, dass sich Eltern interessieren.“

Beherzigt man diese grundlegenden Regeln, steht dem schönen Sommer-Urlaub mit Kindern nichts im Wege...