Urlaub in der Türkei: Drei Tote bei Feuer-Inferno in Antalya – Behörden haben einen schlimmen Verdacht

Urlaub in der Türkei: Viele Menschen kämpfen um bei Waldbränden in Antalya um ihr Leben.
Urlaub in der Türkei: Viele Menschen kämpfen um bei Waldbränden in Antalya um ihr Leben.
Foto: AFP

Viele Deutsche zieht es für einen Urlaub in der Türkei in die Stadt Antalya.

Doch aktuell ist ein Urlaub in der Türkei in dem beliebten Touristenort eher ein Albtraum. Schreckliche Bilder von Waldbränden machen im Netz die Runde und erschüttern die Menschen.

Urlaub in der Türkei: Feuer-Inferno wütet in Antalya

Immer wieder gibt es in den heißen Sommermonaten schlimme Bilder von Waldbränden zu sehen. Jetzt hat es die Touristenhochburg Antalya getroffen.

Wie die deutsche Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf den Landrat des Bezirks Manavgat, Mustafa Yigit, am Mittwoch CNN Türk berichtet haben soll, trieben Winde die Flammen weiter in die Wohnbezirke.

Bilder zeigten dunkle Rauchschwaden und meterhohe Flammen. Sowohl aus der Luft, wie auch vom Boden aus wären Einsatzkräfte dabei die Flammen zu löschen. Und auch aus anderen Provinzen habe man bereits Unterstützung angefordert.

Mehr als 4000 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Russland schickte nach Angaben der russischen Botschaft drei Löschflugzeuge zur Unterstützung.

Bislang seien 18 Dörfer und Siedlungen aus der Region Manavgat evakuiert. Doch jetzt kam heraus, dass das Feuer bereits seine ersten Opfer gefordert hat.

Mindestens drei Tote bei Waldbränden in Antalya

Nach Angaben des Katastrophenschutzes wurden mindestens 122 Menschen verletzt und drei Menschen haben in dem Flammen ihr Leben verloren. Eines der Todesopfer war ein 82-jähriger Mann, der sein Haus nicht mehr verlassen konnte. Die Urlaubsorte waren den Behörden zufolge aber nicht bedroht.

Die Rettungskräfte suchten am Donnerstag nach möglichen weiteren Opfern des Brandes. Zehn Menschen wurden am Morgen von einem Boot auf einem von den Waldbränden umgebenen Stausee gerettet. In den Flammen kamen nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums auch 150 Rinder und tausend Schafe um. Zudem wurden 600 Hektar Ackerland zerstört.

Aufnahmen im Internet und im Fernsehen zeigten, wie Anwohner aus ihren Autos sprangen und im orangefarbenen Licht der Flammen durch rauchgefüllte Straßen um ihr Leben rannten. Nach Behördenangaben wurden mindestens 20 Häuser komplett zerstört.

Viele Menschen zeigen sich von den Bildern betroffen und teilen ihr Mitgefühl mit. Wir haben ein paar Reaktionen gesammelt:

  • Schlimm ist das, die armen Menschen. Was ist nur los zurzeit.
  • Und kein Regen in Sicht, man darf beten.
  • Das ist schlimm!
  • Es ist absolut beängstigend das zu sehen! Allen Betroffenen mein Mitgefühl.
  • Hoffentlich wird die Brandstiftung aufgeklärt und die Leute zur Rechenschaft gezogen. Die dadurch entstandenen Schäden an Tieren, Mensch und Umwelt lassen sich dabei leider trotzdem nicht rückgängig machen. Echt bitter sowas.

Behörden ermitteln wegen Verdachts auf Brand

Da an vier verschiedenen Stellen östlich des Badeortes das Feuer ausgebrochen war, haben die Behörden die Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung aufgenommen.

Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan versprach den Brandopfern Hilfe und kündigte an mit Hochdruck die Ursache der Brände herausfinden zu wollen.

Das Auswärtige Amt riet angesichts der großflächigen Waldbrände insbesondere in den Provinzen Antalya, Mugla und Aydin zur Vorsicht. Reisende sollten sich vor ihrer Abreise bei den Reiseveranstaltern über die aktuelle Lage informieren und vor Ort die Anweisungen des Hotelpersonals und der Behörden befolgen. (cg und dpa/afp)