Real: Nach Filial-Schließung ist ein Experte jetzt wütend – „Karten auf den Tisch!“

Real: Nach den Filialschließungen kocht ein Experte jetzt vor Wut. (Symbolbild)
Real: Nach den Filialschließungen kocht ein Experte jetzt vor Wut. (Symbolbild)
Foto: picture alliance/dpa | Oliver Berg

Im vergangenem Jahr wurde bekannt, dass die Supermarktkette Real der Geschichte angehören wird. Denn die Filialen der bundesweiten Kette wechselten den Besitzer; ein Konkurrent kaufte sie.

Alledings herrscht bei den Tausenden Real-Mitarbeiter weiter Unsicherheit. Sie bangen um ihre Jobs.

Real-Verkauf löst Sorge bei Mitarbeitern aus

Eigentlich sollte der Verkauf der Real-Filialen 2020 das letzte Kapitel in einer schier endlosen Zitterpartie um die Supermarktkette sein. Damals wurde beschlossen, dass einige Niederlassungen von Kaufland, andere von Edeka und Globus übernommen werden sollten.

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Das ist Real:

  • Die Einzelhandelskette Real gehörte zur Metro AG
  • In Deutschland gab es zuletzt 276 Supermärkte
  • Die Gesellschaft real GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf, die Zentrale befindet sich in Mönchengladbach
  • Real wurde 1992 gegründet und entstand aus einer Fusion der Märkte divi, basar, esbella und real-kauf
  • 2006 wurden die 85 verbliebenen Deutschland-Filialen von Walmart übernommen
  • 2021 werden mehrere Filialen in Deutschland geschlossen

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Das hätte auch den Mitarbeitern von Real, die sich während der zähen Verhandlungszeit permanent um ihren Arbeitsplatz sorgten, Klarheit bringen sollen – laut einem Bericht des „Hamburger Abendblatts“ ist aber das Gegenteil der Fall.

Real-Mitarbeiter an vielen Standorten ohne Perspektive

So berichtet der Verdi-Gewerkschafter Orhan Akman, dass ehemalige Real-Mitarbeiter an vielen Standorten immer noch nicht sicher seien, wie es für sie weitergehe. Besonders ein Käufer würde auf Kosten der Mitarbeiter Spielchen spielen.

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Demnach haben Akman und seine Mit-Gewerkschaftlern den Eindruck, dass sich besonders Edeka bei der Übernahme der Real-Mitarbeiter möglichst alle Optionen offenhalten wolle.

„Wir erwarten, dass Edeka endlich die Karten auf den Tisch legt und die Beschäftigten nicht so in der Luft hängen lässt“, fordert er im Gespräch mit dem „“.

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Zumal die Gewerkschaft Verdi seit Jahren einen weiteren Streitpunkt mit den Edeka-Märkten hat: In den meistens von selbstständigen Kaufleuten geführten Filialen würde oft unter dem Tarifvertrag bezahlt.

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Ein Los, von dem die Gewerkschaft befürchtet, dass es auch auf die ehemaligen Real-Mitarbeiter zukommen könne – sollten sie denn überhaupt übernommen werden. Wie deren Zukunft bei Edeka aber aussehen soll, kann Verdi laut Akman „noch nicht erkennen“.

Real: Hier haben Ex-Mitarbeiter gute Chancen

Anders läuft es bei Kaufland. Hier herrsche für die ehemaligen Real-Beschäftigten bereits Klarheit: Standort für Standort sollen die erworbenen Real-Filialen jetzt ins Unternehmen integriert werden.

Für die Mitarbeiter von Real sieht Akman hier auch keine Probleme bei der Übernahme. Schließlich hätte Kaufland ein ähnliches Konzept, wie es früher Real hatte. (kk)

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