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Lufthansa-Streik kostet Paar mehrere hundert Euro – Urlaubs-Rückreise wird zur Tortur

Ein Paar aus Wuppertal bekam die Auswirkungen des Lufthansa-Streiks übel zu spüren. Ihr Traumurlaub endete mit einem Fiasko.

Lufthansa-Streik
© IMAGO/Ardan Fuessmann/ privat

Streiks, Tarifverhandlungen, Schlichtung & Co. – so funktionieren Tarifverträge

Ein Tarifvertrag wird zwischen Arbeitgebern oder Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften geschlossen. Durch ihn muss nicht jeder Arbeitnehmer einen eigenen Arbeitsvertrag mit seinem Arbeitgeber verhandeln. In den Tarifverträgen werden unter anderem Gehalt, Arbeitszeiten und Urlaubstage festgelegt.

Drei Wochen fernab von Deutschland haben es sich Charlene Wagner und ihr Freund Dominik Kaiser in ihrem Urlaub in Thailand gut gehen lassen. Das Paar hat sich mit der Reise einen Traum erfüllt, den wohl aktuell viele haben.

Mit gebräuntem Teint, bester Laune und vielen tollen Erinnerungen wollten sich die Wuppertaler am Mittwoch (6. März) Richtung Heimat begeben. Doch ehe sie im Alltag zurück waren, holte sie der Stress schon wieder ein. Denn der Lufthansa-Streik erwischte die beiden eiskalt.  

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Lufthansa-Streik raubt Paar die letzten Nerven  

Um 18.55 Uhr machten es sich die 28-Jährige und ihr zwei Jahre jüngerer Freund im Flieger von Phuket nach Peking bequem. Nach zwei Stunden Aufenthalt in Peking sollte die nächste Maschine in Richtung Frankfurt abheben, sodass das Paar etwa kurz vor 7 Uhr morgens deutscher Zeit am Donnerstag wieder deutschen Boden unter den Füßen gehabt hätte. Doch aus dem Plan wurde nichts, denn der Lufthansa-Streik machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Neben Hamburg ging aufgrund des Streiks auch in Frankfurt am Donnerstag und Freitag fast nichts mehr (hier mehr Informationen).

„Wir sind dann in Phuket ins Flugzeug eingestiegen, haben vorher eingecheckt und das Gepäck abgegeben. Das hat auch noch alles super geklappt. Als wir dann jedoch im Flugzeug saßen, haben wir etwa fünf Minuten vor Abflug durch Zufall mitbekommen, wie sich Passagiere darüber unterhalten haben, dass der Anschlussflug nach Frankfurt gestrichen wurde“, berichtet Charlene Wagner gegenüber dieser Redaktion.

urlaub Thailand
Charlene Wagner und Dominik Kaiser im Urlaub in Thailand. Foto: privat

Ihre Flüge hatten sie über die Airline „Air China“ gebucht. Diese ist genauso wie die Lufthansa Mitglied der Star Alliance. Weitere Informationen hätte jedoch niemand gehabt. Und da während des Fluges das Nutzen von mobilen Daten hohe Roaming-Kosten nach sich ziehen kann, blieb ihnen nichts anderes übrig, als bis zur Landung zu warten. Nach etwa fünf Stunden erreichte die Maschine Peking. „Da hing dann ein Zettel aus, dass unser Flug gestrichen ist und wir haben einen weiteren Zettel in die Hand gedrückt bekommen, nachdem wir unsere Reisepässe abgeben mussten, mit einer alternativen Flugverbindung.“

Paar hat genug und handelt auf eigene Faust

Die habe vorgesehen, dass es nach einem zehnstündigen Aufenthalt in Peking weiter nach London gegangen wäre. Dort wären noch mal 16 Stunden Wartezeit dazu gekommen, ehe der nächste Flug sie nach Frankfurt gebracht hätte. Gegen elf Uhr am späten Abend hätten sie sich dann noch in den Zug nach Wuppertal setzen müssen. Doch was blieb ihnen zunächst anderes übrig, als die Flugverbindung wahrzunehmen?  


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Das Paar konnte die Wartezeit in Peking in einem Hotel verbringen. Nach einem elfstündigen Flug kamen Charlene Wagner und ihr Freund endlich in London an. Dort seien sie jedoch komplett auf sich alleine gestellt gewesen, sodass sie endgültig genug hatten und eine bittere Entscheidung trafen. „Wir haben von unserem Geld Ersatzflüge in Höhe von rund 500 Euro gebucht, weil wir nicht länger warten wollten.“ Somit ging es am Donnerstagabend um 19.30 Uhr mit einem Eurowings-Flieger noch nach Düsseldorf.

Da die beiden Wuppertaler eigenmächtig andere Flüge gebucht haben und nicht auf die Ersatz-Verbindung der Airline warten wollten, bleiben sie wohl auf den zusätzlichen Kosten sitzen. Damit war der Rückflug für das Paar fast abenteuerlicher als die kompletten drei Wochen während ihres Urlaubs in Thailand.