Lotto: Mann gibt Unsummen für Glücksspiel aus – dann verliert er alles

Lotto spielen kann einen Menschen reich machen – aber auch süchtig. (Symbolfoto)
Lotto spielen kann einen Menschen reich machen – aber auch süchtig. (Symbolfoto)
Foto: imago stock&people gmbh

Das Lotto-Spiel gibt vielen Menschen Hoffnung auf ein glückliches Leben – doch die Jagd auf den großen Gewinn fordert vor allem auch (finanzielle) Opfer.

So wie bei Lotto-Spieler Adam Osmond, der für eine Million US-Dollar Rubellose kaufte und am Ende alles verlor: Job, Familie und Wohnung.

Lotto: Tankstellenbesitzer wird spielsüchtig und investiert alles

Glücksspiel kann süchtig machen – diese Warnung im Zusammenhang mit Lotto oder Casino ist mehr als eine grundsätzliche Floskel.

Wie gefährlich die Hoffnung auf den Geldgewinn werden kann, musste der in den USA lebende Adam Osmond am eigenen Leib erfahren, wie die „Sun“ berichtet.

„Ich war so besessen vom Glücksspiel, dass es mein Leben kontrolliert hat“, erzählt der dreifache Vater von seinem Schicksal.

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Lotto in Deutschland:

  • Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Landeslotterien im deutschen Kaiserreich zu einer kleineren Anzahl von Anbietern zusammengefasst
  • in der Nazi-Zeit wurde das Genehmigungsrecht der Länder dem Reichsschatzmeister übertragen
  • nach dem Krieg wurden in sämtlichen Besatzungszonen Lottosysteme vorbereitet
  • die „Zusatzzahl“ wurde am 17. Juni 1956 eingeführt
  • erste TV-Übertragung der Ziehung am 4. September 1965
  • am 7. Dezember 1991 wurde die „Superzahl“ eingeführt

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Er besaß zwei Tankstellen, hatte so schnellen Zugriff auf die Rubellose der sogenannten „Powerball“-Lotterie. Zuerst gab er „hier und da einen Dollar“ aus, gewann sogar einmal 50.000 Dollar – und hatte Blut geleckt.

„Ich habe das Ganze wieder in mehr Tickets investiert“, so Osmond. Zwischen 2002 und 2008 druckte er sich in seinen Tankstellen immer wieder Lose aus. Die Tickets versteckte er vor seiner Familie, löste sie nicht alle sofort ein.

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Ein Ende gab es erst, als Adam Osmond sich in zwei Wochen Rubellose im Gesamtwert von 150.000 Dollar ausdruckte. Die Zuständigen stellten die Maschine ab – auch wenn ihnen das sicher nicht leicht gefallen war. „Ich war ihr bester Kunde“, so Osmond.

Laut der „Sun“ wurde der Mann dazu verurteilt, das gesamte Geld für die Lose zurück zu zahlen.

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In der Folge verlor er seine Wohnung und die Tankstellen – und seine Familie. Seine Frau zog mit den drei Kindern zu Verwandten, während Adam Osmond obdachlos wurde.

Bis 2017 zahlte er die Scheine, die nie abgelöst wurden, noch ab. Mittlerweile arbeitet Adam Osmond als Buchhalter, hat ein neues Hobby: das Joggen.

„Die Sonne scheint, ich gehe laufen. Es schneit, ich gehe laufen“, sagt er. Es hilft ihm, nicht zurück in die Spielsucht zu fallen. Über 500 Rennen ist der ehemalige Lotto-Spieler seither gelaufen, so die „Sun“. (kv)

>> Anmerkung der Redaktion<<

Glücksspiel kann süchtig machen. Wenn das Spielverhalten außer Kontrolle gerät und zur Ersatzhandlung für andere persönliche Probleme wird, kann sich daraus ein krankhaftes Verhalten bis hin zur Spielsucht entwickeln. Es geht dann nicht mehr nur um ein spontanes Freizeitvergnügen, sondern das Spiel nimmt dann plötzlich bedenkliche Funktionen an: das Vermeiden von Angst, Panik, Depression und anderen negativen Gefühlen oder das Ausweichen vor Problemen.

Wer denkt, dass er an Spielsucht erkrankt ist oder jemanden kennt, bei dem man dies annehmen muss, kann sich Hilfe holen. Dafür gibt es die kostenlose und anonyme Hotline 0800/1372700. Weitere Infos auf bzga.