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Kaufland, Edeka und Co.: Expertin verrät geheime Kassen-Regel – jeder Kunde betroffen, ohne es zu merken

Bisher hat es noch niemand bemerkt. Aber Kaufland, Edeka und Co. nutzen diesen geheime Regel an den Kassen.

Kaufland. Edeka und Co. mit einem geheimen Kassentrick.
© imago images/Sven Simon

So tricksen Supermärkte & Discounter dich aus – ohne dass du es merkst

Discounter und Supermärkte wollen, dass du möglichst viel bei ihnen einkaufst. Dazu werden alle erdenklichen Tricks verwendet. Wir zeigen sie dir in diesem Video.

Viele Kunden von Kaufland, Edeka und Co. wissen es nicht. Aber Supermärkte sowie Discounter haben eine geheime Kassen-Regel und eine 20-Prozent-weniger-Regel. Eine Expertin packt jetzt aus und erklärt, warum davon jeder Kunde betroffen ist, ohne es wirklich zu merken.

Kaufland, Edeka und Co.: Das steckt hinter der geheimen Regel

Laut „echo24“ soll es im Einzelhandel eine „15-Sekunden-Regel“ geben. Eine Zukunftsforscherin des Handels hat jetzt ausgepackt, was genau sich dahinter verbirgt. Kunden sollen für das Bezahlen nicht länger als die besagte Sekundenanzahl brauchen. „Die 15-Sekunden-Regel spielt eine große Rolle, denn letztendlich geht es um ein gutes Kundenerlebnis, um eine Erleichterung und Convenience vor Ort“, sagt die Handelszukunftsforscherin Theresa Schleicher.

Entscheidend seien dabei vor allem die Selbstbedienungskassen, welche in der Branche sehr gut angenommen werden. Nützlich sind die SB-Kassen vor allem, um Warteschlangen zu vermeiden und schnell dranzukommen. Schleicher etablierte bereits im Jahr 2019 die 15-Sekunden-Regel nach der Herausgabe ihrer Studie zur Zukunft des Handelns. „15 Sekunden ist der richtige Ansporn (auch wenn man ihn nicht immer halten kann), um weiterhin darauf zu achten: Wie kann ich meinen Kunden vor Ort entlasten?“, so Schleicher.

Kaufland, Edeka und Co.: 20 Prozent weniger

Eine neue Regel soll zudem besagen, es 20 Prozent weniger Devise geben soll. Genau genommen soll das heißen: „20 Prozent weniger Fläche, 20 Prozent weniger Standorte, 20 Prozent weniger Produkte und 20 Prozent weniger Händler“, so Schleicher. Auslöser ist vor allem die Einstellung der Kunden selbst.

Die sich immer mehr die folgenden Fragen stellen würden: „Wann, wo, was und wie viel kaufe ich?“ Aber auch in Sachen Nachhaltigkeit geht es laut der Zukunftsforscherin darum: „vielleicht auch künftig weniger Fläche zu haben, aber die dann wirklich gut und kuratiert zu haben“.

Kaufland, Edeka und Co.: Mit diesen Auswirkungen

Eine Auswirkung der neuen Regel wird sein, dass sich Unternehmen in der Folge automatisch weniger Regalplätze bei Kaufland, Edeka und Co. sichern können. Für Schleicher bedeutet das nicht unbedingt einen Qualitätsverlust. „Die 20. Marmelade in Wild-Brombeer-Zimt-Geschmack, für die wird es in Zukunft wesentlich enger werden“, so die Expertin. Daher müssen sich Hersteller künftig an die Bedingungen anpassen.


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Langfristig müssen sich Supermärkte und Discounter also auf weniger Standorte fokussieren, diese sollten aber perfekt an die Bedürfnisse der Kunden angepasst sein. „Die Standorte, die man hat, müssen dann eben exzellent sein“, so Schleicher. Für ihre Ergebnisse führte Theresa Schleicher eine Befragung mit 2000 Teilnehmern im deutschen Raum durch.