Aldi: Rassismus-Eklat beim Discounter – Kunde filmt erschreckende Szene

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

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Dieses Aldi-Video beschäftigt gerade ganz Deutschland: Es geht um rassistische Beleidigungen und gewaltsame Übergriffe. Es stammt aus einer Filiale aus Berlin.

In einem Statement äußert Aldi Nord sich nun zu den hässlichen Szenen. Der Discounter greift hart durch. Aber eins nach dem anderen.

Aldi: Verstörende Szenen aus Berliner Filiale

Der Berliner Prince Ofori veröffentlichte am Donnerstagabend (22. April) auf seiner Instagram-Seite ein Video von mehr als drei Minuten Länge. Dieses Video entstand in einer Filiale von Aldi Nord im Berliner Stadtteil Neukölln und wurde innerhalb von 24 Stunden mehr als 2,5 Millionen Mal aufgerufen.

Darin beschwert Prince Ofori sich darüber, er sei von anderen Kunden rassistisch beleidigt worden. Als er das Gespräch mit den Kunden suchte, sei die Situation außer Kontrolle geraten, sagt er.

Einige Kunden pöbeln in dem Video gegen den Deutsch-Ghanaer. Zumindest in dem Video halten sie sich jedoch mit klar rassistischen Äußerungen zurück.

Aldi: Rassismus-Eklat in Filiale

Deutlicher wird allerdings der Filialleiter: Dieser schleudert mit voller Gewalt einen großen Karton in die Richtung von Prince Ofori und schmeißt ihn aus dem Laden.

Anschließend schildert Prince Ofori die Situation in aller Ausführlichkeit und in schriftlicher Form. Ein älterer weißer Mann hätte ihn in der Aldi-Filiale verächtlich angeschaut. Daraufhin hätte der Mann seinem Sohn mehrmals und in bewusst hoher Lautstärke gesagt, er wolle heute „Negerküsse“ kaufen.

„Ich ging daraufhin auf ihn zu und fragte ihn, was das solle“, schreibt Prince Ofori bei Instagram. Schließlich sei das Wort „Negerkuss“ sehr verletzend. Der ältere Mann hätte erwidert, er wolle sich nicht den Mund verbieten lassen.

Dann sei der Filialleiter hinzugekommen und hätte Prince Ofori aufgefordert, er solle das Ganze nicht so ernst nehmen. Dies wollte der Berliner Tanzpädagoge jedoch nicht akzeptieren.

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Aldi: Kunde rassistisch beleidigt

„Das war der Moment, in dem ich sauer wurde“, erklärt er: „Ich erwiderte, dass es nicht in Ordnung wäre, den weißen Herren in Schutz zu nehmen.“

Dann eskalierte die Situation. „Im nächsten Moment standen wir direkt voreinander und der Filialleiter befahl mir, den Laden zu verlassen“, schreibt Prince Ofori: „Ich zog mich etwas zurück und sah, dass mehrere weiße Personen nun um mich standen, auf mich einredeten und mich offensichtlich als Bedrohung ansahen.“

Aldi reagiert

Die Reaktion von Aldi Nord ließ nicht lange auf sich warten. Und diese hatte es in sich.

Zunächst stellte Aldi Nord klar: „Wir schätzen die Vielfalt unserer Kolleginnen und Kollegen genauso wie die unserer Kundinnen und Kunden. Rassismus zerstört Vielfalt.“

Und weiter: „Wir haben Prince Ofori kontaktiert, uns bei ihm entschuldigt und möchten gerne mit ihm persönlich über den Vorfall sprechen. Uns ist aber auch bewusst, dass eine Entschuldigung alleine nicht reicht.“

Aldi Nord teilt außerdem mit: „Die Ereignisse in unserem Markt in Berlin werden aufgearbeitet, um weitere Schlüsse daraus ziehen zu können. Als ersten Schritt haben wir uns von dem im Video handelnden Mitarbeiter aufgrund seines Fehlverhaltens getrennt.“

Aldi Nord stellt klar: „Wir alle bei Aldi sind Vielfalt. Menschen aus mehr als 80 Nationen arbeiten bei uns. Daher werden wir Rassismus nicht tolerieren – weder aus den eigenen Reihen noch in der Gesellschaft.“

Weitere Geschichte aus Berliner Aldi geht viral

Das Hass-Video war nicht die einzige Aldi-Geschichte aus Berlin in den vergangenen Tagen, die viral ging.

Im Netz tauchte nämlich eine Todesanzeige einer Aldi-Filiale in Berlin auf.