Diese Stadt möchte Straftäter dafür bezahlen, nicht mehr auf Menschen zu schießen

Gewalttäter in der US-Stadt Stockton sollen künftig vom Schießen abgehalten werden – indem man sie dafür bezahlt.
Gewalttäter in der US-Stadt Stockton sollen künftig vom Schießen abgehalten werden – indem man sie dafür bezahlt.
Foto: imago stock&people / imago/ITAR-TASS
  • Stockton ist eine der gefährlichsten Städte der USA
  • Allein in dieser Woche wurden dort vier Menschen umgebracht
  • Nun möchte der Bürgermeister Straftäter von Gewalt abbringen, indem er sie dafür bezahlt, nicht mehr zu schießen

Stockton.  Die kalifornische Stadt Stockton gilt als einer der gefährlichsten Orte der USA. Allein in der aktuellen Woche sind dort vier Menschen gewaltsam ums Leben gekommen. Deshalb wird es laut Bürgermeister Michael Tubbs Zeit für eine innovative Lösung: Er möchte gewaltbereiten Männern Geld dafür geben, nicht mehr auf Menschen zu schießen.

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Um die Rate der Gewaltverbrechen zu senken, habe die Stadt dem Sender „KCRA“ zufolge zwei Optionen herausgearbeitet. Die erste Option klingt nach der üblichen Lösung für Gewaltprobleme: In Stockton soll es mehr Kameraüberwachung geben, vor allem rund um die Geschäfte und Unternehmen in der Stadt.

Straftäter können an Beratungsprogrammen teilnehmen

Die zweite Option namens „Advance Peace“ sorgt jedoch für Kontroversen: Bürgermeister Tubbs möchte Straftäter, die bereits mit einer Waffe ein Verbrechen verübten, dafür bezahlen, dass sie künftig nicht mehr schießen. Dafür können die Männer dann an Beratungsprogrammen sowie Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen teilnehmen. Ein Aspekt des ungewöhnlichen Programms stieß auf besonders heftige Kritik: Es wurde behauptet, Bürgermeister Tubbs zahle die Gewalttäter mit Steuergeldern.

Ein Vorwurf, den Tubbs in einem Facebook-Post entkräftete. Dort schrieb er: „Vor dem Start von Programmen wie „Advance Peace“ greife ich zuerst auf Spenden zurück, bevor ich den Staatshaushalt belaste.“

Vorbild für Stockton ist die Stadt Richmond

Vorbild für Tubbs Versuch, die Kriminalität in Stockton auf solch eine ungewöhnliche Weise zu reduzieren, ist die US-Stadt Richmond. Dort habe das Programm Tubbs zufolge bereits erste Erfolge gezeigt. Ob das auch für seine Stadt gilt, bleibt abzuwarten. (leve)

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