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Tierheim-Mitarbeiter finden dieses Filzbündel vor ihrer Tür – jetzt ermittelt sogar die Polizei

Tierheim-Mitarbeiter finden dieses Filzbündel vor ihrer Tür – jetzt ermittelt sogar die Polizei

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Filzkatze Foto: Facebook / Douglas County Animal Care & Services
  • Ein Tierheim im US-Bundesstaat Nevada fand Mitte August eine Tierbox vor der Tür
  • Darin fanden sie ein großes Filzbündel, das sich als verwahrloste Katze entpuppte
  • Nun sucht die Polizei nach dem Tierquäler

Berlin. 

So etwas hatten selbst die erfahrenen Mitarbeiter im Tierheim von Douglas County im US-Bundesstaat Nevada noch nicht gesehen. Mitte August hatte ihnen ein Unbekannter in der Nacht eine Transportbox vor die Tür gestellt. Was sie darin vorfanden, konnten sie zunächst kaum glauben.

„Alles, was wir sehen konnten, war ein verfilztes Durcheinander“, sagte Tierheim-Mitarbeiterin Liz Begovich zum Portal „The Dodo“. Sie habe zunächst gedacht, in dem Mini-Käfig befinde sich ein Hund. „Wir konnten ihn nicht herumdrehen, weil er so ungünstig in die Box geschoben wurde.“

Kater konnte sich kaum bewegen

Sie und ihre Kollegen entfernten den Deckel der Box – „Dann dachten wir: Meine Güte, es ist eine Katze!“, meinte Begovich.

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Tatsächlich war der Kater kaum zu erkennen, sein verfilztes Fell hing an allen Seiten runter, er war stark übergewichtig, er konnte sich kaum bewegen. Nur „erhebliche Vernachlässigung“ über mehrere Jahre habe dazu führen können, berichtet das Tierheim auf seiner Facebook-Seite.

Büro des Sheriffs sucht mit Überwachungsvideo nach Tierquäler

Der Fall beschäftigt nun sogar die Polizei, wie das „Reno Gazette Journal“ berichtet. Der wichtigste Hinweis bei der Suche nach dem Tierquäler: das Überwachungsvideo des Tierheims aus der Nacht, in dem Bob Marley, wie der Kater passenderweise genannt wurde, vor der Einrichtung abgestellt wurde.

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Darauf ist zu sehen, wie ein Mann mit Jeans, rotem Poloshirt, blauer Kappe und Brille die Transportbox mit dem Kater vor dem Tierheim ablädt. Auf Twitter und über lokale Medien sucht das Büro des Sheriffs nun nach Zeugen.

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Liz Begovich hofft, dass die Ermittlungen erfolgreich sind: „Wir würden wirklich gerne den Hintergrund der Geschichte kennen. Wo immer diese Katze herkommt, dort könnten noch andere Tiere in diesem Zustand sein.“

Bob Marley kann endlich wieder laufen

Dem abgeladenen Filzbündel kann das glücklicherweise jetzt egal sein. Nachdem Bob Marley mehr als zwei Kilo von seinen Dreadlocks abrasiert wurden, kann sich der Kater endlich wieder frei bewegen.

In der vergangenen Woche hat ihn das Tierheim wieder zur Adoption freigegeben. Er habe eine „liebevolle Persönlichkeit“, heißt es auf Facebook. „Er wird eine wunderbare Bereicherung für sein neues Zuhause.“

(ba)