Studie: Schockfotos auf Zigarettenpackungen zeigen Wirkung

Seit 2016 muss auch in Deutschland ein großer Teil der Fläche von Tabakverpackungen für warnende Bilder und passende Texte reserviert sein.
Seit 2016 muss auch in Deutschland ein großer Teil der Fläche von Tabakverpackungen für warnende Bilder und passende Texte reserviert sein.
Foto: Daniel Bockwoldt / dpa
Eine Studie der DAK-Gesundheit zeigt: Vor allem junge Nichtraucher lassen sich von Schockbildern auf Zigarettenpackungen abschrecken.

Hamburg.  Die Schockfotos auf Zigarettenpackungen wirken. Das hat eine Studie der DAK-Gesundheit ergeben, wie die Krankenkasse am Dienstag in Hamburg mitteilte. Eine bundesweite Umfrage unter 7000 Schülern der Klassen fünf bis zehn habe gezeigt, dass die Warnhinweise in „beträchtlichem Maße“ negative Emotionen auslösen.

„Die Fotos können also einen präventiven Effekt haben, da sie negative Einstellungen von Jugendlichen zum Zigarettenrauchen verstärken“, sagte DAK-Vorstandschef Andreas Storm.

Warnhinweise zu Lungenkrebs rufen Ekel und Angst hervor

Die Ergebnisse der Umfrage waren deutlich: Vor allem Jugendliche, die noch nie geraucht hatten, reagierten über alle Warnhinweise hinweg emotional signifikant stärker als ihre rauchenden Mitschüler. Insbesondere der Warnhinweis mit Lungenkrebs rief bei ihnen Ekel und Angst hervor.

Zwar rauchen heute weniger Menschen als noch vor Jahren. Doch laut DAK greift in Deutschland jeder Vierte zur Zigarette. Jeder siebte Todesfall sei auf die Folgen des Rauchens zurückzuführen. Seit 2016 muss nach einer EU-Richtlinie auch in Deutschland ein großer Teil der Fläche von Tabakverpackungen für warnende Bilder und passende Texte reserviert sein.

Anlässlich des Weltnichtrauchertages am Donnerstag (31. Mai) wies die Krankenkasse Barmer auf ihr Online-Entwöhnungsporgramm „SQUIN – Smoke, Quit, Win!“ hin. Innerhalb von drei Wochen bereite das Gruppentraining Raucher darauf vor, auf Tabak dauerhaft zu verzichten, sagte Landesgeschäftsführer Frank Liedtke. (epd/dpa)

 
 

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