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So geht’s nicht,Frau Slomka

Die „Bunte“ hat einen Skandal aufgedeckt, und den darf ich Ihnen an dieser Stelle selbstverständlich nicht vorenthalten. Marietta Slomka hatte im „Heute Journal“ am vergangenen Mittwochabend unter dem schwarzen Blazer drei bis vier Knöpfe ihrer Bluse geöffnet. Drei bis vier, ja, da sagen Sie jetzt nichts mehr, ich habe auch um Fassung gerungen. Das Nachrichtenluder. „Offen – fast bis zum Bauchnabel“, stöhnt das Blatt auf seiner Internetseite. Da hätte sie ja gleich an der Stange tanzen können, oder nicht?

Die Frau wagt es also nicht nur, Sigmar Gabriel im Fernsehen vor laufenden Kameras mit Frechheiten zu quälen, sondern bemüht sich demnach auch, Playboy-Chef Hugh Hefner für das Abendprogramm des ZDF zu interessieren. „Will sie nach ihrer Trennung nicht nur als kompetente TV-Journalistin wahrgenommen werden, sondern auch als sexy Frau?“, rätselt der Hauspsychologe des Blattes, weil sich sowas natürlich ausschließen muss. Wir sind hier schließlich ja nicht in Italien. Also bitte.

Dem Zuschauer stellten sich nach ihrem Auftritt weitere Fragen, hat das Blatt (vermutlich bei einer repräsentativen Umfrage) herausgefunden. „Ist dieser tiefe Ausschnitt einer öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendung angemessen?“ Und könne man Themen wie „Organspende als Mangelware“ so präsentieren?

Ich hab’ mir heute erst mal einen Organspendeausweis besorgt. Von der Bunten spendet jetzt bestimmt keiner mehr. Das hat Frau Slomka davon.