Schweiz lässt Frau vom Balkan nicht ins Land – die Begründung ist heftig

Das Migrationsamt der Schweiz lässt eine Frau aus dem Balkan nicht einreisen. Die Begründung dürfte die Frau deprimieren. (Symbolbild)
Das Migrationsamt der Schweiz lässt eine Frau aus dem Balkan nicht einreisen. Die Begründung dürfte die Frau deprimieren. (Symbolbild)
Foto: imago images / Pius Koller

Seit mehreren Jahren tritt die Folklore-Sängerin Xhevahire Bytyqi aus dem Kosovo schon vor ausgewanderten Kosovaren in der Schweiz auf.

Damit ist jetzt Schluss, bestimmte das Zürcher Migrationsamt. Die Begründung der Behörde ist skurril: Für sie ist die junge Frau laut der „Neuen Zürcher Zeitung“ eine „nicht sehr gut qualifizierte Sängerin“ und darf deswegen nicht mehr einreisen.

Anders gesagt: Die Sängerin singt für das Amt einfach zu schlecht, um in die Schweiz einreisen zu dürfen, damit sie dort auftreten kann.

Schweiz verweigert Sängerin die Einreise

Aber damit nicht genug. Ihren behaupteten großen „Bekanntheitsgrad in der Heimat“ habe das Amt nicht feststellen können. Das Migrationsamt forschte selbst nach und identifizierte drei Musikvideos von Bytyqi auf Youtube mit insgesamt etwa 35.000 Aufrufen. Zu wenig Fans, fand das Amt.

Bytyqi legte ihren Visumsantrag eine Bestätigung einer kosovarischen Vereinigung für Gesang und Tanz bei, außerdem Belege, dass sie schon seit 15 Jahre in der Schweiz auftrete – vergebens.

Missbrauch von Künstlerinnen-Zulassungen in der Vergangenheit

Die Behörden weigerten sich standhaft, der Sängerin eine Kurzzeitbewilligung für Auftritte zwischen September 2018 und April 2019 auszustellen.

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Der Grund für den harschen Umgang mit der kosovarischen Künstlerin begründen die Behörden damit, dass in der Vergangenheit vermehrt Prostituierte, getarnt als Tänzerinnen, mit dem Künstlerinnen-Visum in die Schweiz eingereist waren. „Es wurde festgestellt, dass mit den Zulassungen Missbrauch betrieben wurde“, teilte das Amt der „NZZ“ mit.

Einbußen für Gastwirte ohne Künstlerinnen

Ärgerlich ist das auch für den Gastwirt Ramadan Millaku, der Bytyqi für seinen Club engagieren wollte. Dank der Sängerin hatte er regelmäßig volle Hütte.

Fehlt die Sängerin, fehlen auch die kosovarischen Gäste, die seinen zum Lokal gehörenden Club regelmäßig gut gefüllt hatten. Vor rund einem Jahr musste er den dichtmachen.

Er focht den Beschluss der Behörden an, aber vergebens. Dass Bytyqi in der Zukunft nochmal in seinem Lokal singen werde, bezweifelt der Wirt. (vh)

 
 

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