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„Rockford“ James Garner stirbt mit 86

Es gibt ja diese Schauspieler, die man irgendwie in sein Herz schließt, obwohl man natürlich noch nie ein Bier mit ihnen getrunken hat. Man kennt nur ihre Rollen, aber das kann ja manchmal langen. Oft sind es nicht mal die ganz Großen, die Preisgekrönten, die Megastars, die uns scheinbar so nahe kommen. Es sind die anderen.

James Garner war so einer.

Schon als schlitzohriger Pokerspieler „Maverick“ erarbeitete sich der gut aussehende Hüne aus Oklahoma in den frühen 60ern, den Kindertagen des Fernsehens, die Sympathien des Publikums auch diesseits des Atlantiks. Ein Antiheld mit Pfiff und rauem Charme, kein Prinzipienreiter, dafür ganz und gar Mensch.

Wer ihn in der launigen Westernreihe, die 1981 noch einmal kurz auflebte, nicht gesehen hatte, der mochte ihn spätestens in den 70ern nicht mehr missen, als er zum Star einer wunderbaren Krimiserie mit heiterer Grundierung wurde: Detektiv Rockford, ein Ex-Häftling als Schnüffler, der im Wohnwagen lebt.

Garner mischte aber in den sechs Jahrzehnten seiner Karriere auch in rund 50 Spielfilmen mit, darunter „Gesprengte Ketten“ (1956), „Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe“ (1968) „Victor/Victoria“ (1982) oder das köstliche Science-Fiction-Rentnerspektakel „Space Cowboys“ (2000).

Seit 1956 war er mit Lois Clarke verheiratet, die ihn, so wie seine beiden Kinder, nun vermissen wird: James Garner, der mit seiner Frau auf einer Ranch bei Santa Barbara in Kalifornien lebte, ist am Wochenende im Alter von 86 Jahren gestorben.