Rebecca Reusch (15): Zeugin packt aus – HIER hat sie die Schülerin gesehen

Der Fall Rebecca: Eine Chronologie

Rebecca Reusch (15) aus Berlin wird seit dem 18. Februar vermisst. Als Hauptverdächtiger gilt Florian R. (27), der Schwager der 15-Jährigen. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Rebecca Reusch (15) aus Berlin wird seit dem 18. Februar vermisst. Als Hauptverdächtiger gilt Florian R. (27), der Schwager der 15-Jährigen. Er sitzt in Untersuchungshaft.

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  • Rebecca Reusch aus Berlin Neukölln wird seit dem 18. Februar vermisst
  • Die Polizei geht davon aus, dass die Schülerin tot ist
  • Die Behörde prüft zahlreiche Hinweise - auch sehr absurde

Berlin. Rebecca Reusch (15) aus Berlin wird seit dem 18. Februar vermisst. Florian R. (27), der Schwager von Rebecca Reusch, gilt als Hauptverdächtiger. Er sitzt seit 4. März in Untersuchungshaft in Berlin-Moabit. Gegen Florian R. besteht der dringende Verdacht, etwas mit dem Verschwinden von Rebecca Reusch zu tun zu haben. Die Familie ist felsenfest davon überzeugt, dass Florian R. unschuldig ist.

Die Polizei geht seit längerem davon aus, dass Rebecca Reusch tot ist. Tag für Tag rücken Beamte, auch mit Suchhunden und Hubschraubern, aus, durchkämmen Waldgebiete und Gewässer in Brandenburg. Gefunden haben sie Rebecca Reusch noch nicht.

Rebecca Reusch (15) aus Berlin Neukölln: Polizei sucht weiter nach dem Mädchen

Am Dienstag, 19. März, suchte die Polizei erneut nach Rebecca Reusch. Diesmal entlang der Autobahn A12 in Brandenburg und auf dem Wolziger See. Ob die Suche am Mittwoch weitergeht, ist derzeit noch nicht bekannt. Alle aktuellen Ereignisse rund um den Kriminalfall Rebecca kannst du in unserem Newsblog lesen.

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Rebecca Reusch (15) weiter vermisst: Die aktuellen Ereignisse im Newsblog

Mittwoch, 20.März:

10 Uhr: „Sie würde auch nicht wegrennen, das würde sie uns nicht antun.“ Das sagt Rebeccas Mutter, Brigitte Reusch, in eine RTL-Kamera. Für die neue Doku über den Vermisstenfall Rebecca, die seit Dienstag auf TV Now verfügbar ist. Brigitte Reusch glaubt fest daran, dass ihr Kind noch lebt - und stellt sich hinter Florian R., Rebeccas Schwager, der hauptverdächtig ist, etwas mit dem Verschwinden den Mädchens zutun zu haben. „Die haben sich so gut verstanden, rumgeblödelt, rumgealbert“, sagt Rebeccas Vater Bernd.

Laut Kriminalpsychologin Lydia Benecke ist es nicht unwahrscheinlich, dass Florian R. etwas mit dem Fall zutun hat.

Rebecca Reusch: Kriminalpsychologin erklärt das Verhalten der Eltern

„Auf mich wirkt der Vater wie ein authentisch, sehr belasteter, sehr sehr emotional berührter Mensch. Das Wichtigste für mich in dieser Geschichte ist, dass sich niemand vorstellen kann, wie es für eine Familie sein muss, in einer solchen Situation zu stecken“, sagt sie in der Doku bei TV Now. Für Lydia Benecke steht fest: Es ist völlig normal, dass die Familie an die Unschuld von Florian R. glaubt. Und weiter: „Das ist die normalste Reaktion der Welt, die zeigen Angehörige in solchen Situationen eigentlich immer.“ „Leider ist es statistisch gesehen häufiger so, dass Menschen von Menschen verletzt werden, die ihnen nahestehen. Das ist natürlich nicht schön und entgegen dem eigenen Gefühl. Aber wir wissen einfach aus allen Statistiken, die sich mit Kriminalität beschäftigen, dass sich Täter und Opfer meist vorher näher gekannt haben.“

Brigitte Reusch berichtet gegenüber TV Now auch von dem Moment, in dem sie merkte, dass etwas nicht stimme. Am Nachmittag des 18. Februar, Rebecca sollte schon aus der Schule zuhause sein, bekommt Brigitte Reusch einen Anruf ihrer ältesten Tochter Jessica. Sie wunderte sich, wieso Rebecca ihre Sachen nicht - wie vereinbart - nach der Schule abholte. Wollte von der Mutter wissen, ob Becci, wie sie von allen genannt wird, schon zuhause ist. „Ist die Becci jetzt bei dir? Weil sie wollte ja ihre Schlafsachen und ihren Laptop abholen“, fragte Jessica ihre Mutter.

Am dritten Tag nach Rebeccas Verschwinden schaltet sich die Polizei ein, veröffentlicht die Kleidung, die Rebecca am Tag ihres Verschwindens trug. Die Theorie der Polizei: Rebecca hat das Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers nie verlassen.

Zeugin will Rebecca gesehen haben

Eine Zeugin widerspricht. Sie will Rebecca noch am Tag ihres Verschwindens an einer Bushaltestelle gesehen haben. „Die stand da ganz normal, ganz okay, hatte aber mit jemandem telefoniert gehabt“, berichtet die Schülerin in der Doku. „Ich wusste halt nicht, mit wem. 15 Minuten später sind wir in den Bus eingestiegen. Sie (Anm. d. Redaktion: Rebecca) stand immer noch an der Bushaltestelle.“ Sollte diese Aussage stimmen, hätte Rebecca am Abend des 18. Februar noch gelebt.

Brigitte Reusch appelliert an die Bevölkerung: „Ich möchte darum bitten, dass alle in ihre Lauben, Keller, Räume, die selten benutzt werden, reinschauen. Ob da jemand festgehalten wird.“

Rebecca Reusch: So positionieren sich die Angehörigen

  • Rebeccas Vater Bernd (55): Der Berliner Familienvater trat mittlerweile häufiger vor die Kameras und äußerte sich zum Verschwinden seiner Tochter. Er glaubt weiterhin an die Unschuld seines Schwiegersohns und äußerte sich nebulös. Die These der Ermittler: Florian R. war mit dem himbeerroten Twingo von seiner Frau Jessica unterwegs, um möglicherweise die Leiche von Rebecca zu entsorgen. Dafür gibt es Beweise. Kameras nahmen das Fahrzeug auf, im Auto wurden Spuren von Rebecca gefunden. Doch der Vater glaubt nicht daran. Angeblich gab es andere Gründe für die Fahrten des 27-jährigen Kochs mit dem Auto. „Die ganze Nummer hängt mit einer anderen Sache zusammen, die ich aber nicht sagen darf“, sagte er RTL. In den letzten Tagen hat er seine Meinung aber noch mal geändert. Nun appellierte er an seinen Schwiegersohn, sie endlich zu erklären, damit die Suche in die "richtige Richtung" laufen könne.
  • Rebeccas Mutter: Sie muss momentan durch die Hölle gehen. Auch sie hat sich mittlerweile öffentlich zu dem Fall geäußert, sagte zum Beispiel gegenüber Bild: „Dass frische Haare in dem Auto sind, ist logisch, weil Jessicas Tochter noch am Vortag mit Rebecca im Auto spielen wollte, als sie vom Spielplatz kam.“ Sie findet die Argumentation ihres Schwiegersohns schlüssig.
  • Schwester Vivian (23): Vivian hat das Verschwinden ihrer kleinen Schwester massiv publik gemacht. Sie postet verzweifelte Hilfe-Ersuchen bei Instagram, organisierte Suchtrupps, äußert sich immer wieder zu dem Fall. Aber: Auch sie hält weiter zu ihrem verdächtigen Schwager. „Es ist noch nichts bewiesen“, sagte Rebeccas Schwester gegenüber der Berliner Zeitung. Für den 27-Jährigen gelte weiterhin „die Unschuldsvermutung".
  • Die älteste Schwester Jessica (27): Sie ist mit dem Hauptverdächtigen verheiratet, hat eine kleine Tochter. Die Nacht ihres Verschwindens verbrachte ihre kleine Schwester in ihrem Haus in Neukölln. Sie brachte die Tochter zur Kita, in der Zeit waren ihr Mann Florian R. und Rebecca allein im Haus. Sie ist die einzige, die sich bisher nicht öffentlich zu dem Fall geäußert hat.
  • Schwager Florian R. (27): Er gilt als tatverdächtig, sitzt in Haft. Während der Ermittlungen verstrickte er sich in Widersprüche – zu den heftigen Vorwürfen schweigt er aber. Dafür gibt es mehrere mögliche Gründe: Der 27-Jährige könnte der Täter sein und will sich selbst nicht belasten – oder er hat sich einer anderen Straftat schuldig gemacht. Dies könnte erklären, warum Vater Bernd „von einer anderen Sache“ sprach.

8.19 Uhr: Bei der Suche nach Rebecca werden mittlerweile absurde Maßnahmen ergriffen. Wie der „Berliner Kurier“ berichtet, gibt es sogar Hinweise von Hellsehern. Deren „Erkenntnisse“ werden sogar tatsächlich von der Polizei bearbeitet. Man könne „nie ganz ausschließen, dass ein angeblicher Seher aus ganz irdischen Gründen tatsächlich etwas weiß“, so die Polizei gegenüber der Zeitung.

6.46 Uhr: Liegt die Lösung des Rätsels um Rebeccas Verschwinden wirklich in einem Brandenburger Waldstück? Sei Tagen sucht die Polizei im Bereich rund um den Wolziger See nach Rebeccas Leichnam. Bisher ohne Erfolg. Dabei setzte die Polizei neben Hubschraubern auch spezielle Leichenspürhunde aus NRW ein. Ein Durchbruch bleibt aber aus. trotzdem will die Polizei auch in den kommenden Tagen weiter nach Rebecca suchen.

Diese entscheidenden Fragen sind noch immer offen:

  • Lebt Rebecca noch? Nach über einem Monat gibt es jedenfalls kaum noch Hoffnung. Die Polizei geht schon seit Wochen von einem Tötungsdelikt aus. Die Familie hingegen hofft weiter auf ein Wunder. Dass Rebecca noch lebt, ist allerdings unwahrscheinlich
  • Wie geht es mit Rebeccas Schwager weiter? Der 27-Jährige sitzt noch immer in U-Haft. Er hat sich bei den Vernehmungen durch die Polizei offenbar in Widersprüche verstrickt und geriet dadurch ins Visier der Ermittler - und er war der letzte Mensch, der Rebecca vor ihrem Verschwinden gesehen hat. Allerdings konnte die Polizei den Verdacht gegen den jungen Mann bisher kaum erhärten. Es gilt als wahrscheinlich, dass er bald freikommt
  • Was hat es mit Rebeccas angeblicher Internet-Bekanntschaft auf sich? Die Mutter des vermissten Mädchens brachte nach wochenlanger Suche in einem „Bunte“-Interview auf einmal eine neue Spur ins Spiel. Rebecca habe eine Internet-Bekanntschaft namens Maxi gehabt. Die Polizei wollte diese Meldung allerdings nicht öffentlich kommentieren. Ein weiteres Mysterium.

Dienstag, 19. März

Suche nach Rebecca am Dienstag abgebrochen

18.06 Uhr: Die Suche nach Rebecca ging am Dienstag weiter. Und es herrscht weiter Ernüchterung. Die Polizei musste ihre Arbeit am Nachmittag erneut ergebnislos abbrechen. Weder die Leichenspürhunde auf dem Wolziger See in Brandenburg noch die Mantrailer-Hunde an der A12 haben eine Spur gewittert. Die Mordkommission entscheidet nun, ob die Suche an beiden Orten fortgesetzt wird. Infos darüber soll es am Mittwochmorgen geben.

15.11 Uhr: Vivien, die Schwester der vermissten Rebecca Reusch, gibt die Hoffnung nicht auf. Immer wieder teilt sie auf Instagram Bilder, die sie und ihre kleine Schwester strahlend, lachend, glücklich zeigen. Auch am Dienstagnachmittag macht sie erneut deutlich, was sie von der Arbeit der Polizei hält. „Es wird nach deiner Leiche gesucht... aber ich spüre, dass du LEBST“, schreibt die Berlinerin.

14.08 Uhr: Die Berliner Polizei setzt die Suche nach der verschwundenen Rebecca am Dienstag in Brandenburg fort. Erneut suchen Polizisten aus Nordrhein-Westfalen mit einem Boot auf dem Wolziger See nach der Leiche der Schülerin.

Dabei setzen sie auch Leichenspürhunde ein. Der Einsatz laufe ähnlich wie am Montag ab, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Gleichzeitig sind Berliner Hundeführer mit sogenannten Mantrailern, speziell ausgebildeten Suchhunden, auf der Autobahn 12 Berlin-Frankfurt (Oder) unterwegs.

10.30 Uhr: Warum erhält der Fall der vermissten Rebecca so viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit? „T-Online“ hat dazu mit einem Medienexperten gesprochen. Christian Schicha, Professor für Medienethik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen, sieht die mediale Berichterstattung kritisch: „Es kann auch passieren, dass der potenzielle Täter die Berichterstattung für sich nutzen kann, um Spuren zu verwischen.“

Einerseits könnte die mediale Dauerpräsenz unter Umständen sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung bringen, auf der anderen Seite könnten so auch Spekulationen, Gerüchte und falsche Spuren gelegt werden. Dass die Familie von Rebecca desöfteren mit Medien spricht, findet bei ihm Verständnis: „Vielleicht erhofft sie sich, dass die Polizei aufgrund der hohen öffentlichen Aufmerksamkeit die Ermittlungen verstärkt.“ Ob das Verhalten gut oder schlecht sei, werde erst der Ausgang des Falls zeigen.

Einen großen Ausschlag für die mediale Präsenz habe auch das Fahndungsfoto Rebeccas. „Es zeigt eine sehr attraktive junge Frau, die wie ein Fotomodel gestylt ist. Dieses Bild ist ein Schlüsselbild, das die öffentliche Aufmerksamkeit noch erhöht.“

9.54 Uhr: Rebeccas Schwester Vivien gibt die Hoffnung nicht auf, dass ihr kleine Schwester auch vier Wochen nach ihrem Verschwinden wieder wohlbehalten zurückkehrt. Auf Instagram postete sie:

„Heute ist wieder ein Tag an dem ich einfach nur schreien könnte. Du fehlst mir so! Jeder Gedanke an dich schmerzt so unfassbar... Seien es unsere alltäglichen Dialoge oder das 'beieinander übernachten' wenn ein Feiertag ansteht...Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es dir gerade geht kleine Maus...aber du kommst zurück und bist bald wieder bei uns! Da bin ich mir sicher. #findbecci“

8.45 Uhr: Rebeccas zweite Schwester Jessica ist nach der Verhaftung ihres Mannes Florian R., der im Zusammenhang mit Rebeccas Verschwinden von der Polizei verdächtigt wird, mit ihrem kleinen Kind wieder zu ihren Eltern gezogen. So wolle sie dem Medienrummel ausweichen, berichtet die Bunte.

7.05 Uhr: Die Mordkommission will am Dienstag entscheiden, wann und wie die Suche weiter geht. „Zur Stunde können wir dazu noch nichts sagen“, sagte ein Sprecher der Polizei am frühen Morgen.

Montag, 18. März

21.39 Uhr: Die Familie hat die Hoffnung noch immer nicht aufgegeben, die 15-Jährige lebend weiderzufinden.

Am Abend meldet sich Rebeccas Schwester zu Wort – mit emotionalen Worten. „Ufff Becci, du bist heute 1 Monat weg. Wir alle haben lange nichts mehr von dir gehört, wir hoffen, dass es dir gut geht und dass du weiterhin stark bleibst. We find you“, schreibt sie in einer Instagram-Story und weiter: „Vier Wochen...Ein ganzer Monat. Bitte Gott, bring unsere Becci wieder heim.“

20.06 Uhr: Den Einsatz von Polizeihunden auf dem Wolziger See in Brandenburg kritisiert die Mantrailer-Expertin hingegen nicht. Dort wurden am Montag Leichenspürhunde eingesetzt. Dabei handelt es sich um speziell trainierte Hunde, die Leichen in Gewässern aufspüren können.

Sie suchen nach Geruchspartikeln, die bei der Verwesung von Leichen an die Wasseroberfläche gelangen. „Das funktioniert sehr, sehr zuverlässig. Ähnlich wie die Suche in einer Lawine“, sagt Mantrailer-Ausbilderin Karina Kalks.

Die Suche wurde am Montag jedoch erfolglos abgebrochen.

Expertin kritisiert Polizeiarbeit

17.19 Uhr: Immer wieder sucht die Polizei mit Spürhunden nach der vermissten Rebecca. Bestimmte Einsätze so genannter Mantrailer-Hunde kann Karina Kalks nicht verstehen. Im Interview mit der dpa sagte die Mantrailer-Ausbilderin aus Österreich: „Die Suche entlang der Autobahn sehe ich sehr, sehr kritisch und ich traile jetzt seit 20 Jahren.“

Ermittler haben am Samstag Spürhunde an der Autobahn A12 südöslich von Berlin eingesetzt.

Nach Ansicht der Expertin sei es allerdings sehr unwahrscheinlich, dass Mantrailer-Hunde Spuren nach Autofahrten wittern können. Vor allem nicht Wochen nach einem Ereignis. Mantrailer würden Fußgänger und Radfahrer äußerst zuverlässig aufspüren können.

Aber: „Was soll aus einem geschlossenen Fahrzeug durch die Lüftung nach außen dringen? Dazu kommen noch der Fahrtwind auf der Autobahn und die Verwirbelungen. Über welche Zahl von Geruchspartikeln sprechen wir, die ein Hund noch aufnehmen soll? Ich bin überzeugt von der Hundenase, aber ich glaube nicht, dass sie zaubern können“, so die Mantrailer-Expertin.

15.12 Uhr: Die Polizei hat die Suche nach Rebecca auf dem Wolziger See in Brandenburg am Montagnachmittag für beendet erklärt – ergebnislos. Wie es weitergeht, steht noch nicht fest.

13.56 Uhr: Fahnder der Mordkommission und Diensthundeführer mit zwei Hunden seien auf dem Wolziger See auf einem Boot unterwegs, sagte eine Polizeisprecherin am Montag in Berlin. Auf Fotos vom Montag war ein kleines Boot mit Polizisten auf einem Kanal zum See und auf dem See selbst zu sehen. Die Unterstützung kam offenbar aus Nordrhein-Westfalen, wie Aufschriften auf dem Boot zeigten. Laut „Bild“ sollen drei Spürhunde aus NRW zum Einsatz kommen.

Bei der Polizei und bei Hilfsorganisationen gibt es Personenspürhunde unterschiedlicher Art. Sogenannte Mantrailer suchen nur nach lebenden Menschen. Leichenspürhunde können Tote riechen. Dann gibt es noch spezielle Wasserortungshunde. So bildete etwa die Rettungshundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Kreisverband Märkisch-Oderland-Ost, vor zwei Jahren einen Hund entsprechend aus. Diese Hunde können vom Boot aus Ertrunkene wittern. Aufsteigende Verwesungsgase sind dabei ein Hilfsmittel für den Hund.

12.01 Uhr: Die Suche nach der vermissten Rebecca wird fortgesetzt. Am Montag suchen die Ermittler am Wolziger See nach der 15-Jährigen. Ermittler der Mordkommission und Diensthundeführer mit zwei Hunden seien dort auf einem Boot unterwegs, sagte eine Polizeisprecherin am Montagvormittag in Berlin.

Taucher würden vorerst nicht eingesetzt. In Waldstücken nahe dem Wolziger See hatte die Polizei bereits nach der vermissten 15-Jährigen gesucht. Das Gewässer liegt in der Nähe der Autobahn 12 Berlin-Frankfurt (Oder). Dort war das Auto des tatverdächtigen Schwagers von Rebecca am Morgen von deren Verschwinden sowie am Folgeabend erfasst worden war.

10.06 Uhr: Rebeccas Schwester Vivien hat auch Instagram den Fahndungsaufruf von Rebecca gepostet. Dazu schrieb sie die Zeilen: „Vier Wochen...Ein ganzer Monat. Bitte Gott, bring uns unsere Becci wieder heim.“

9.22 Uhr: Nun wird Rebecca bereits seit einem Monat vermisst, doch eine richtige Spur hat die Polizei, zumindest offiziell, noch immer nicht.

9.09 Uhr: Ob eine Suchaktion mit Spürhunden zu Wochenbeginn fortgesetzt wird, ist noch unklar. Am Samstagabend war der Einsatz an der Autobahn 12 in Brandenburg vorerst eingestellt worden. Womöglich nahmen die Hunde aber eine Spur auf einer Landstraße Richtung Scharmützelsee auf, wie die Polizei mitteilte.

Die Ermittler versuchten mit den Hunden offenbar zu klären, wohin der tatverdächtige Schwager Rebeccas am Morgen ihres Verschwindens sowie am darauffolgenden Abend fuhr. Das Auto der Familie war zu den Zeiten auf der Autobahn 12 registriert worden. Dies hatte den Verdacht gegen den 27-jährigen Schwager erhärtet.

06.51 Uhr: Das Verschwinden von Rebecca liegt nun auf den Tag genau vier Wochen zurück - und das Schicksal der 15-jährigen Schülerin gibt der Berliner Polizei immer noch Rätsel auf. Ermittler einer Mordkommission arbeiten rund 1500 Hinweise ab, die bislang aus der Bevölkerung eingingen, wie ein Polizeisprecher sagte.

Rebecca hatte sich am 18. Februar zuletzt im Haus ihrer Schwester und ihres 27 Jahre alten Schwagers im Berliner Ortsteil Britz aufgehalten. Sie kam an dem Morgen nicht zur Schule. Die Ermittler nehmen an, dass die Jugendliche das Haus nicht lebend verließ. Sie verdächtigen den Schwager, sie getötet zu haben. Er befindet sich in Untersuchungshaft. Die Polizei hat bereits mehrfach Wälder in Brandenburg durchkämmt und mit Spezialgerät untersucht - ohne Erfolg.

Sonntag, 17. März

17.20 Uhr: Auch am späten Nachmittag gibt es keine neuen Suchmaßnahmen im Fall Rebecca Reusch, wie die Polizei Berlin gegenüber dieser Redaktion erklärte. Die Ermittler seien derzeit damit beschäftigt, die rund 1.500 eingegangenen Hinweise zu bearbeiten und bewerten.

14.19 Uhr:

Die Spürhunde, genannt „Mantrailer“ (etwa: Menschenverfolger), haben am Samstag bei der Suche nach Rebecca entlang der Autobahn A12 „Anzeigeverhalten“ gezeigt. Eine erste Spur für die Polizei. Wie heiß sie ist, und ob sie hilfreiche Erkenntnisse liefert, konnte die Polizei noch nicht bestätigen.

Fest steht aber, dass die Suchhunde am Sonntag einen Tag Ruhepause brauchen. Am Montag soll die Suche nach Rebecca laut „Bild am Sonntag“ weitergehen. Es könnte aber durchaus sein, dass sich auch kurzfristig etwas ergibt. dann müssten die Tiere ihre Pause unterbrechen.

12.18 Uhr: Eine Frage drängt sich im Fall der vermissten Rebecca Reusch immer mehr auf: Warum meldet sich die Familie ständig in der Öffentlichkeit?

Offenbar wollen sie ihre Sicht darstellen. Vater, Mutter und die beiden Schwestern von Rebecca haben von Anfang an auch selber nach der Vermissten gesucht. Die Ermittlungen der Polizei gegen Rebeccas Schwager halten sie nach eigenen Aussagen für einseitig.

11.53 Uhr: Seit dem 18. Februar ist Rebecca Reusch verschwunden und trotz aufwändiger Suchen bisher weder tot noch lebendig gefunden worden. Die Polizei geht zwar davon aus, dass die 15-Jährige nicht mehr lebt. Haupttatverdächtiger ist ihr Schwager Florian R. (27). Aber könnte es noch andere Erklärungen oder Täter geben?

Rebeccas Familie beteuert die Unschuld des Schwagers. Er habe alle Indizien widerlegt und auch die Fahrten nach Brandenburg erklärt, sagen Vater und Mutter in Interviews.

10.35 Uhr: Kontakt zu Florian R. (27) durfte Familie Reusch noch nicht haben. Rebeccas Schwager ist der Hauptverdächtige im Fall um das bislang spurlose Verschwinden des Mädchens und sitzt in U-Haft in Berlin-Moabit. Vivien Reusch sagt, dass ihre und Rebeccas Schwester Jessica nun zu ihrem Mann Florian möchte. „Sie hat einen Besuchsantrag für die nächste Woche gestellt. Bisher konnte sie ihm nur Geld schicken“, so Vivien zur Bild.

9.01 Uhr: Familie Reusch muss noch immer mit der fürchterlichen Ungewissheit darüber leben, was mit Rebecca passiert ist. Ihre Schwester Vivien stand Revecca offenbar sehr nah. Die 23-Jährige postet liebevolle Worte und Fotos von und an Rebecca bei Instagram. Gegenüber der Bild sagte Vivien, dass die Familie keine Antworten zu Rebeccas Verschwinden von den Ermittlern bekomme: „Aus ermittlungstechnischen Gründen werden wir von der Polizei nicht über alles informiert.“

7.31 Uhr: Rebeccas Mutter hatte in einem Interview mit der Zeitschrift „Bunte“ gesagt, ihre Tochter habe im Internet einen jungen Mann namens Max, maxi oder Maximilian kennengelernt. Sie schloss in dem Gespräch nicht aus, dass dieser Mann etwas mit dem Verschwinden von Rebecca haben könnte, dass sich die beiden irgendwo getroffen haben.

Dem widerspricht nun aber Rebeccas Schwester Vivien (23) öffentlich. Der „Bild am Sonntag“ (Bezahlinhalt) sagte sie, dieser Freund aus dem Netz könne nicht schuld sein an Rebeccas Verschwinden: „Becci hat mir Fotos von ihm gezeigt, aber er wohnt gar nicht in Berlin. Das war ganz harmlos. Er ist unter 18, niemals wäre er an einem Montagmorgen allein hierher gekommen.“

7.16 Uhr:

So ist der aktuelle Stand am Morgen:

  • Trotz erneuter Suchaktion der Polizei ist die vermisste Rebecca Reusch (15) aus Berlin noch immer nicht gefunden.
  • Am Samstag suchten die Einsatzkräfte mit Hunden entlang der A12 in Brandenburg, sperrten dafür auf die Autobahn und Abfahrten teilweise
  • Rebeccas Schwager Florian R. sitzt immer noch in U-Haft. Er ist der Hauptverdächtige in dem Fall.
  • Die Polizei glaubt, dass er etwas mit dem Verschwinden von Rebecca zu tun hat.
  • Die Ermittler glauben, dass die 15-Jährige tot ist.

Samstag, 16. März

17:30 Uhr: Die Suche nach Rebecca ist für heute beendet. Um 16.15 Uhr wurden die Suchmaßnahmen für diesen Tag beendet. Die Suche erstreckte sich zwischen der Anschlussstelle Friedersdorf und dem Schmarmützelsee. Zwischenzeitlich hatten die Mantrailer-Hunde ein „Anzeigeverhalten“ gezeigt, so Polizei-Sprecherin Kerstin Ismer. Ob die Spur gewinnbringend für die Fahnder war, ist derzeit noch nicht klar.

16.56 Uhr: Die Suche nach Rebecca geht weiter! Am Nachmittag verlagerten die Einsatzkräfte ihre Arbeit auf eine Straße bei Fürstenwalde-West. „Irgendwas werden die Hunde gewittert haben“, sagte eine Sprecherin der Polizei gegenüber dieser Redaktion.

11.29 Uhr: Die Berliner Polizei setzt ihre Suche nach der verschwundenen 15-jährigen Schülerin Rebecca in Brandenburg fort. Am Samstag prüften Einsatzkräfte, ob Personensuchhunde an Anschlussstellen der Autobahn 12 zwischen Friedersdorf und Frankfurt (Oder) Spuren aufnehmen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Es komme deshalb zu Behinderungen und kurzen Sperrungen an Autobahnabfahrten.

Im Einsatz seien circa zehn Kräfte einer Einsatzhundertschaft, Ermittler der Mordkommission, Kollegen der Brandenburger Polizei sowie drei Hunde, hieß es. Die Aktion begann demnach gegen 10.30 Uhr, die Dauer war zunächst offen.

Zuletzt hatte es mehrere Suchaktionen der Polizei in Wäldern nahe der A12 südöstlich von Berlin gegeben. Hintergrund sollen jeweils Hinweise auf das Auto des tatverdächtigen Schwagers von Rebecca gewesen sein. Autofahrten nach Brandenburg hatten den Verdacht gegen den 27 Jahre alten Deutschen erhärtet. Das Auto war am Vormittag des 18. Februar und am Abend des 19. Februar auf der A12 von einem automatischen Erfassungssystem registriert worden.

10.27 Uhr: Die bisherigen Ergebnisse und Indizien der Ermittlungen seien von außen schwer zu beurteilen, Profiler und frühere Bremer Mordermittler Axel Petermann. „Aber sicher brauchen die Ermittler noch mehr. Letztlich muss man beweisen können, was angenommen wird: dass Rebecca im Haus ihrer Schwester von ihrem Schwager getötet wurde. Das könnte über Spuren möglich sein, die beweisen, wie sie getötet wurde oder durch Zeugenaussagen oder ein Geständnis. Auch der Fundort eines Toten sagt viel darüber aus, was mit diesem Menschen geschehen ist und weshalb der Täter diesen Ort aussuchte.“

Eine Leiche könne auch nach langer Zeit noch gefunden werden. „Es kommt ja immer wieder vor, dass getötete Menschen gut versteckt wurden, dass jemand sie vergraben hat“, sagte er. „Sehen Sie sich den Fall Peggy an, die nach 15 Jahren im Jahr 2016 zufällig in einem Wald gefunden wurde.“

So könne es auch noch in Jahren sein, dass Rebeccas Schicksal geklärt wird. „Wie weit dann noch Spuren verwertbar sind, hängt vom Zeitpunkt des Auffindens ab. Aber auch, wie der Vermisste bekleidet war und in welcher Umgebung die Leiche lag und in welchem Zustand sie ist“, betonte Petermann.

Rechtsmediziner, Kriminaltechniker und DNA-Experten könnten manchmal noch erstaunlich gute Ergebnisse erzielen.

9.42 Uhr: Nach dem Forensiker Mark Benecke spricht ein weiterer Experte über den komplexen Fall der verschwundenen Rebecca Reusch. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagt der Profiler und frühere Bremer Mordermittler Axel Petermann, dass er die Polizei weiter vor einer überaus schwierigen Aufgabe sieht. „So vielen Hinweisen nachzugehen, ist natürlich eine Riesenarbeit. Besonders für diejenigen, die sich beim Überprüfen der Spuren im wahrsten Sinne die Hacken ablaufen“, sagte Petermann.

„Jede einzelne Spur sollte überprüft werden. Mit jedem Hinweisgeber sollte Kontakt aufgenommen werden, möglichst persönlich und nicht nur am Telefon. Man muss alles schriftlich festhalten, es gibt Spurenakten und Vergleiche mit anderen Hinweisgebern.“ Bisher erhielt die Polizei 1500 Hinweise zu dem am 18. Februar verschwundenen 15-jährigen Mädchen.

Petermann (66), der selber einmal eine Mordkommission leitete und heute als Autor und „Tatort“-Berater arbeitet, betonte: „Das ist nur zu schaffen mit sehr viel Personal. Wenn da nur eine Mordkommission dran ist mit etwa zehn Leuten, ist das schwierig. Das wird lange dauern, bis man alle Hinweise abgearbeitet hat.“

8.45 Uhr:

Der Stand am frühen Morgen:

  • Bis Freitagabend wurde die Leiche der vermissten Schülerin Rebecca Reusch (15) aus Berlin immer noch nicht gefunden.
  • Ihr Schwager Florian R. sitzt weiter in U-Haft. Er ist der Hauptverdächtige in dem Vermisstenfall.
  • Die Polizei glaubt, dass er etwas mit dem Verschwinden von Rebecca zu tun hat.
  • Die Ermittler glauben weiterhin, dass die 15-Jährige tot ist.

Was vor dem 15. März passierte, kannst du hier nachlesen.

(ms/bs/ak/pen/mj/cs/mb/lin/db/ses/dpa)

 
 

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