Rätselhaftes Delfinsterben vor iranischer Küste

Foto: AFP

Teheran. Seit Ende September wurden vor der südiranischen Küste 152 Kadaver angeschwemmt. Das rätselhafte Delfinsterben geht nach Einschätzungen von Umweltschützern vermutlich auf den Einsatz von Fischereinetzen im Persischen Golf zurück.

Die Säugetiere seien höchstwahrscheinlich ertrunken, nachdem sie in Schleppnetze sowie Fangnetze am Meeresboden geraten seien, sagte Mohammed Baker Nabawi, zuständiger Meeresbiologe der iranischen Umweltschutzbehörde. Darauf deuteten die Prellungen und Schnittwunden bei den untersuchten Delfinkadavern hin. Seit Ende September wurden in der Nähe der Hafenstadt Dschask 152 verendete Delfine angeschwemmt. Delfine können zwar lange unter Wasser bleiben, müssen aber als Säugetiere regelmäßig über dem Wasser Luft holen.

Iranische Medien hatten in letzter Zeit immer wieder von einem «kollektiven Selbstmord» der Meeressäuger berichtet. Nabawi sagte, das Rätsel des Delfinsterbens sei aber noch nicht abschließend gelöst. Ein speziell eingerichteter Untersuchungsausschuss solle die Gründe endgültig klären. Mit ersten Ergebnissen rechnete er in den kommenden zwei Wochen. (afp)

 
 

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