Prost! Studie besagt: Bier betäubt besser als Schmerzmittel

Bier schmeckt nicht nur gut – es kann offenbar auch Schmerzen lindern.
Bier schmeckt nicht nur gut – es kann offenbar auch Schmerzen lindern.
Foto: Julian Stratenschulte / dpa
  • Forscher fanden heraus, dass Alkohol Schmerzen besser stillt als zahlreiche Schmerzmittel
  • So ist die Wirkung laut Studie stärker als die von Paracetamol
  • Vielleicht könnten wegen der Studie bald neue Medikamente entstehen

Berlin.  Ein kräftiger Schluck erleichtert den Schmerz. Was du vermutlich schon aus der alltäglichen Praxis kennst, wurde nun wissenschaftlich bewiesen: Bier oder vergleichbare alkoholische Getränke betäuben Schmerzen – und das sogar besser als viele Schmerzmittel!

Forscher der Greenwich Universität haben offenbar wissenschaftliche Beweise dafür gefunden, dass Alkohol ein effektives Schmerzmittel ist. Die Ergebnisse ihrer Studie wurden im „Journal of Pain“ veröffentlicht. Trevor Thompson, einer der Autoren der Studie, sagt dem Online-Portal „Tucson News Now“ über den Schmerzstiller Alkohol: „Es kann mit Opiaten wie Codein verglichen werden und die Effekte sind stärker als Paracetamol“.

Drei Gläser Bier reduzieren Schmerz um 25 Prozent

Um die betäubende Wirkung des Alkohols nachzuweisen, hat Thompson gemeinsam mit seinen Kollegen 18 unterschiedliche Experimente mit insgesamt 404 Probanden durchgeführt. Dabei fanden sie unter anderem heraus, dass drei Gläser den Schmerz bereits um 25 Prozent reduzieren können. Zudem wird die Schmerztoleranz leicht erhöht.

Trotz der guten Nachrichten solltest du nun aber nicht jeden Tag zur Flasche greifen. Denn ein ungehemmter Alkoholkonsum ist gesundheitsschädlich und macht abhängig. Auch Forscher Thompson erklärt, dass die effektiv schmerzstillende Menge Alkohol die für den Körper unbedenkliche Tagesdosis übersteige.

Forscher wollen offenbar neue Medikamente entwickeln

„Wenn wir ein Medikament ohne schädliche Nebenwirkungen machen können, dann könnten wir etwas haben, was potenziell besser ist als das, was im Moment auf dem Markt ist“, sagt Thompson. Vielleicht gelingt es den Forschern ja, aus Alkohol ein schmerzstillendes Medikament ohne unerwünschte Nebenwirkungen zu destillieren. Na dann: Prost! (leve)