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„Tatort“ München drehte im Kloster: Heute lebt hier keiner mehr

Am Samstag zeigte die ARD einen älteren „Tatort“ aus München. Gedreht wurde in einem Kloster. Doch warum lebt hier heute niemand mehr?

Tatort Wunder gibt
© BR/Roxy Film GmbH/Hendrik Heiden

Tatort: Das sind die bekanntesten Ermittler-Teams

Die Krimiserie „Tatort“ begeistert schon seit Jahrzehnten die deutschen TV-Zuschauer. Sonntags um 20.15 Uhr lösen unterschiedliche Kommissaren-Teams Mordfälle in der ARD. Aktuell ermitteln 22 Ermittler-Teams in 20 deutschen Städten, sowie in Wien und Zürich. Wir stellen euch die bekanntesten aktuellen Besetzungen vor.

Es war zwar eine Wiederholung, dafür aber eine spannende: Am Sonntagabend (2. Juni 2024) zeigte die ARD im Rahmen der „Tatort“-Sommerpause den Fall „Wunder gibt es immer wieder“ aus München. Gedreht wurde jedoch nicht nur in der bayrischen Landeshauptstadt, sondern auch im idyllischen Kloster Reisach, rund 90 Kilometer von der Metropole entfernt.

Während im Film jedoch noch Nonnen anzutreffen sind, ist das Kloster Reisach eigentlich schon längst geschlossen (Der „Tatort“ wurde im Juli 2021 gedreht). Heute lebt hier niemand mehr. Bereits 2019 mussten nach Informationen des Bayerischen Rundfunks die letzten Mönche das Gelände verlassen.

„Tatort“ wurde in verlassenem Kloster gedreht

300 Jahre lang lebten hier Mönche, doch den Karmeliten mangelt es an Nachwuchs und so entschieden die Ordensbrüder aus Polen, sich aus dem Kloster zurückzuziehen. Seitdem steht es leer und es scheint auch seit 2019 nur wenig Fortschritt gegeben zu haben. Auf der Online-Präsenz des Klosters heißt es: „Nach fast 290 Jahren sind die Patres der Karmeliten aus dem Kloster Reisach (gelegen an der Autobahn zwischen Rosenheim und Kufstein) abgezogen und ein Wahrzeichen unserer Region steht leer. Die Klosterkirche ist wegen Einsturzgefahr gesperrt, das westliche Gebäude müsste dringend generalsaniert werden.“

Kloster Reisach
Das Kloster Reisach unweit von München. Foto: IMAGO/Panthermedia

Und: „Die Verantwortlichen von Politik und Kirche haben das Kloster Reisach verkommen lassen.“ Eine Einschätzung, die sich auch aus den Rezensionen bei Google ergibt. „Das Kloster verfällt leider immer mehr, seitdem der Orden dies verlassen hat – schade, da das Gebäude an sich schon erhaltenswert wäre und vermutlich auch unter Denkmalschutz steht“, heißt es da beispielsweise. Oder: „Sieht immer noch zu aus. Schade.“

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Und so bleibt nur zu hoffen, dass die Verantwortlichen aus Politik und Kirche rasch zu einem Konsens kommen, sodass das wunderschöne Gebäude bald wieder in altem Glanz erstrahle. Und das Interesse der Menschen scheint da. Gab es doch im März diesen Jahres einen Oster- und Kunsthandwerksmarkt auf dem Gelände.