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Bürgergeld: Familie gibt die Hälfte des Geldes für Zigaretten aus – Konsum der Teenager-Tochter ist erschreckend

Eine Bürgergeld-Familie aus Wuppertal sorgt sich um den Zigaretten-Konsum der 16-jährigen Tochter. Mutter Carina ist überfordert.

© RTLZWEI, Good Times Fernsehprodu

Das ist das Bürgergeld und so viel steht jedem zu

Das Bürgergeld ersetzt in Januar 2023 das bisherige "Hartz IV"-System in Deutschland. Wir verraten dir alles, was du über das Bürgergeld wissen musst.

Carina K. lebt mit ihren beiden Töchtern und ihrem Partner in einer kleinen Wohnung in Wuppertal. Die Familie lebt von Bürgergeld (ehemals Hartz IV), obwohl der Vater als Lagerist arbeitet. Im Monat hat die vierköpfige Familie nur 469 Euro über – der Tabak-Konsum frisst fast die Hälfte der Einnahmen.

Doch nicht nur die Eltern hängen an der Fluppe, auch die 16-jährige Tochter Gina ist bereits massiv süchtig. Mama Carina akzeptiert den Zigarettenkonsum der Teenagerin nicht nur, sie finanziert ihn sogar. Die Bürgergeld-Familie hat einen Deal ausgemacht.

Bürgergeld: Mutter weiß nicht weiter

Eltern haben eine Vorbildfunktion, das ist auch der 39-jährigen Mutter bewusst. Doch bei ihren beiden Töchtern kann sie sich einfach nicht durchsetzen, wie sie in der in der RTL2-Doku „Armes Deutschland – Deine Kinder“ erklärt. Schayennes Zimmer versinkt im Chaos, der 11-Jährigen gefällt es so: „Ich mag das und Aufräumen ist mir zu anstrengend.“

Noch schlimmer kommt die Nachlässigkeit der Mutter jedoch bei Tochter Gina durch. „Inoffiziell rauche ich seit zwei Jahren, und seitdem ich 15 bin, haben es mir auch meine Eltern erlaubt“, erklärt die Teenagerin. Dass ihre 16-jährige Tochter raucht, gefällt auch der Bürgergeld-Empfängerin nicht, doch sie kenne es selber nicht anders. „Dass Gina raucht, war am Anfang komisch. Ich habe auch so jung angefangen. Jetzt kann man es leider nicht mehr ändern. Ich habe gesagt, dass sie aufhören soll“, verteidigt sie sich.

16-Jährige raucht ganze Schachtel am Tag

Verbieten wollen die Eltern es nicht, da sie Angst haben, dass Gina sonst Zigaretten-Stummel auf der Straße aufhebt und raucht. Stattdessen haben sie einen Deal ausgemacht. „Anfangs war die Vereinbarung, dass sie fünf Zigaretten am Tag bekommt.“ Inzwischen rauche die Teenagerin jedoch schon eine ganze Schachtel sprich 20 Zigaretten am Tag. Sorgen um ihre Gesundheit macht sich Gina keine. „Ich werde nicht aufhören zu rauchen, ist mir egal, was man mir sagt“, macht sie deutlich. Insgesamt gebe die Familie für Kippen etwa 200 Euro im Monat aus – also fast die Hälfte des zur Verfügung stehenden Geldes.



Ihrer Mutter gibt sie an ihrem bedenklichen Tabak-Konsum aber keine Schuld. Ihre Gedanken drehen sich um ein ganz anderes Thema. „Mama versucht alles, um uns glücklich zu machen, nur bei unserem Problem kann sie mir nicht helfen. Ich hätte gerne Markenklamotten.“ Mitansehen zu müssen, dass sich andere Kinder in ihrem Alter teure Kleidung leisten können, ist für sie schwer zu ertragen. Sie wünscht sich, irgendwann nicht mehr am Existenzminimum zu leben.  

Die ganze Folge „Armes Deutschland – Deine Kinder“ kannst du aktuell noch in der Mediathek bei RTL+ sehen. Zur Info: Bei dem Format handelt es sich grundsätzlich um Einzelfälle, nicht jeder Protagonist ist arbeitslos und nicht jeder Bürgergeld-Empfänger hat freiwillig keinen Job.