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„Bares für Rares“: Susanne Steiger kauft 16.000 Euro-Skulptur – plötzlich schaltet sich Künstlerin ein

„Bares für Rares“: Susanne Steiger legte 16.000 Euro für das Werk einer renommierten Künstlerin hin. Die will die Skulptur jetzt zurück.

© ZDF

Bares für Rares: Das sind die Händler

Zoff um einen echten „Bares für Rares“-Schatz! Bereits im September ging in der „Bares für Rares XXL“-Sondersendung ein extrem wertvolles Kunstwerk über den Tisch.

„Bares für Rares“-Händlerin Susanne Steiger sicherte sich eine Skulptur, die laut Expertenschätzung um die 30.000 Euro wert war, für schlappe 16.000 Euro. So weit, so normal im „Bares für Rares“-Kosmos. Doch Wochen später schaltet sich die Künstlerin des Werkes ein, fordert dieses zurück.

„Bares für Rares“: Werk von weltbekannter Künstlerin zum Verkauf

Aber von vorne: Im September war Krankenpfleger Jörg Friedrich bei „Bares für Rares XXL“ zu Gast, brachte einen sogenannten „Weltempfänger“ mit zu Moderator Horst Lichter und Experte Detlev Kümmel. Der „Betonklotz mit zwei Antennen“, wie Lichter das Objekt nannte, war wertvoller, als er auf den ersten Blick aussah.

Er stammt von der Künstlerin Isa Genzken, Meisterschülerin und Ex-Ehefrau des weltbekannten Malers Gerhard Richter und selbst international renommiert. Dementsprechend viel wollte Friedrich für das Werk haben: 30.000 Euro. Experte Kümmel bestätigte die Forderung, schätzte den „Weltempfänger“ sogar auf bis zu 35.000 Euro.

Im Händlerraum bekam der Krankenpfleger aber nicht ganz so viel für das „Dankeschön einer sehr guten Freundin“, wie Jörg Friedrich seinen Besitze des Werkes erklärte. Susanne Steiger ließ sich die Skulptur aber immerhin 16.000 Euro kosten und alle waren zufrieden. Alle bis auf die Künstlerin Isa Genzken selbst.

„Bares für Rares“: Auktion sorgt für Rechtsstreit

Die wurde nämlich erst nach der Ausstrahlung der „Bares für Rares“-Sendung darauf aufmerksam, dass sich der „Weltempfänger“ bei Krankenpfleger Jörg Friedrich befunden hatte. Laut „Spiegel“ sei Genzken zum Zeitpunkt der Schenkung geschäftsunfähig gewesen, hatte bis 2016 immer wieder unter Depressionen gelitten und auch Zeit in der Psychiatrie verbracht. Wie Jörg Friedrich selbst bei „Bares für Rares“ erklärt hatte, hatte er das Geschenk 2011 von Genzken erhalten, denn: „Ihr ging’s zu dem Zeitpunkt nicht gut, sie brauchte jemandem zum Reden.“


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Daran erinnerten sich aber weder Isa Genzken noch ihr rechtlicher Betreuer dieser Zeit. Deshalb forderte die Künstlerin ihr Werk nach TV-Ausstrahlung zurück, stellte im November 2023 einen Antrag auf einstweilige Verfügung für den „Weltempfänger“. Ein Zivilrichter am Landgericht Bonn wies diesen allerdings zurück – Krankenpfleger Jörg Friedrich habe sich das Werk zumindest rechtmäßig ersessen: Er habe das Geschenk gutgläubig in Besitz genommen und behalten, in den zehn Jahren erreichte ihn nie der Wunsch von Genzken, ihr das Objekt zurück zu geben.

Die Künstlerin gibt sich deshalb geschlagen, der „Bares für Rares“-Deal bleibt bestehen. Wie der „Spiegel“ berichtet, plane man laut des rechtlichen Betreuers von Isa Genzken nicht, gegen die Entscheidung des Landgerichts Bonn vorzugehen.