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„Bares für Rares“: Waldi kauft Beuys-Werk – Stunden später geht der Preis durch die Decke

Eine Unterschrift des Künstlers Joseph Beuys sorgt bei „Bares für Rares“ für Wirbel. Doch es sollte noch besser werden.

Waldi
u00a9 Screenshot ZDF

Das ist Bares für Rares

Sie ist eine der beliebtesten Nachmittagsshows im deutschen Fernsehen: Die ZDF-Sendung "Bares für Rares".

Ob Fettecke, Filanzug oder Badewanne – die Kunstwerke des Krefelder Künstlers Joseph Beuys sind legendär. Und dazu noch extrem begehrt, gehen die Werke des 1986 in Düsseldorf verstorbenen Kunstschaffenden noch für Hunderttausende weg. Wenn man diese Preise zugrunde liegt, war das Stück Kuchen, das „Bares für Rares“-Händler Waldi in der ZDF-Show erstehen konnte, ein regelrechtes Schnäppchen.

Doch beginnen wir von vorne. So hatte ein junger Mann ein altes Stück Kuchen auf einem Pappteller zu „Bares für Rares“ gebracht. Das Besondere: Joseph Beuys selbst hatte auf dem Papierteller unterschrieben. Wichtig also: Es war kein eigenes Werk von Beuys, sondern lediglich ein Stück Kuchen auf einem Pappteller, das der Rheinländer signiert hatte.

Unterschrift von Beuys bei „Bares für Rares“

Doch allein die Signatur machte die merkwürdige Kombination aus Kuchen, Teller und einer Einladungskarte, die ebenfalls dabei war, extrem selten und wertvoll. Und so war es wenig überraschend, dass ZDF-Händler Waldi Interesse an dem Verkaufsobjekt hatte. Jenes Interesse war gar so groß, dass er stattliche 800 Euro bezahlte. Dafür kann man zwar so einige Kuchen backen, für einen Beuys jedoch war das ein extrem fairer Preis.

Beuys
Der von Beuys signierte Kuchen. Foto: Screenshot ZDF

Allerdings wollte ihn Waldi so nicht belassen. Eine neue Vitrine sollte her. Und die bastelte das Multitalent natürlich in Eigenregie. Da wurde gehämmert, gebohrt, lackiert und geklebt. Und so schaffte es das „Bares für Rares“-Urgestein innerhalb weniger Stunden eine völlig neue, aber dafür extra auf das Kunstwerk zugeschneiderte Hülle zu bauen. Sogar beleuchtet war die Vitrine, die das alte, und doch schon recht vertrocknet aussehende Stück Kuchen in frischem Glanz erstrahlen ließ.



Und damit auch eine enorme Preissteigerung rechtfertigte, wie Waldi schlussendlich vorrechnete: „Eingekauft habe ich den Teller für 800 Euro. 500 Euro hat mich das Material gekostet, 300 denke ich mal, ist mein Lohn auf jeden Fall wert, und jetzt darf der 2.500 kosten. Weil jetzt ist das ein Hingucker im Wohnzimmer, auch wenn es ein ranziger Kuchen ist.