Weltklasse-Bergsteiger verunglückt: Tod der drei Profi-Kletterer ist wahrscheinlich

Der Schein trügt: der Howse Pak in den kanadischen Rocky Mountains gitl als sehr schwer, auch für Kletterstar David Lama.
Der Schein trügt: der Howse Pak in den kanadischen Rocky Mountains gitl als sehr schwer, auch für Kletterstar David Lama.
Foto: imago
  • Kletterstar David Lama wird vermisst
  • Sind Lama und seine Freunde von einer Lawine verschüttet worden?
  • Sie waren auf einem Kletterausflug in den kanadischen Rocky Mountains unterwegs

Es sollte eigentlich eine Tour mit Freunden, frischer Luft und den kanadischen Rocky Mountains werden, doch die wurde für den österreichischen Kletter-Star David Lama zum Albtraum. Er sowie seine Freunde Hansjörg Auer und Jess Roskelley sollen von einer Lawine verschüttet worden sein.

Kletter-Star David Lama vermisst: Route gilt als sehr riskant

Die drei Kletterstars zählen zu den besten Freikletterern auf der Welt. Sie waren gemeinsam in den kanadischen Rocky Mountains unterwegs, zu einer Tour zum Howse Peak am Mount Andromeda. Die Route gilt unter den Profis als sehr schwierig. Der Vater von Jess Roskelley erzählt der amerikanischen Zeitung „Spokesman Review“: „Die Route, die er gehen wollte, wurde zum ersten Mal im Jahr 2000 bewältigt. Es ist eine dieser Routen, bei der die Bedingungen perfekt sein müssen, sonst wird es zum Albtraum. Genau das ist passiert.“

Die drei Weltklasse-Kletterer David Lama (28), Hansjörg Auer (35) und Jess Roskelley (36) sind allem Anschein nach bei einem Lawinenunglück in den kanadischen Rocky Mountains gestorben. Die Behörden in Kanada gehen nicht davon aus, dass die beiden Österreicher und der US-Amerikaner noch lebend gefunden werden können. „Angesichts der Erkundungen vor Ort muss man davon ausgehen, dass alle drei Mitglieder der Gruppe tot sind“, erklärte die Nationalparkverwaltung am Donnerstag.

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Wurden die drei Kletterer von einer Lawine erwischt?

Roskelley hatte zwei Tage nichts von seinem Sohn gehört, obwohl der sich melden wollte. Dann rief er im Nationalpark an und die Rettungskräfte suchten sofort den Bereich um den Mount Andromeda mit Hubschraubern ab.

Auf dem Boden nahe des Weges sahen sie dann Kletterausrüstungen und etwas, das nach einem leblosen Körper aussah. Die Parkaufsicht sei sich mittlerweile sicher, dass die drei Profikletterer von einer Lawine erfasst wurden. Sie können leider nicht weiter auf der Route suchen, da immer noch Lawinengefahr besteht. Weitere Rettungsmaßnahmen seien zudem wegen der schwierigen Wetterverhältnisse und erhöhter Lawinengefahr derzeit nicht möglich.

Lamas Manager haben die Katastrophe bisher weder bestätigt noch dementiert

Lamas Manager Florian Klingler hatte am Donnerstagnachmittag erste Medienberichte über ein mögliches Lawinenunglück weder bestätigt noch dementiert. Er habe jedoch von Bekannten Lamas entsprechende Befürchtungen gehört, sagte Klingler der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Vor allem der Tiroler David Lama galt in der Kletterszene als Ausnahmetalent. Lama wurde zweimal Jugend-Weltmeister und gewann mit 16 bereits Vorstieg- und Boulder-Weltcups. 2009 sicherte er sich WM-Bronze im Vorstieg. Danach widmete er sich komplizierten Besteigungen verschiedenster Berge. Im Oktober 2018 gelang ihm die Erstbesteigung des etwa 6900 Meter hohen Lunag Ri in Nepal über den Westpfeiler.

Hansjörg Auer machte vor allem auf sich aufmerksam, weil er komplizierte Routen ohne jede Sicherung kletterte. Auch ihm gelangen zudem einige Erstbegehungen. Auch hatte er mit seinem Vater als jüngster Kletterer der Welt den Mount Everest bestiegen. (el)

 
 

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