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Nebraska setzt erstmals Fentanyl bei Hinrichtung ein

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ARCHIV - Eine Hinrichtungszelle, aufgenommen in Huntsville, Texas, (USA) im Jahre 2000. Hier wurden in Texas zum Tode verurteilte Häftlinge mit Injektionen hingerichtet. (zu dpa "Streit um Todesspritze mit Opioid-Mix" vom 16.01.2018) Foto: Paul_Buck/EPA/dpa [ Rechtehinweis: (c) dpa ] Foto: picture alliance / Paul_Buck/EPA
Tausende Drogenkranke in den USA sterben durch Fentanyl-Überdosen. Jetzt wurde das Opioid erstmals bei einer Hinrichtung eingesetzt.

Omaha. 

Im US-Bundesstaat Nebraska ist am Dienstag erstmals in den USA ein Häftling mit einem Giftcocktail hingerichtet worden, der auch das Schmerzmittel Fentanyl enthält. Es war die erste Vollstreckung eines Todesurteil in dem Bundesstaat seit 1997.

Die Todesspritze mit einem Cocktail aus insgesamt vier Substanzen hat nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft in Omaha ein 60 Jahre alter Mann erhalten. Er war 1980 wegen zweifachen Mordes verurteilt worden und saß 38 Jahre lang in Haft.

Tausende Drogenkranke sterben durch Fentanyl-Überdosis

Das Opioid Fentanyl ist in den USA berüchtigt, weil es als Schmerzmittel zur Sucht führen kann. Die Abhängigkeit von verschreibungspflichtigen Opioiden ist ein riesiges gesellschaftliches Problem in den USA. Allein auf den Missbrauch von Fentanyl werden Tausende Drogentote zurückgeführt.

Nach Angaben des US-Informationszentrums zur Todesstrafe war es die 16. Hinrichtung in den Vereinigten Staaten seit Jahresbeginn. Alle Todesurteile wurden mit der Giftspritze vollstreckt. (dpa)