MDR blamiert sich im Netz – wegen Bericht über das angeblich neue Phänomen „Graffiti“

Hast du sowas schon gesehen? Wahrscheinlich. Dieser Zug in Leipzig wurde Opfer der Graffiti-Sprüher (Symbolbild).
Hast du sowas schon gesehen? Wahrscheinlich. Dieser Zug in Leipzig wurde Opfer der Graffiti-Sprüher (Symbolbild).
Foto: Robert Herhold / Getty Images
  • Der MDR hat in einem Bericht Ungeheuerliches enthüllt
  • Es gibt Leute, die sprühen Graffitis auf Züge!
  • Nichts Neues für dich? Dann geht es dir so wie den Usern, die sich auf Facebook über den Bericht lustig machen

Berlin.  Schon in der Anmoderation des Beitrags steigt die Spannung: „Was wir Ihnen jetzt zeigen, haben Sie vermutlich noch nicht gesehen!“ Ist es der Beweis für außerirdisches Leben? Oder etwa der erste geklonte Mensch? Nicht doch. Was das MDR-Magazin „Umschau“ in seinem auf Facebook geteilten Beitrag skandalisiert, kennt wohl inzwischen jeder: Es geht um das Sprühen von Graffitis auf Zügen.

„Achso!“ – wirst du dir jetzt mit einer abfälligen Handbewegung denken. Doch du weißt vermutlich noch nicht, was der MDR während seiner Recherche Haarsträubendes herausgefunden hat: „Die Graffiti-Sprayer werden immer dreister. Sie sind auf Bahnsteigen aktiv, um Züge zu beschmieren.“ Und sie richten mit ihren Graffitis Sachschäden in Millionenhöhen an.

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Bericht ging mit 270.000 Aufrufen viral

Wenn du dich jetzt fragst, was hier die Neuigkeit sein soll, dann geht es dir so wie den meisten Kommentatoren des Beitrags auf Facebook. Er ging mit über 270.000 Aufrufen viral. Die User zeigen sich sehr amüsiert.

„Graffiti auf Zügen, der neue Trend – Oh, Moment, die 70er haben gerade angerufen, sie möchten ihren Beitrag zurück“, schreibt einer unter ihnen. Andere kritisieren, dass provokante Street Art nur als Sachbeschädigung dargestellt wird, wobei der künstlerische Aspekt eben auch ein Teil der Sprayer-Szene ist.

„Es gibt Graffitis, die sehen echt gut aus“

„Bitte schimpft mich nicht aus. Aber es gibt Graffitis, die sehen echt gut aus“, schreibt eine Userin. Und fordert, man solle Graffiti-Künstlern mehr offizielle Aufträge erteilen, damit sie ihre Werke legal sprühen können. Ob die Sprayer-Rebellen darauf Lust haben, bleibt fraglich. Wahrscheinlich finden sie es lustiger, sich bei einem Bier den Bericht anzuschauen und sich darüber totzulachen. (leve)

 
 

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