Maischberger tischt die „dicksten Diätlügen“ auf

Sie mimte bei Maischberger die ehemalige Dicke - und machte tüchtig Reklame für Weight Watchers: Schauspielerin Christine Neubauer. Foto:dapd
Sie mimte bei Maischberger die ehemalige Dicke - und machte tüchtig Reklame für Weight Watchers: Schauspielerin Christine Neubauer. Foto:dapd
Gute Fette, böse Fette, Jojo-Effekte und quälender Hunger – wer dünn sein will, muss auch tapfer sein und geduldig. „Die dicksten Diätlügen: Was macht wirklich dünn?“ – eine Frage, die sich viele stellen und der Sandra Maischberger nachgegangen ist. Christine Neubauer bekam besonders viel Raum.

Essen.. Es gibt zwei Themen, die immer ziehen: Das eine ist das Wetter, das andere das Essen. Weil Sandra Maischberger sich am Dienstagabend im Ersten fürs Essen entscheidet, ist die Gunst des Publikums vorhersehbar. Es treten an: Füllige Frauen, ehemals füllige Frauen und ein Hungerhaken auf Beinen. Und das ist der Knackpunkt: Die einen erzählen, warum sie gerne etwas mehr wiegen, die andere argumentiert, weshalb sie sich nur in Kleidergröße 32 wohl fühlt und 36 für unerträglich fett hält. Was fehlt, ist der Durchschnitt. Warum kommt kein Normal-Esser zu Wort? Die dürfte es doch auch noch geben. Selbst wenn man, zugegeben, in der heutigen Zeit der Figur-Extreme etwas länger danach suchen muss.

Bühne frei für Christine Neubauer. Die Sendung kommt schwer in Gang. Das liegt daran, dass die komplette erste Viertelstunde nur dieser einen Frau gehört. Eigentlich hatte die Schauspielerin ja angekündigt, sich eine Zeit lang mal nicht mehr so hartnäckig in der Öffentlichkeit zu zeigen (Stichwort: Abnutzungseffekt), doch wenn Frau Maischberger so nett fragt, macht sie eine Ausnahme. Vor allem, wenn es um ihr Lieblingsthema geht. Neubauer nimmt die Präsentationsfläche also gerne an. Auch, um tüchtig Reklame für Weight Watchers zu machen.

Neubauer: „Ich war essgestört“

Sie war süchtig, gierig nach Diäten. Für die Schauspielerin Neubauer, die sich selbst gerne als Vollweib bezeichnet, gab es seit der Jugend diese eine bestimmende Angelegenheit. „Ich war essgestört“, gibt die 49-Jährige heute zu. Sie wollte dünner sein, immer weniger wiegen. Obwohl sie gar nicht dick war. Ja, sie hat Kleidergröße 42 getragen. Weit weg vom Fettsein, aber nicht nah genug dran am Schönheitsideal. Sie hat ihr Ziel erreicht und auf dem Weg dorthin viel Sport gemacht. Täglich und mit einem Personal Trainer. Wer sich’s leisten kann...

Werbung machen sie in dieser Runde fast alle. Neubauer und Mediziner Wolf Funfack für ihre bevorzugten Diät-Programme, Susanne Schmidt, die 50 Kilo abgespeckt hat, für ihre selbstgeschriebenen Kochbücher, die Walküre-artige Marianne Gruber für ihre Bauchtanz-Nummern – und die spindeldürre Düsseldorferin Nina Kristin für ihre gemachten Brüste. Ausgesprochen frisch und aufrichtig kommt einzig der Auftritt von Ernährungswissenschaftler Uwe Knop rüber: „Diäten machen dick und krank“, sagt er und erntet böse Blicke. Er dürfte an diesem Abend einige Hoffnungen zerstört haben, denn er hat viele Argumente für seine These. Mehr als alle anderen aus der Sitzgruppe.

 
 

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