Mann streamt live bei Facebook – Momente später sind er und neun andere tot

Der Unfallfahrer soll gefilmt haben: Bei diesem Unfall in Ungarn sind neun Menschen gestorben.
Der Unfallfahrer soll gefilmt haben: Bei diesem Unfall in Ungarn sind neun Menschen gestorben.
Foto: Országos Rendőr-főkapitányság/police.hu – Quelle: https://www.express.de/30508050 ©2018
  • In Ungarn ist es zu einem schweren Unfall mit neun Toten gekommen
  • Der Unfallverursacher soll die Momente vor dem Crash live auf Facebook gestreamt haben
  • Die ungarische Polizei reagiert mit einer Online-Petition

Budapest/Bukarest.  Er sitzt am Steuer eines Kleinbusses, mit seinem Handy in der Hand streamt er live auf Facebook seine Fahrt auf einer Landstraße bei Budapest. Kurz bevor der Wagen mit einem entgegenkommenden LKW zusammenzuprallen droht, stoppt das Video.

Neun Rumänen sind bei einem Unfall in Ungarn ums Leben gekommen, als ihr Kleinbus auf einer Landstraße bei Budapest frontal mit einem entgegenkommenden Lastwagen zusammenstieß.

Video und Unfall sollen zusammenhängen

Dieses Video zeigt die Aufnahmen des Horror-Crashs

Rumänischen Medienberichten vom Mittwoch zufolge dürfte der Unfall mit dem eingangs geschilderten Handeln des Fahrers eines Kleinbusses während eines Überholmanövers zusammenhängen. Eine Bestätigung für diese Unfallursache seitens der ungarischen Polizei gab es zunächst nicht.

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Zu dem Zusammenstoß war es bereits am Dienstagabend gekommen. In dem Kleinbus saßen acht Passagiere aus Rumänen und der Fahrer. Sie waren landwirtschaftliche Saisonarbeiter auf dem Rückweg aus Slowenien Richtung Heimat.

Polizei startet Online-Petition

Der „Express“ berichtet über eine Online-Petition, die die ungarische Polizei mittlerweile gestartet habe. „Stoppt Live-Facebook-Übertragungen während der Fahrt“, heißt die Petition, die derartige Tragödien zukünftig verhindern soll.

„Je mehr Menschen so ein Video melden, desto größer die Chancen, dass dieses tödliche Phänomen wieder endet”, heißt es in der Mitteilung. Jeder, der derartige Live-Aufnahmen bemerkt, solle sie der Polizei melden. (dpa/alka)

 
 

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