Kai Wiesinger geht für RTL auf Schatzsuche durch Deutschland

Eik (Kai Wiesinger) in der Sandkirche in Sankt Peter Ording.
Eik (Kai Wiesinger) in der Sandkirche in Sankt Peter Ording.
Foto: RTL / Wolfgang Ennenbach
RTL bittet wieder zur Schatzsuche. Diesmal ist Kai Wiesinger unterwegs, um „Das Bernsteinzimmer“ zu finden. Gedreht wurde der Fünf-Millionen-Streifen von Florian Baxmeyer. Er hat Sonntag ein Luxusproblem. Ob es einen vierten Teil der Schatzsucher gibt, ist noch offen.

Hamburg.. Das Gold der Nibelungen? Abgehakt. Die Heilige Lanze? Längst gefunden. Jetzt läutet RTL „Die Jagd nach dem Bernsteinzimmer“ (Sonntag, 20.15 Uhr) ein und setzt dabei auf bewährte Kräfte. Den Archäologen Eik (Kai Wiesinger), seine Frau Katharina (Bettina Zimmermann) und den Museumsrestaurator Justus (Fabian Busch). Und die bringen eine Variante über den Verbleib des Zimmers ins Spiel, die man durchaus „gewagt“ nennen darf.

In Kurzform geht die etwa so: Kein Geringerer als das Physikgenie Albert Einstein soll den Schatz in den Wirren der letzten Kriegstage vor den Nazis versteckt haben. Denn er birgt ein Geheimnis, das sowohl zum Segen, aber auch zur Bedrohung für die gesamte Menschheit werden kann! Wir sagen jetzt nur mal das Stichwort „ewiges Leben“. Deshalb ist nicht nur seine Ur-Enkelin (Annika Blendl), sondern auch der Pharmamagnat Jan van Hassel (Clemens Schick) mitsamt seines Killers Gremme (Ralph Herforth) hinter dem Schatz her. Und als ob das nicht genug wäre, hat Eik auch noch sein Gedächtnis verloren.

Schatzsuche nach Hollywood-Machart

Die Machart der dritten Schatzjagd hat sich nicht großartig geändert. Mit flottem Tempo geht die Suche von den Dünen St. Peter Ordings über das Leipziger Völkerschlachtdenkmal und das Deutsche Museum in München bis in die Berchtesgadener Alpen. Ein Rätsel hier, eine Geheimtür dort – vieles erinnert an die großen Hollywoodvorbilder. Wenn das alles trotzdem hin und wieder noch so wirkt, wie Indiana Jones für mittlere Lohngruppen, dann weil die Wendungen der Geschichte etwas vorhersehbar sind, vor allem aber weil dem Archäologentrio jede Selbstironie abhanden geht.

Dafür ist es erstaunlich, was der Essener Regisseur Florian Baxmeyer und sein Team optisch aus dem Fünf-Millionen-Budget machen, das ihnen zu Verfügung stand. Wenn es kracht und blitzt bei der Jagd, dann bekommt Produzent Stefan Raiser, den „Sex für die Augen“, den er sich immer wünscht, weil „Wirkung wichtiger ist, als Logik“. Authentizität dagegen ist Raiser „egal“.

Aber das in den Köpfen seiner Leute zu verankern, war nicht einfach. „Ich habe lange gebraucht, um für die großen RTL-Filme eine Mannschaft zu finden, die begreift, was ich will“, gesteht Raiser. Immer alles „bigger than life“ – größer als im echten Leben, will er.

Alles pompös

Das beginnt bei eigentlich überflüssigem Licht, geht über pompöse Ausstattung und bei der pompösen Musik. Stimmt die Mischung, kennt der Produzent das Ergebnis: „Popcorn-Kino für die ganze Familie.“ Allerdings nicht für jede. „Wer Arte auf Platz eins seiner Fernbedienung hat“, bleibt Raiser realistisch, „den werden wir nicht erreichen.“

Ob es einen vierten Teil der Schatzsucher gibt, ist noch offen. Die Bundeslade wartet schon. „Hängt aber von der Quote ab“, sagt Raiser. Die beiden Vorgänger sahen über vier Millionen Zuschauer. Weniger sollten es auch beim Bernsteinzimmer nicht sein. Obwohl die Konkurrenz hart ist. Vor allem durch den zeitgleich laufenden „Tatort“ in der ARD. Den hat auch Florian Baxmeyer inszeniert. Das macht ihn am Sonntag auf jeden Fall zum Gewinner. „Na ja“, sagt der Regisseur. „Wäre nur dumm, wenn ProSieben am Ende die meisten Zuschauer hat.“

 
 

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