Hells Angels sortieren sich im Rheinland neu

Die Rockergruppe plant offenbar, eine neue Ortsgruppe in Duisburg zu gründen. „Wir haben die Szene im Auge“, versichert die Polizei. Eine Gruppe der Hells Angels in Langenfeld hat sich derweil aufgelöst, angeblich weil sie von der Dauer-Beobachtung durch die Polizei genervt gewesen war.

Langenfeld/Duisburg. Die Rockerszene bleibt in Bewegung. In Langenfeld hat sich die „Charter Midland“ genannte Ortsgruppe der Hells Angels aufgelöst. Ein Sprecher von „Hells Angels Germany“ bestätigte der NRZ, dass es vor Ort eine Versammlung gegeben habe, bei der die Mehrheit der Anwesenden für die Auflösung votiert habe.

Angeblich sollen die Mitglieder entnervt von von dauernden Beobachtungen und Sanktionen der Polizei gewesen sein. Zumindest in Langenfeld führten die Rocker aber ein vergleichsweise ruhiges Leben. Das Haus stand keineswegs unter ständiger Beobachtung der Polizei.

Hells Angels kontrollieren Bordelle in Duisburg

Die Angels waren erst vor wenigen Jahren dorthin gezogen. „Es gab nie Schwierigkeiten mit denen“, so Ulrich Löhe von der Polizei in Mettmann. Zuvor war das „Charter“ in Solingen ansässig. Es war von Ex-Mitgliedern der Düsseldorfer Ortsgruppe gegründet worden, die 2001 verboten worden war. In Medien wird nun spekuliert, dass Hells Angels aus Leverkusen das Langenfelder Clubhaus übernehmen.

Unabhängig davon gibt es aber offenbar Bestrebungen ein „Charter“ in Duisburg zu gründen. Nach NRZ-Informationen haben sich Rocker, die den Hells Angels zugerechnet werden, nach geeigneten Immobilien erkundigt. „Wir haben die Szene im Auge“, versicherte ein Polizeisprecher. In Duisburg sind Hells Angels bereits in der Rotlicht-Szene aktiv, kontrollieren Bordelle an der Vulkanstraße.

 
 

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