Ganz schön ekelig! Im Döner steckt so einiges, was da absolut nicht reingehört

Viele Imbisse verkaufen Döner, ohne über dessen Inhaltsstoffe aufzuklären.
Viele Imbisse verkaufen Döner, ohne über dessen Inhaltsstoffe aufzuklären.
Foto: imago stock&people
Viele Döner-Imbisse tricksen offenbar bei den Zutaten, zeigt ein NDR-Bericht / Gewisse Inhaltsstoffe gehören eigentlich nicht in einen echten Kalbs-Döner / Doch in den Teigtaschen landet auch anderes Fleisch

Hamburg.  Das ist ja fies! Dass in einem Döner Kebap für knapp drei Euro nicht das beste Fleisch stecken kann, kannst du dir wohl denken. Häufig erkennt man das schon mit bloßem Auge am Spieß. Was aber tatsächlich alles in die Dönerspieße gemischt wird, die eigentlich nur aus Kalbfleisch bestehen sollten, das haben jetzt Recherchen des NDR-Verbrauchermagazins „Markt“ gezeigt.

Bei Untersuchungen von Kalbs-Dönern in Hamburg kam heraus: Eigentlich dürften die Dinger gar nicht als Döner bezeichnet werden.

Unerlaubte Zusatzstoffe

Vier von fünf als „Kalbs-Döner“ verkauften Produkte enthielten neben Rind- auch Putenfleisch sowie unzulässigerweise Brät. Bei Brät handelt es sich um eine Art Hackfleisch. Und in diesem Hackfleisch sind manchmal auch zerrissene Skelettmuskulatur inklusive Gefäße, Nerven oder Fettgewebe drin.

Ganz schön unappetitlich! Und außerdem: Solche Zusätze und große Mengen an Brät sind im klassischen Döner gar nicht erlaubt. Ein Döner darf nur bis zu 60 Prozent Hack und Gewürze enthalten – jedoch kein Brät.

„Drehspieß“ statt „Döner“

Sonst darf er gar nicht „Döner“ heißen, sondern müsste als „Drehspieß“ verkauft werden.

Doch den von „Markt“ getesteten Betrieben sind solche Vorschriften offenbar egal. Vieles deutet darauf hin, dass die Betreiber vorsätzlich handeln.

Betriebe beachten die Vorschriften nicht

Nach „Markt“-Recherchen sind Spieße bei Lieferung an die Imbisse zwar als „Drehspieß“ gekennzeichnet und tragen den Hinweis, dies auch dem Endverbraucher klar kenntlich zu machen. Doch manche Betreiber ignorieren das einfach.

Im Fall einer Strafverfolgung wegen Betrugs drohen den Imbiss-Betreibern Geldstrafen sowie in besonders harten Fällen Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren.

Wer jetzt trotzdem noch Bock drauf hat: Guten Appetit beim nächsten „Drehspieß Kebab“! (JS/jkali)

 
 

EURE FAVORITEN