Eurowings und Easyjet: Diese Stellen solltest im Flugzeug nicht berühren

Unter anderem bei der Billigfluglinie Easyjet wurden krankheitserregende Keime gefunden. (Archivbild)
Unter anderem bei der Billigfluglinie Easyjet wurden krankheitserregende Keime gefunden. (Archivbild)
Foto: dpa

Für Passagiere der Billigfluglinien Easyjet und Eurowings wird es eklig: Denn in Flugzeugen beider Linien wurden krankheitserregende Keime gefunden.

Dazu untersuchte das Verbrauchermagazin „Super.Markt“ des RBB vor allem die Plätze im Flugzeug, die besonders häufig angefasst werden. Dazu zählen: Kopflehne, Klapptisch, Toilettenspülung, Türgriff, Sicherheitsblatt, Armlehne und Spülbecken.

Easyjet und Eurowings: Schleimhautkeime in den Flugzeugen

Getestet wurde in drei verschiedenen Airlines: Easyjet, Eurowings und Ryanair. Die Untersuchung im Labor brachte die erschreckende Erkenntnis: So wurden bei Eurowings auf der Armlehne und dem Sicherheitsblatt krankheitserregende Schleimhautkeime gefunden.

Bei Easyjet befanden sich die gleichen Keime auf dem Klapptisch. Zudem waren dort schwer behandelbare, multiresistente Keime auf der Toilettenspülmaschine entdeckt. Sie können Harnwegsinfektionen, Wundinfektionen und sogar Lungenentzündungen verursachen.

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Keime in Flugzeugen: Lange Reinigung zu teuer

Doch wie kommt es dazu? Ein Grund: Standzeiten kosten eine Menge Geld. Deshalb können es sich vor allem die Billigfluglinien nicht leisten, die Maschinen zwischen zwei Flügen zu lange am Flughafen stehen zu lassen. Dementsprechend wird die Zeit, in der die Flugzeuge gereinigt werden, verkürzt.

Der Flugverkehr sei zudem aus zwei weiteren Gründen besonders kritisch, wie Prof. Dr.,Mathias Pletz vom Uniklinikum Jena, der eine Studie zum Thema „Keime in Flugzeugen“ durchführte, erklärt: „Zum einen sitzt man für mehrere Stunden neben anderen, vielleicht bereits erkrankten, Reisenden, zum anderen hat man durch die Luftumwälzung im Flugzeug eine Austrocknung der Schleimhäute, was anfälliger gegenüber Infektionserregern macht.“

Auf Nachfrage des RBB wollten sich weder Easyjet noch Eurowings zu den gefundenen Keimen äußern.

Eaysjet gehört zu den größten Fluglinien und macht einen Jahresumsatz von mehr als fünf Milliarden Euro. (cs)

 
 

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