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Dieses Model ist stinksauer auf die Behörden – und lädt deshalb Beamte zur Intimrasur im Schaufenster ein

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Dec. 7, 2013 - Manila, Philippines - Miss Earth-Air 2013 Katia Wagner of Austria during the Miss Earth 2013 pageant s grand coronation night held in Alabang, Muntinlupa City, south of Manila on Saturday, 07 December 2013.....Photo: George Calvelo/NurPhoto PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAn23DEC 7 2013 Manila Philippines Miss Earth Air 2013 Katia Wagner of Austria during The Miss Earth 2013 Pageant S Grand Coronation Night Hero in Muntinlupa City South of Manila ON Saturday 07 December 2013 Photo George Calvelo NurPhoto PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY ZUMAn23 Foto: imago/ZUMA Press
  • Das Model Katia Wagner hatte in ihrem Schönheitssalon Besuch von den Behörden
  • Die forderten Arbeitsräume mit Blick ins Freie
  • Die Österreicherin reagierte mit einem wütend-witzigen Facebook-Post.

Berlin. 

Ja, ja, Behörden und Bürokratie können einem schon mal den letzten Nerv kosten. Und das Leben wird diesbezüglich bestimmt nicht sorgloser, wenn man Ladenbesitzerin ist. Aktueller Beweis: die ehemalige Miss Earth Austria Katia Wagner.

Das Model aus Österreich führt in Wien einen Schönheitssalon, in dem sie, so legt es ihr jüngster Facebook-Post nahe, Besuch vom Arbeitsinspektorat bekam. Also von der Behörde, die sich um Einhaltung der Vorschriften kümmert, die mit Arbeit zu tun haben.

Angebot: Brazilian Waxing mit Sicht ins Freie

Und die Katia Wagner offenbar ziemlich sauer gemacht hat.

Denn ihr Facebook-Post vom frühen Dienstagnachmittag hat sich gewaschen. „Sehr geehrtes Arbeitsinspektorat, vielen Dank für Ihren Besuch in unserem Salon“, schreibt die 28-Jährige zu Beginn ihres vor Ironie triefenden Beitrags. Danach kommt sie schnell auf den Punkt:

„Wir erfüllen hiermit Ihre Anordnung, wonach Intim-Enthaarungen nur in Räumen mit Fenstern ins Freie durchgeführt werden dürfen. Ich meinte zwar bisher, dass bei der Intim-Enthaarung ein diskreter Behandlungsraum ohne Zuschauer im Interesse unserer Kunden sei, aber Sie wissen es offenbar besser. Ihrem Wunsch komme ich hiermit nach und biete ab heute Brazilian Waxing in der Auslage mit „Sichtkontakt ins Freie“ an, ganz wie Sie es wollten.“

Einladung an Mitglieder des Arbeitsinspektiorats

Das alles schreibt sie zu einem Foto, auf dem eine Frau zu sehen ist, die nahe am Schaufenster eines Geschäfts im Schneidersitz sitzt. Als ob es gleich losgehen könnte mit dem Intim-Waxing mit Blick ins Freie …

Wagner hat am Ende des Postings noch einen Seitenhieb parat – und lädt die Mitglieder des Arbeitsinspektorats in ihren Schönheitssalon ein:

„Die ersten 10 ArbeitsinspektorInnen, die mir beweisen, dass ich offenbar zu prüde bin, um diese Anordnung zu verstehen, und die zu einem Intim-Waxing in der Auslage bei uns heute vorbeikommen, erhalten ein Pofalten-Waxing gratis dazu! Zeigen Sie jetzt genau den Mut, den Sie beim Verfassen dieser Weisung an mich hatten, und kommen Sie uns auf ein behördenkonformes Intimwaxing mit Sicht ins Freie besuchen!

Ministeriumssprecher hält Posting für einen Mediengag

Die Wiener Behörden scheinen von dem „Dankesschreiben“ weniger angetan zu sein. Christoph Ertl, der Pressesprecher des Sozialministeriums, sagte zu „diepresse.com“, er könne verstehen, dass man sich über manche Vorschrift und Anweisung aufregen könne. In diesem Fall allerdings sei er auf der Seite der Inspektoren.

In dem kontrollierten Laden seien mehrere gravierende Mängel festgestellt worden, zum Beispiel in Sachen Notausgang, keine Be- und Entlüftungsanlage in den Arbeitsräumen – ein insgesamt „chaotisches Gesamtbild“ sei es gewesen. Für Ertl sei das Ganze ein Mediengag von Katia Wagner.

Wagner selbst sagte dem Portal, sie habe nichts zu verstecken. Und zumindest für ihren Post scheinen ihr nicht allzu viele Leute böse zu sein: Binnen fünf Stunden wurde der kleine Brief über 3400 Mal geteilt. (ba)