Die Zeugen Jehovas gingen ihm auf die Nerven – jetzt hat sich ein Unternehmer mit einem genialen Trick gerächt

Ein Mann hält die Bibel und die Zeitschrift „Erwachet“ in den Händen. Ob die Zeugen Jehovas ihr bekanntes Magazin auch bald noch so nennen dürfen, ist unklar.
Ein Mann hält die Bibel und die Zeitschrift „Erwachet“ in den Händen. Ob die Zeugen Jehovas ihr bekanntes Magazin auch bald noch so nennen dürfen, ist unklar.
Foto: imago stock&people
  • Weil ihm der Missionseifer der Zeugen Jehovas auf die Nerven ging, hat sich ein Unternehmer aus Bayern jetzt gerächt
  • Er sicherte sich die Wortmarken „Erwachet“ und „Wachtturm“
  • Die Religionsgemeinschaft nennt das „rechtswidrig“ und „böswillig“

Berlin.  Da sind die Missionare der Zeugen Jehovas an den Falschen geraten: Bei einem ihrer Hausbesuche haben Mitglieder der Glaubensgemeinschaft einen Unternehmer aus Bayern so gegen sich aufgebracht, dass er sich nun mit einem genialen Einfall gerächt hat.

Wie „Bild“ (Bezahlinhalt) berichtet, hat sich Thomas Resch (47) die Markenrechte an den Worten „Erwachet“ und „Wachtturm“ gesichert – die Namen der beiden größten Zeitschriften der Zeugen Jehovas, die beide angeblich in Millionenauflage gedruckt werden.

Resch berichtete „Bild“, dass dieser Plan in ihm reifte, nachdem ihn zwei Zeugen Jehovas an seiner Haustür verärgert hatten. „Ich bat sie freundlich zu gehen. Doch einer wurde frech, stichelte: ,Wenn ich ein Mandant von Ihnen wäre, dürften wir aber schon läuten und bleiben‘“, erzählte Resch der Zeitung.

Zeugen Jehovas sollen in Deutschland rund 200.000 Mitglieder haben

Als er entdeckte, dass die Wortmarken „Erwachet“ und „Wachtturm“ nicht geschützt sind, griff er zu. Nun warte er ab, ob ihm die Zeugen ein Angebot machen. „Bild“ gegenüber hält die Religionsgemeinschaft die Schritte des Unternehmers für „rechtswidrig“ und „böswillig“.

Die Gemeinschaft wurde 1881 in den USA von Charles Taze Russel gegründet. 1931 nahm sie den Namen Zeugen Jehovas an. Nach eigenen Angaben hat die Glaubensgemeinschaft in Deutschland rund 200.000 Mitglieder.

Die Zeugen Jehovas glauben an die endzeitliche Entscheidungsschlacht, nach der sie als einzig Überlebende weiter existieren. Wie Sekten-Info NRW erklärte, halten die Zeugen Jehovas die Gesellschaft außerhalb ihrer Gemeinschaft für satanisch beeinflusst. Der Staat sei Teil dieses satanischen Systems, weswegen die Mitglieder der Gemeinschaft Wahlen boykottieren. Ebenso lehnen sie etwa Bluttransfusionen ab. (ba)

 
 

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