Das macht Cola in nur einer Stunde mit dem Körper

Eine Dose Cola überschüttet den Körper gleich zu Beginn mit zehn Teelöffeln Zucker.
Eine Dose Cola überschüttet den Körper gleich zu Beginn mit zehn Teelöffeln Zucker.
Foto: WAZ FotoPool
Erst kommt das Zucker-Hoch, später ein Koffein-Schub, am Ende das Tief: All das macht eine Dose Cola mit unserem Körper in nur 60 Minuten.

Essen.. Cola ist ungesund, das weiß jeder. Und doch trank laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2014 jeder Deutsche durchschnittlich 30,5 Liter. Was Cola in unserem Körper wirklich anrichtet, hat der Gesundheits-Blogger Niraj Naik auf seinem Blog "The Renegade Pharmacist" zusammengefasst. Eine Dose Cola und 60 Minuten Zeit reichen ihm, um zu beschreiben, was die Zusätze im beliebten Softdrink mit dem Körper machen.

Die ersten zehn Minuten:

Rund 10 Teelöffel Zucker würden durch die Cola in den Kreislauf gebracht, rechnet Naik vor. Das seien 100 Prozent der empfohlenen Tagesdosis. Der natürliche Reflex wäre hier das Übergeben. Damit das nicht passiere, sei in Cola Phosphorsäure enthalten, die ein Gegengewicht zum süßen Geschmack bilde.

Nach 20 Minuten:

Der Blutzuckerspiegel steigt. Das heißt, dass der Körper mehr Insulin ausschütten muss. Das hat auch Auswirkungen auf andere Organe. Die Leber, so berichtet Niraj Naik, reagiere darauf, indem sie jeglichen verfügbaren Zucker in Fett umwandele.

Nach 40 Minuten:

Das Koffein beginnt zu wirken. Die Pupillen weiten sich, der Blutdruck steigt. Und was macht die Leber? Sie pumpt mehr Zucker in die Blutbahn. Weiterhin verhindere die Blockierung der Adenosin-Rezeptoren im Gehirn Müdigkeit, so der Blogger.

Nach 45 Minuten:

Der Mensch beginnt sich wohl zu fühlen, berichtet Naik. Es werde mehr vom Botenstoff Dopamin produziert. Dieser sorge im Gehirn für Gefühle wie Glück und Wohlbehagen. Auch das Belohnungszentrum im Gehirn werde stimuliert. Dasselbe passiert bei einer Sucht.

Nach 60 Minuten:

Kalzium, Magnesium und Zink werden durch die Phosphorsäure im unteren Verdauungstrakt gebunden, der Stoffwechsel dadurch angekurbelt. Die hohen Dosen von Zucker und künstlichen Süßstoffen führen zu einer verstärkten Ausscheidung von Kalzium über den Urin.

Auch die harntreibende Wirkung des Koffeins setzt laut Naik spätestens 60 Minuten nach dem Cola-Verzehr ein. Die Folge: Der Gang auf die Toilette ist unvermeidbar. Dadurch werden das gebundene Kalzium, Magnesium und Zink, was eigentlich zum Knochenaufbau benötigt wird, sowie Natrium, Elektrolyte und Wasser ausgeschieden.

Nach mehr als 60 Minuten lässt die Wirkung nach:

Nach einer Stunde beginnt die Wirkung der Cola zu schwinden. Der Zuckerspiegel stürzt regelrecht ab und lässt die Konsumenten reizbar oder träge werden, so sagt es zumindest der Blogger. Wasser, das mit der Cola aufgenommen wurde, ist mittlerweile ausgeschieden. Der Koffeincrash wird in einigen Stunden folgen.

Das Fazit des Bloggers:

Wer Cola trinkt, müsse sich der Gesundheitsrisiken bewusst sein. Bei regelmäßigem Verzehr in hohen Mengen könne Cola unter anderem zu Bluthochdruck und Herzerkrankungen führen. Daher gelte auch hier: Verzehr nur in Maßen.

 
 

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