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Bei Kälte mit nassen Haaren raus macht schneller krank! – Stimmt das wirklich?

Bei Kälte mit nassen Haaren raus macht schneller krank! – Stimmt das wirklich?

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Bei Kälte mit nassen Haaren raus macht schneller krank! – Stimmt das wirklich?

Bei Kälte mit nassen Haaren raus macht schneller krank! – Stimmt das wirklich?

Diese Hausmittel helfen bei Erkältungen

Hausmittel gegen Erkältung

  • Wer im Winter mit nassen Haaren rausgeht, erkältet sich – das ist ein weit verbreiteter Glaube
  • Doch ist auch wirklich was dran an diesem Mythos?
  • Experten klären auf

Berlin. 

Im Winter bloß nicht mit nassen Haaren raus, sonst holst du dir noch den Tod! Nahezu jeder hat diese Warnung in der kalten Jahreszeit sicher schon mal von den eigenen Eltern gehört. Glaubt man dem Volksmund, führt jeder Gang in die Kälte mit nassen Haaren ganz sicher zu einer Erkältung – doch stimmt das wirklich?

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Experten sind sich sicher: Die Kälte allein macht nicht krank – und doch spielt sie eine gewisse Rolle.

Bakterien sind die Übeltäter

„Krank wird man nicht durch nasse Haare, sondern durch Bakterien“, erklärt Stephan Bernhardt vom Hausärzteverband Berlin Brandenburg gegenüber der dpa. Niedrige Temperaturen könnten aber dazu führen, dass das Immunsystem geschwächt ist und der Körper es damit schwerer hat, die Bakterien abzuwehren.

Die gute Nachricht für alle Langschläfer, die morgens keine Zeit haben, sich auch noch die Haare zu föhnen: Das alles sei eine Gewöhnungssache. Wer oft mit nassen Haaren rausgehe, gewöhne seinen Körper daran, dass er Wärme über den Kopf verliert.

Außerdem gilt: Immer schön positiv denken. Denn Stephan Bernhardt ist sich sicher: „Wer fest an eine Erkältung denkt, wenn er mit nassen Haaren rausgeht, bekommt auch eine.“

Kalte Luft macht anfälliger

Aber nicht nur der Glaube an eine Erkältung lässt die Menschen im Winter schneller krank werden. Generell seien die Atemwege bei kalter Luft anfälliger, wie die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Erika Baum, erklärt.

Silke Buda vom Robert-Koch-Institut (RKI) erklärt: „Temperatur, Wetter und Luftfeuchtigkeit spielen zwar mit eine Rolle, aber nicht die entscheidende.“ Beispielsweise der Impfschutz der Bevölkerung, die Neuheit der Virenvariante und auch das Immunsystem jedes Einzelnen seien ebenso bedeutend.

Wie man sich schützen kann

Generell sollten Gesunde versuchen, sich von Erkrankten fern zu halten, wie „heilpraxis.net“ berichtet. Gleichzeitig sollte man Acht auf das eigene Immunsystem geben und immer fleißig die Hände waschen.

Dadurch könne man vor allem einer Grippe entkommen, die in der Regel stärkere Symptome mit sich bringt, als eine einfache Erkältung, deren Symptome sich schleichend zeigen und nach wenigen Tagen bereits wieder abklingen. (dpa/alka)