4,4 Millionen Menschen in Deutschland sind schon darauf reingefallen! Diese Betrugsmasche breitet sich rasant aus

Wer in unbekannten Online-Shops einkauft, sollte sich fragen, wie seriös die Seiten und ihre Angebote sind. (Symbolbild)
Wer in unbekannten Online-Shops einkauft, sollte sich fragen, wie seriös die Seiten und ihre Angebote sind. (Symbolbild)
Foto: AndreyPopov / Getty Images/iStockphoto
  • Eine neue ARD-Doku hat auf das große Ausmaß hingewiesen, das der Betrug durch Fake Shops in Deutschland angenommen hat
  • Laut „Kriminalreport“ fielen schon 4,4 Millionen Menschen auf fefälsche Online-Läden herein.

Berlin.  Krasse neue Zahlen aus dem „ARD-Kriminalreport“: Laut dem Magazin sind in Deutschland schon 4,4 Millionen Internetnutzer Opfer von Fake Shops geworden.

„Diese Betrugsmasche ist ein wirklich großes Problem,“ sagte Kirsti Dautzenberg von der Verbraucherzentrale Brandenburg im Interview mit dem „Kriminalreport“. Laut Verbraucherzentrale sollen schon rund eine Million solcher Abzockershops online sein – und jeden Tag kommen neue hinzu.

Fake-Shops sind auf den ersten Blick oft nicht von seriösen Internet-Shops zu unterscheiden. Allerdings werden sie von Tätern ausschließlich ins Internet gestellt, um Verbraucher zu betrügen.

Sneaker sind beliebte Ware in Fake Shops

Angeboten werden Waren aus allen Bereichen. Viele der Fake-Shops bieten Sportartikel und vor allem Sneaker an, vor allem von bekannten Marken. Aber auch Haushaltsartikel, Bekleidung, Elektroartikel oder Fahrräder werden zum Kauf angeboten.

YT Fake Shops Verbraucherzentrale

In der Sendung berichten Fahnder von einer „Professionalisierung“ der Fake-Shop-Szene. „Es ist schwierig, so einen Fake-Shop zu erkennen, weil die Qualität in den letzten Jahren extrem zugenommen hat“, sagte Polizeioberkommissar Fabian Herrmann von der Cybercrime-Einheit der Polizei Offenburg in der ARD.

Früher habe man die gefälschten Shops noch an Tippfehlern erkannt. „Aber das ist heute nicht mehr der Fall.“ In der Regel seien die Fake-Shops aufgebaut wie ein normaler Online-Shop, immer öfter geben sie auch eine gefälschte Adresse in Deutschland und ein Fake-Impressum an.

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Fake Shops nutzen immer öfter „.de“-Domain

Kritisch sei, dass die Kriminellen sich systematisch Internet-Adressen mit der Domain-Endung „.de“ beschaffen. Die täuschten bei den Verbrauchern eine Sicherheit vor, die nicht vorhanden sei. Teilweise seien die Shops nur kurze Zeit im Internet auffindbar.

Zudem würden Fake-Shop-Betreiber immer öfter auch mit Bankkonten arbeiten, die sie unter falscher Identität eröffnen. Für die Polizei sei es in vielen Fällen „fast unmöglich“, an die Online-Betrüger heranzukommen, heißt es in dem Bericht.

Abzeigen wegen Fake Shops werden nicht einheitlich erfasst

Ein weiteres Problem, das Ermittlungsbehörden monieren: Anzeigen wegen Fake Shops werden nicht zentral von einer Stelle erfasst. Jede Landesbehörde kategorisiert Straftaten anders.

Das führe oft dazu, dass mehrere Polizeidienststellen die gleiche Arbeit machten, sagte Hans-Joachim Henschel von der Zentralstelle Prävention Cybercrime des Landeskriminalamts Niedersachsen unter anderem der WAZ. „Hier wäre eine bundesweit einheitliche Stelle wünschenswert, an die auch noch unbekannte Shops durch Polizei und Bürger gemeldet oder abgefragt werden könnten und die dann zusätzlich auch die Provider bezüglich Sperrung der Webseite kontaktiert.“

So kann man Fake Shops erkennen

Misstrauisch sollten Verbraucher werden, wenn die Domainbezeichnungen der Shops keinen Bezug zu den dort angebotenen Produkten haben. Skeptisch sollten die Verbraucher auch sein, wenn die angebotenen Waren mit einem deutlichen Preisnachlass beworben werden. In Fake Shops ist die Bezahlung außerdem meist nur per Vorkasse möglich.

Weitere Infos und Ratschläge zum Thema Fake Shops gibt die Verbraucherzentrale HIER.

(dpa/ba)

 
 

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