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NRW: „Massiver Missbrauch“ an Schule – Schulleitung zieht harte Konsequenzen

NRW: „Massiver Missbrauch“ an Schule – Schulleitung zieht harte Konsequenzen

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NRW: Lehrer vom Georg-Büchner-Gymnasium in Kaarst sind Opfer von Mobbing-Attacken geworden. (Symbolbild) Foto: imago

Kaarst. 

Nach Mobbing gegen Lehrer an einer Schule in Kaarst hat die Schulleitung des Gymnasiums hart durchgegriffen.

Massenweise Schüler am Georg-Büchner-Gymnasium im Stadtteil Vorst hatten Lehrer mittels so genannter Handy-Sticker (Memes) beleidigt. Die diffamierenden Bilder haben sich nach Angaben des Schulleiters Volker Werker in allen Jahrgangsstufen „wie ein Lauffeuer“ verbreitet. Darüber berichtet die „Rheinische Post.“

NRW: „Massiver Missbrauch“ – Schulleiter greift durch

Volker Werker bezeichnet das Verhalten der Schüler gegenüber der Zeitung als „massiven Missbrauch der neuen Medien“. Als die Lehrer von der Sache Wind bekommen hatten, reagierte die Schulleitung umgehend.

Den Schülern der Sekundarstufe II ist es ab sofort nicht mehr erlaubt, ihre Handys im Schulgebäude zu benutzen. Sie dürfen die Geräte zwar mit zur Schule bringen, müssen sie allerdings vor Beginn des Unterrichts auf dem Lehrerpult ablegen.

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Keine Ausnahme in Freistunden oder Pausen

„Alle Kollegen sind dazu aufgerufen, das zu kontrollieren, und bislang funktioniert das auch gut“, sagt Werker der „Rheinischen Post“.

Selbst in Freistunden oder Pausen dürfen die Schüler ihre Smartphones nicht mehr zum Musikhören oder dergleichen nutzen. Auch die Oberstufenschüler dürften ihre Handys vorübergehend nur eingeschränkt nutzen.

Schulpflegschaftsvorsitzende: „Das ist ein Trauerspiel“

Weitreichende Proteste seitens der Eltern habe es bislang nicht gegeben. Carolin Kiefer ist mit den Konsequenzen aus den Mobbing-Attacken „vollkommen einverstanden“, sagt die Schulpflegschaftsvorsitzende der Zeitung.

„Das, was dort geschehen ist, ist meiner Meinung nach ein Trauerspiel“, betont Carolin Kiefer.

So gingen die Schüler vor

Die Schüler hatten Memes mit kostenfreien Apps erstellt. Damit lassen sich Fotos hochladen und anschließend mit Emojis und Text bearbeiten.

Diese vorwiegend beleidigenden Memes hatten die Schüler dann über Whatsapp verbreitet. Manche von ihnen teilten die Bilder auch in sozialen Netzwerken. (ak)