Das aktuelle Wetter NRW 10°C
Extraschicht

„So haben wir das Ruhrgebiet noch nie erlebt“

01.07.2012 | 18:17 Uhr
„So haben wir das Ruhrgebiet noch nie erlebt“
Lichterspektakel bei der Extraschicht 2012 im ehemaligen Schacht Lohberg in Dinslaken. Foto: Heinz Kunkel

An Rhein und Ruhr.   Die 30 Gewinner der NRZ-„Extraschicht“-Aktion fuhren mit dem VIP-Bus nach Oberhausen, Duisburg und Mülheim. „Es war wie eine spannende Zeitreise“, schwärmte Leserin Helga Geppert hinterher. „Da fahren wir noch einmal hin“, war immer wieder zu hören.

Die Nacht der Industriekultur hat einen Besucherrekord verzeichnet. Lichtinszenierungen, Akrobatik, Musik und Theater lockten knapp 230 000 Besucher zur „Extraschicht“ an 53 Spielorten. Allein auf dem Gelände des Welterbes Zollverein verfolgten 38 000 Menschen die Darbietungen.

Den 34. Hochzeitstag als Extraschicht feierten Helga und Dieter Geppert aus Dinslaken. Sie hatten die VIP-Tour der NRZ-Extraschicht gewonnen, die Samstagnacht drei Orte bereiste und für große Begeisterung sorgte: „So haben wir unser Ruhrgebiet noch nie erlebt; ein phantastisches Erlebnis“ waren sich hinterher alle 30 Gewinner unserer Tour einig.

Schlager aus den 50-ern

Schon in der historischen Zinkfabrik Altenberg waren die Extraschichtler von den gewaltigen Anlagen und Schmieden beeindruckt. Sie erfuhren, wie die Fabrik die Geschichte der Stadt Oberhausen prägte, die dieses Jahr auf 150 Jahre zurückblickt. Typisch für die Extraschicht ist, dass an historischen Stätten gleichzeitig Kunst und Kultur geboten wird; hier waren es Schlager aus den 50-er bis 70-er Jahren; und getanzt wie anno dazumal wurde auch.

Viele hundert Leserinnen und Leser hatten sich auf die NRZ-VIP-Tour beworben, die Samstagabend um 17 Uhr am Druckzentrum unseres Verlages in Essen begann. Tour-Scout Stephan Haas erklärte während der Busfahrten anschaulich und kundig den Wandel des Reviers. „Es war wie eine spannende Zeitreise“, so Helga Geppert hinterher. Wie gewaltig sich Duisburg verändert hat, erlebten die Extraschichtler am Innenhafen: die einstigen Speicher präsentierten sich mit viel Kultur, Historie und Gastronomie. „Da fahren wir noch einmal hin“, war immer wieder zu hören. Letzte Etappe der NRZ-VIP-Tour war schließlich das MüGa-Gelände in Mülheim, das vor 20 Jahren anlässlich der Landesgartenschau zur grünen Lunge umgewandelt wurde. „Die Geschichte des Schlosses Broich fanden wir faszinierend“, so die Gepperts. Ein farben- und phantasievolles Feuerwerk krönte gegen Mitternacht die Tour.

Auch Kay Helmecke, der als Vertriebschef der WAZ-Mediengruppe bei der Tour dabei war, meinte: „Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei. Die Kombination aus Industrie und Kultur ist ein großes Erlebnis.“

Manfred Lachniet


Kommentare
Aus dem Ressort
Drei Menschen in Belgien von Unbekannten erschossen
Gewalt
Unbekannte Täter haben in dem belgischen Ort Visé drei Menschen auf offener Straße erschossen. Nach Angaben der Polizei hatten der oder die Täter am Freitagabend das Feuer auf den Mann, die Frau und das Kind eröffnet. Bislang sind die Hintergründe der Tat unklar.
Taucher entdecken erste Leichen im Wrack gesunkener Fähre
Fähr-Katastrophe
Im Wrack der gekenterten südkoreanischen Fähre "Sewol" haben Taucher erste Leichen entdeckt. Wegen zu starker Strömung und schlechter Sicht hätten die Toten noch nicht geborgen werden können, meldete die Küstenwache. 273 Menschen werden drei Tage nach dem Untergang der Fähre noch vermisst.
Kinderporno-Verdacht in Odenwaldschule - Lehrer gekündigt
Kinderpornografie
Die von einem Missbrauchsskandal erschütterte Odenwaldschule kommt nicht zur Ruhe. Nach einem Hinweis der australischen Polizei durchsuchen Ermittler Schulwohnung eines Lehrers. War der Pädagoge im Besitz von Kinderpornos? Die Schule hat ihm fristlos gekündigt.
Auch zweiter Atomreaktor in Fessenheim heruntergefahren
Zwischenfall
Im ältesten französischen Atomkraftwerk in Fessenheim ist nach einem Zwischenfall der zweite Reaktor heruntergefahren worden. Der Betreiber teilte mit, dass es keine Auswirkungen auf die Sicherheit gebe. Die Atomreaktoren in Fessenheim sind seit Jahren vor allem in Deutschland heftig umstritten.
Rabbiner und Weinliebhaber wollen koscheren Rebensaft
Weinanbau in Israel
Ein Kellermeister, der mit beiden Händen in den Taschen arbeitet, weil er weder Traube, noch Maische oder Schläuche berühren will. Wo gibt es denn sowas? In Israel auf dem Weingut Mony. Hier wird Wein nach den strengen jüdischen Speisegesetzen hergestellt.
Umfrage
Vermutlich wegen einer erhaltenen WhatsApp-Nachricht starb am 17. Februar eine 21-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der B54 in Herdecke. Lassen Sie sich beim Autofahren vom Handy ablenken?

Vermutlich wegen einer erhaltenen WhatsApp-Nachricht starb am 17. Februar eine 21-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der B54 in Herdecke. Lassen Sie sich beim Autofahren vom Handy ablenken?