Aachen Ultras lösen sich auf - aus Angst vor rechter Gewalt
22.01.2013 | 19:03 Uhr 2013-01-22T19:03:00+0100
Aachen. Es ist ein einmaliger Vorgang: Eine Fußball-Fangruppe löst sich auf aus politischen Gründen, aus Angst vor Gewalt. So geschehen bei Anhängern des Drittligisten Alemannia Aachen. Im Interview spricht ein Mitglied der "Aachen Ultras" über die Hintergründe und die angespannte Situation am Tivoli.
Es ist ein einmaliger Vorgang: Eine Fußball-Fangruppe löst sich auf, aus politischen Gründen . Die Aachen Ultras (ACU), seit 1999 Heimat für zuletzt 100 Fans der Alemannia, wurden von Rechten gejagt, attackiert und eingeschüchtert und fühlen sich von ihrem Verein im Stich gelassen. 2010 hatte sich von der ACU die Karlsbande abgespaltet, die enge Verbindungen zum braunen Sumpf hat, etwa zur seit August verbotenen Kameradschaft Aachener Land. Einer der Aachen Ultras, erklärt die Hintergründe. Seinen richtigen Namen will der 26-jährige Student aus Angst vor neuen Übergriffen der Tivoli-Nazis nicht nennen.
Was ist seit der Abspaltung 2010 passiert?
Die Stimmung wurde immer aggressiver. Wir wurden beschimpft als Juden, Zecken und Homos. Und immer wieder bedroht von Hooligans und Neonazis. Auswärts im Gästeblock gab es Angriffe, uns wurde aufgelauert. Zuletzt, nach einem Auswärtsspiel, traf der Bus der Karlsbande auf einem Rastplatz auf ein Auto von uns: Fast alle aus dem Bus sind raus, haben den Wagen angegriffen und mit Flaschen beworfen; der Fahrer konnte nur mit Mühe abhauen. Hier in Aachen gab es Hausbesuche, wo Leute der Karlsbande die Wohnungstür eingetreten haben.
Ist die Karlsbande eine Neonazi-Gruppe?
Die Karlsbande sagt: Es interessiert uns nicht, was unsere Leute denken, Hauptsache sie sind für Alemannia. Aber alle wissen: Die Karlsbande duldet Nazis in ihren Reihen und im Umfeld, wir kennen die Verbindungen zur Rechtsaußen-Szene gut. Der Tivoli war schon immer Rekrutierungsfeld für Neonazis. Wer von denen in der Region groß geworden ist, hatte seine Anfänge meist am Tivoli.
Medienberichten zufolge haben sich der Alemannia-Aachen-Fanclub "Aachen Ultras" aufgelöst. Der Schritt sei die Konsequenz eines anhaltenden Konflikts mit rechtsgerichteten Fan-Gruppierungen der Alemannia. Zwischen beiden Lagern hatte es handgreifliche Auseinandersetzungen gegeben.
Wie waren intern die Debatten?
Es war ein schleichender Prozess. Wir haben festgestellt, dass wir uns von anderen Fans und auch vom Klub immer weiter distanziert haben. Gespräche mit Alemannia haben wir gesucht, vereinzelt gab es die auch, aber dann schlief alles wieder ein. Tolle Empfehlungen gab es, wie: Setzt euch mit denen an einen Tisch. Mit Leuten, die mich zwei Wochen vorher angegriffen haben? Wie das denn? Von außen haben sich Mediatoren angeboten, Beratungsstellen der Stadt, Politologen der Hochschule. Im Verein hat man darauf nicht reagiert -- aus Angst vor dem Eindruck, man käme allein mit dem Problem nicht zurecht.
Immerhin darf die Karlsbande ihr Banner nicht mehr im Stadion aufhängen.
Darauf hat die Karlsbande reagiert durch das große Plakat „Unerwünscht“. Und dann, bei einem Spiel, hing das Karlsbande-Banner auf einmal wieder. Niemand ist eingeschritten. Auch im Nachgang gab es nichts dazu.
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Das hat der Innenminister Jäger nun von seinem Verbot der Kameradschaften. Dumm gelaufen!
17:14
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16:42
ULTRAS.......hört sich an wie ne Gruppe engstirniger Jungs die den Sprung aus der Sandkastenbande zum erwachsenen Mann nicht geschafft haben........albern!
16:11
Die vermummten und bewaffneten schwarzgekleideten Aachener Ultras - siehe: http://www.youtube.com/watch?v=pIHjYu6qpN4 - vor denen sogar die eigenen Fans schnell aus dem Block fliehen, haben also Angst vor irgend welchen "Nazis"? In Aachen scheint man eher froh zu sein, dass der tobende schwarze Block endlich weg ist und auch die eigenen Fans wieder das Spiel verfolgen können, ohne diese schwarzvermummten und bewaffneten "Aachener Ultras".
Liest sich genau so, als wären die meisten der Video-Comments auch von Ihnen. Und das Wort Nazis schreiben Intelligenzanwender immer noch ohne Anführungszeichen.
Ich kommentiere keine Videos auf Youtube. tut mir leid, Ihnen keine andere Antwort geben zu können. Gerne können Sie mir aber erklären, warum diese schwarzvermummten Ultras, die sich bewaffnen und den Konflikt mit irgendwelchen "Nazis" suchen, angeblich Angst vor diesen hätten. Angst haben, was man in dem Video sehr gut sehen kann, nur die eigenen Fans die aus diesem schwarzen gewalttätigen Block schnell flüchten. Der Mob tobt, wie man in dem Video sieht, auf Seiten der in diesem Pressebericht angeblich ängstlichen Ultras.
Interessante Sichtweise, ganz wie das restliche Paralleluniversum, in dem Sie sich als "echter Ultra" sonst so tummeln. Vielleicht sollten Sie das Video noch mal genau studieren und uns dann erklären, warum Ihre angeblich "normalen" Fußballfans von den ACU-Blökern mit "Nazis raus!"-Rufen bedacht werden.
Im Übrigen: Es interessiert Niemanden mehr, mit welchen Rechtfertigungen Sie um sich schlagen müssen.
Schön zu sehen, dass Sie keine Argumente haben und immer wieder auf irgend welche "Nazis" hinweisen. Warum gehen Sie auf das Video nicht ein? Fakt ist, da ist es sehr großer Haufen von vermummten sogenannten Aachener Ultras zu sehen, die sich bewaffnen und die Auseinandersetzung suchen. Aus dem Block der sogenannten Aachen Ultras flüchten friedwertige ältere Mitbürger, die Angst um ihre Gesundheit haben. Sogar die Polizei muss eingreifen und die sogenannten Aachener Ultras vertreiben, damit diese nicht gewalttätig gegen andere Fans vorgehen können. Und diese sogenannten Aachener Ultras werden jetzt als Unschuldslämmer hingestellt, die Angst haben würden, vor irgendwelchen "Nazis"? Die Realität, die in dem Video dokumentiert wird, sieht anders aus. Die bewaffneten, vermummten und agressiven Ultras sind eindeutig die sogenannten Aachener Ultras. Gut das diese nun weg sind, jetzt müssen vielleicht keine älteren Fans mehr vor diesem schwarzen Mob flüchten!
Nee, jetzt müssen die Leute vor den ganzen Hohlköpfen der "weißen" Karlsbande flüchten wenn sie nicht einer Meinung mit ihrer Gesinnung sind. Auch am alten Tivoli haben sich schon immer die ganzen "Kameraden" aufgehalten und Gästefans bedroht und mit ihrem rechten Müll vollgebölt, aber da waren einige warscheinlich noch im Kindergarten...
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16:05
Ich bin als Gästefan selten mit solch hasserfüllten Gesichtern beschimpft worden, wie im (alten) Tivoli..
Ganz unangenehme Gesellen sind da zum Teil unterwegs..