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Finanzamt und Polizei rücken zusammen

Finanzamt und Polizei rücken zusammen

Düsseldorf. 

Im Kampf gegen Mafia-Banden und Wirtschaftskriminelle arbeiten Steuerfahndung und Landeskriminalamt in NRW ab sofort enger und schneller zusammen. Eine gemeinsame Ermittlungsgruppe mit 15 Steuerfahndern wird im Landeskriminalamt (LKA) angesiedelt, um Spezialwissen über Kriminelle auszutauschen. NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) schätzt die bundesweiten Schäden durch Steuerbetrug auf 30 bis 40 Milliarden Euro im Jahr.

5000 Geldwäsche-Verfahren

Gezielt auf die Spur kommen wollen die Fahnder dabei auch kriminellen Geldwäschern. Derzeit laufen bereits 5000 Verfahren wegen des Verdachts der Geldwäsche. „Auffällig hohe Umsätze in Restaurants mit wenigen Gästen deuten auf Geldwäsche“, sagte Innenminister Ralf Jäger (SPD). Mit dem Wissen der Steuerfahnder könne organisierten Tätern schneller das Handwerk gelegt werden. 2013 gab es im Bereich der Organisierten Kriminalität in NRW 71 große Verfahren mit einer Schadenssumme von 37 Millionen Euro gegen Mafia-Banden. Nach Angaben des Innenministers reichen die Gesetze, um die organisierte Kriminalität zu verfolgen. CDU-Finanzexperte Optendrenk forderte dagegen schärfere Gesetze gegen Geldwäsche.