Nokia beendet jetzt das Kapitel Bochum endgültig
15.06.2012 | 19:02 Uhr 2012-06-15T19:02:00+0200
Bochum. Sein Handywerk hatte der finnische Konzern bereits 2008 dicht gemacht. Jetzt sollen die letzten verbliebenen Nokia-Beschäftigten die Stadt Bochum verlassen. Die IG Metall berichtet: Zum 30. Juni werden die Büros in der Revierstadt geschlossen.
Im Zuge seines Sparkurses verlässt der finnische Handykonzern Nokia endgültig den Standort Bochum. „Zum 30. Juni werden die Büros in Bochum geschlossen. Dann ist das Tor wirklich zu“, sagte Ulrike Kleinebrahm, die Chefin der Bochumer IG Metall, im Gespräch mit der WAZ-Gruppe. Obwohl Nokia das Handywerk in der Stadt bereits 2008 dicht gemacht hatte, seien in Bochum nach wie vor Mitarbeiter aus der Finanzabteilung beschäftigt gewesen.
Der Stellenabbau in Bochum betreffe 54 Beschäftigte, berichtete Kleinebrahm. Es habe sowohl Versetzungen als auch Kündigungen gegeben. Auch am Nokia-Standort in Ratingen seien rund 90 Stellen – vor allem im IT-Bereich – gestrichen worden.
Ein Nokia -Sprecher erklärte auf Anfrage, der endgültige Abzug aus Bochum stehe nicht im Zusammenhang mit dem am Donnerstag angekündigten Abbau von weltweit 10.000 Arbeitsplätzen. Der Umbau in Ratingen gehe auf Ankündigungen aus dem September vergangenen Jahres zurück.
IG Metall will für Standort Ulm kämpfen
Mit den in dieser Woche verkündeten Plänen des finnischen Konzerns für die Schließung des Standorts Ulm werde sich die Gewerkschaft nicht abfinden, betonte Ulrike Kleinebrahm, die für die IG Metall als Nokia-Konzernbetreuerin fungiert. „Wir geben uns mit der Schließungsankündigung nicht zufrieden und werden um jeden Arbeitsplatz kämpfen.“ Die Gewerkschafterin appellierte an den finnischen Konzern, seiner sozialen Verantwortung gerecht zu werden. „Nokia ist aufgefordert, Ersatz-Arbeitsplätze in der Region zu organisieren“, sagte sie.
Der einst größte Handyhersteller der Welt hatte einen drastischen Stellenabbau angekündigt. Diesmal sollen weltweit 10.000 Arbeitsplätze wegfallen. Damit hat Nokia seit Anfang 2011 den Abbau von mehr als 40.000 Stellen angekündigt. Dass es bergab geht, zeichnet sich seit einiger Zeit ab. Schon vor gut vier Jahren machte der finnische Konzern das Bochumer Werk dicht, um nach Rumänien zu ziehen. Auch diese Fabrik ist mittlerweile geschlossen. 2011 kündigte Nokia das Aus für den Standort Bonn an.
Konzern in tiefer Krise
Der einst erfolgsverwöhnte Handybauer steckt in einer tiefen Krise. Für das erste Quartal im aktuellen Geschäftsjahr legte Nokia katastrophale Zahlen vor. Der Konzern machte fast eine Milliarde Euro Verlust, der Umsatz schrumpfte im Vorjahresvergleich um 29 Prozent. Der frühere Branchenprimus wird mehr und mehr abgehängt von den Konkurrenten Apple und Samsung, die gerade bei den wichtigen Smartphones Vorreiter in der Branche sind. Auch die Nokia-Hoffnungsträger, die mit der Windows-Software ausgestatteten Lumia-Modelle, brachten bislang nicht die gewünschten Impulse.
Nokia opfert jeden zweiten der 1500 deutschen Jobs
Zuletzt zählte der finnische Konzern noch weltweit rund 53.500 Arbeitsplätze. Jetzt opfert Nokia für die Sanierungsstrategie auch knapp jeden zweiten der 1500 Jobs in Deutschland. In Ulm verlieren 730 Mitarbeiter, die in den Bereichen Forschung und Entwicklung beschäftigt waren, ihre Stelle. Nokia-Chef Stephen Elop sagte, die Einschnitte seien notwendig, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns sicherzustellen.

23:05
ich habe das Kapitel NOKIA schon vor Jahren erledigt.
Warum Nokia kaufen?
Wer sein Geld mit Fabriksubventionen verdienen will anstatt mit guten Produkten ist aus meiner Sicht heraus nur zu boykottieren.
Das sind Steuergeldgräber und dürfen daher nicht unterstützt werden.
Ich wünsche NOKIA noch viele Mißerfolge und Fehlschläge.
Das NOKIA den Bach runter geht ist sowieso klar.
18:28
Wer die Nokia Kultur kennt, der hat das Recht laut zu sagen:
NIE WIDER NOKIA !
Die "Firma" hat nur Glück, dass hier zu lande Investigativer Journalismus keine Tradition hat !
Sonst wäre sie schon 2007 in Not !
18:16
"Hochmut kommt vor dem Fall"!
Nokia hat überall nur mit Subventionen der Steuerzahler "gearbeitet" und ist vor lauter Größenwahn von Land zu Land gezogen! Die Mitarbeiter spielten dabei keine Rolle, wie übrigens bei GM-Opel auch!
Solchen Firmen muß man die rote, eigene Karte ziehen, keine Produkte mehr kaufen!
"Kleinvieh macht auch Mist", ich kaufe schon deshalb kein Nokia und auch keinen Opel(denn Opel macht demnächst auch dicht)!
09:10
Nokias Abgang in Bochum fand zur rechten Zeit stand. So viel wie damals könnte man heute nicht mehr rausschlagen. So haben die Betriebsräte ungewollt Gutes für die Stadt erreicht.
Nein 2008 war es kein Abgang ! Der Abgang Findet erst jetzt statt !
Für das Management von Nokia sind Quartalszahlen wichtiger als ihre Mitarbeiter. Denn Mitarbeiter kann man auf der ganzen Welt einkaufen und Mitarbeiter sind austauschbar. Im Gegensatz dazu hängt eine versaute Bilanz wie ein Mühlstein am Hals des Vorstands.
Diese Ansicht ist zwar falsch und für die betroffenen Menschen eine Katastrophe, aber dennoch ist die Ansicht immer noch weit vertreitet. Es macht nur die Anteilseigner reich, wenn solche Firmen unterstützt werden - sei es durch Subventionen oder durch den Kauf der betreffenden Produkte. Eine Sicherheit für Arbeitsplätze schafft das nicht. Sobald die Möglichkeit besteht, den Gewinn des Unternehmens zu steigern, wird die Konzernleitung ohne Skrupel den Weg gehen. Und wenn dabei ein Werk oder eine Stadt den Bach runtergeht, dann muss man das in Kauf nehmen und das ist auch nicht das Problem des Vorstands.
Als Verbraucher hat man nur eine Möglichkeit, dem entgegen zu wirken: Kein Nokia-Produkt mehr kaufen.
00:10
Zitat:
„Wir geben uns mit der Schließungsankündigung nicht zufrieden und werden um jeden Arbeitsplatz kämpfen.“
Ich lache mich schlapp: Sie kämpft für Ulm.
Mädel, wo warst Du letzte 6 Monate als Nokia für lulu Bochum erneut platt machte?
Du kennst nicht ein mal die Zahl von den Mitarbeitern in Bochum !
Ja nää ist schon klar:
730 hinter Dir in Ulm sehen besser aus als 60 in Bochum.
Kommt die Frau Gisela BR Achenbach mit nach Ulm?
Witz ! Ein Grotten schlechter Witz Frau Kollegin !!!
Ich schlage vor wir treffen uns "face 2 face" bei WDR
23:17
Das wahren doch vier schöne Jahre für 2 alte Betriebsräte die so schön Vorruhestand erreichten und die andere (neuen) drei einen sehr günstigen Ausstieg für Nokia unterzeichnet haben (abgesehen von groben verstoßen gegen das Betriebsverfassungsgesetz).
DANKE AN IGM BOCHUM
Nie wider Nokia !
Nie wider IGM !
21:48
Das Nokia so tief gesunken ist liegt alleine daran das sie auch einfach alles verschlafen haben.
Sleider Handys
Klapp Handys
Touch Handys
immer diese eigene Software ! jetzt mal endlich der versuch von Win 7 aber das ist wohl zu spät.Der Surtzflug eines Riesen nur ein Wunder und ein umdenken kann Nokia noch retten.
ein TOP Model auf den Markt bringen mit Android !
Es heißt "Tatsch-Handy".
20:56
Der schleichende Niedergang einer Konzernsparte.
Es ist ein bisschen gemein den Angestellten, bzw. den noch angestellten zu sagen, dass sie für ein Heuschreckenunternehmen arbeiten, dass bitte am liebsten sofort alle Lichter ausschalten.
So wie Nokia Subventionen kassiert hat, haben Sie auch regionale Märkte gestützt und wenn auch nur für einen begrenzten Zeitraum, Stabilität und Sicherheit für einige Menschen und Regionen gegeben.
Ein eigentlich absehbarer Prozeß geht seinen weiteren Weg. Fehlinvestitionen, miese Produktpalette und verschlafene Entwicklung tun das eine, mangelnde Qualität und eingebrochener Absatz das andere.
Es bleibt zu hoffen, dass sich Nokia auf mittelfristige Sicht sanieren kann und zumindest den, nach der Verschlankung, verbliebenen Mitarbeitern genug Zeit bleibt sich anderweitig zu orientieren.
20:50
@Oemes: Interessant, dann haben Sie ja mit dazu beigetragen, dass es mit Nokia jetzt noch steiler bergab geht als befürchtet.
Aber sicher kaufen Sie nur noch Handys bzw. Smartphones von mittelständischen, in Deutschland produzierenden Unternehmen. Können Sie mir eines empfehlen?
20:41
Gut so, das dieses Absahnerunternehmen über den Jordan geht!
Smartphonetechnologie verpasst, Arbeitnehmer ver.rscht, dadurch schlechte Qualität erzeugt, das Ende naht!
Es gibt doch noch Gerechtigkeit auf dieser Welt!
Glück Auf allen Ex Nokianern!