Das aktuelle Wetter NRW 16°C
Software-Industrie

Natalya Kaspersky steigt bei G Data in Bochum ein

15.10.2012 | 19:49 Uhr
Natalya Kaspersky steigt bei G Data in Bochum ein
Steigt bei der Bochumer Softwareschmiede G Data ein: Kaspersky Lab-Gründerin Natalya Kaspersky. Foto: Getty Images

Bochum.   Die Russin Natalya Kaspersky war Chefin beim weltbekannten Antiviren-Spezialisten Kaspersky Lab. Nun steigt die Unternehmerin beim Sicherheitssoftware-Hersteller G Data ein. Kaspersky erwirbt 16,8 Prozent am Bochumer Unternehmen.

Der Bochumer Sicherheitssoftware-Hersteller G Data hat eine prominente Fürsprecherin für das Unternehmen gewinnen können: Natalya Kaspersky, Mitbegründerin des weltbekannten Kaspersky Lab, wird 16,8 Prozent der G-Data-Anteile erwerben. Kaspersky werde auch einen Aufsichtsratsposten bekleiden, teilte G Data am Montag mit. Die Unternehmensanteile waren bislang in der Hand einer Berliner Venture-Kapital-Gesellschaft.

Natalya Kaspersky hatte 1997 gemeinsam mit ihrem Mann Eugene Kaspersky das russische Unternehmen Kaspersky Lab aufgebaut und es zu einem der führenden Antiviren-Spezialisten ausgebaut. Kaspersky machte sich vor allem einen Namen mit der Entwicklung einer Software, die Viren schon erkennen kann, bevor sie überhaupt als solche identifiziert sind. Diese sogenannte heuristische Analyse von Daten ließ sich das Unternehmen patentieren.

Langjährige Geschäftsbeziehungen

Kaspersky Lab erlangte einen größeren Bekanntheitsgrad, als das Unternehmen herausfand, dass die beiden Computerviren Stuxnet und Flame vom selben Verursacher stammten. Die beiden Programme befielen vor allem Computer im Nahen Osten, vor allem System im Iran waren von den Attacken betroffen.

Natalya Kaspersky übernahm 2007 die Leitung der 2003 gegründeten Firma Infowatch, die Sicherheitslösungen für Firmenkunden anbietet. Vorher war Kaspersky als CEO und als Verwaltungsratschefin von Kaspersky Lab tätig, stieg aber Anfang des Jahres aus dem Unternehmen aus. Laut G Data gibt es bereits seit Ende der 90er-Jahre Geschäftsbeziehungen zwischen G Data und Natalya Kaspersky.

Sven Frohwein


Kommentare
18.10.2012
13:07
Natalya Kaspersky steigt bei G Data in Bochum ein
von Grover | #2

seid der Rummel bei G-Data aus dem Vorstand raus ist geht es da drunter und drüber... Frau Kaspersky ist warscheinich einer der letzten Strohalme...

16.10.2012
22:05
Natalya Kaspersky steigt bei G Data in Bochum ein
von Erbaermlich | #1

GData hatte ich 1 Jahr. Danach nie wieder!! Wat für ne sch...

Aus dem Ressort
Paketfahrer schuften 14 Stunden täglich für 1300 Euro brutto
Lohndumping
Sie arbeiten nicht bei den Paketdiensten selbst, sondern sind Angestellte eines Subunternehmers. Daher haben sie keine Rechte auf Tarif oder Arbeitszeiten der Branche. Und so arbeiten die Zusteller 14, 15 Stunden am Tag, liefern 250 Pakete aus und kriegen dafür gerade mal 1300 Euro brutto im Monat.
Osram streicht weltweit ein Viertel der Arbeitsstellen
Wirtschaft
Der Lichtspezialist Osram steht vor weiteren Einschnitten. Fast ein Viertel der Jobs sollen weltweit gestrichen werden, auch deutsche Standorte soll es treffen. Das Management will den Abbau aber "sozialverträglich" gestalten - und bestätigte seine Ziele für 2014.
Wie die Commerzbank ihren Sparkurs verschärft
Banken
Die Commerzbank startet ein weiteres Sparprogramm. Sie will die Finanzbuchhaltung ausgliedern. Von den betroffenen 450 Stellen sind rund 50 in Duisburg. Die Zahl der Filialen will Deutschlands zweitgrößte Privatbank aktuell nicht reduzieren. Sie testet gerade die Geschäftsstelle der Zukunft.
Neuer Sparplan bei Osram kostetet mehrere tausend Jobs
Glühbirnen
Der Leuchtmittel-Hersteller Osram verzeichnet starke Einbrüche im Geschäft. Darauf will das Unternehmen mit Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe reagieren. Laut einem Zeitungsbericht wird der Sparplan mehrere tausend Angestellte bei Osram ihren Arbeitsplatz kosten.
Hagen bewirbt sich um Sparkassen-Akademie für NRW
NRW-Sparkassen-Akademie
Die Stadt Hagen bewirt sich darum, Standort der Sparkassen-Akademie NRW zu werden. Nachdem die beiden NRW-Akademien – die Rheinische in Düsseldorf und die Westfälisch-Lippische in Münster – Anfang 2014 fusioniert haben, sucht man nun eine zentrale Stelle.
Umfrage
Bei Paketdiensten herrschen vielfach üble Arbeitsbedingungen für Beschäftigte. Das haben Kontrollen von Behörden ergeben. Welche Reaktionen erwarten Sie?

Bei Paketdiensten herrschen vielfach üble Arbeitsbedingungen für Beschäftigte. Das haben Kontrollen von Behörden ergeben. Welche Reaktionen erwarten Sie?