Das aktuelle Wetter NRW 4°C
E-Zigarette

E-Raucher verschenken ihre Aschenbecher an Ministerin Steffens

13.02.2012 | 14:22 Uhr
E-Raucher verschenken ihre Aschenbecher an Ministerin Steffens
Die E-Zigarette bleibt ein großes Streitthema in NRW. Foto: Olaf Fuhrmann/WAZ FotoPool

Düsseldorf.   E-Zigaretten sollen in NRW verboten werden. Rauchern, die auf die neuen Zigaretten umgestiegen sind, stinkt das gewaltig: Sie machen ihrem Ärger Luft und verschicken zu Aschermittwoch ihre nicht mehr gebrauchten Aschenbecher an Gesundheitsministerin Barbara Steffens.

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium wird an Aschermittwoch ein erhöhtes Postaufkommen registrieren. Aus Ärger über die Haltung der Landesregierung zur E-Zigarette haben ehemalige Raucher angekündigt, Ministerin Barbara Steffens nicht mehr benötigte Raucher-Utensilien zuzuschicken: ihre Aschenbecher.

„Selbstbestimmt statt ausgedrückt“, heißt der Leitsatz, unter dem sich in Internetforen immer mehr ehemalige Raucher zusammenschließen, um eine gemeinsame Aktion durchzuführen. Sie werden zu Aschermittwoch ihre nicht mehr benötigten Aschenbecher an Ministerin Barbara Steffens schicken. „Das ist ein symbolischer Akt“, sagt Phil Scheck.

Der Mit-Initiator und Sprecher der Aktion erklärt: „Auf der einen Seite sind Zigaretten, die nachweislich tödliche Krankheiten verursachen, frei erhältlich. Auf der anderen Seite, soll aber die E-Zigarette verboten werden, obwohl  man ihr bislang nicht absprechen kann, deutlich harmloser zu sein. Aus unserer Sicht ein Ding der Unmöglichkeit.“ Eine Meinung, die viele Nutzer der elektronischen Zigarette teilen. Sie haben Angst, das Verbot könne sie dazu nötigen, wieder zur Tabakzigarette greifen zu müssen.

Initiatoren fordern Recht auf Selbstbestimmung

 „Wir fordern das Recht auf Selbstbestimmung und halten das Verkaufsverbot von nikotinhaltigen Liquids und die Kriminalisierung der Händler in Nordrhein-Westfalen für den falschen Weg“, so Scheck. Ausgewaschen und ausreichend frankiert sollen die Aschenbecher auf den Postweg gehen, darauf bestehen die Initiatoren. „Wir werden mit allem Anstand aber auch mit Nachdruck auf unser Anliegen hinweisen“, sagt Scheck.

Felix Hoffmann

Facebook
 
Kommentare
23.03.2012
11:55
Blockierter Kommentar.
von D_Sky | #19

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

15.02.2012
07:30
E-Rauchen
von yukiko | #18

Vielleicht bekommt sie auch ihren Urlaub von der Zigaretten Industrie gezahlt.

Ist ja bekannt das in der Politik und Wirtschaft geschmiert wird .(WULF)

Sie soll sich lieber um die Krebskranken Raucher kümmern die haben es nötiger !!!!

14.02.2012
22:39
E-Raucher verschenken ihre Aschenbecher an Ministerin Steffens
von Strongharry | #17

Liebe Frau Ministerin Steffens, (noch sind sie es ;-)
warum verbieten Sie nicht auch alle anderen Nikotinhaltige Produkte,
wie Kaugummis, Bonbons, Microtab, Pflaster oder Inhaler ?
Ja natürlich auch die Zigaretten, diese enthalten im Vergleich zum E-Dampfen
bis zu 600 Stoffe die von den Zigarettenhersteller ihren Tabakerzeugnissen hinzugefügt werden , um das Rauchen attraktiver zu machen, unter andrem auch 1,2-Propandiol, dieses wird hier sogar bei 900° C verbrannt, das im Gegensatz zu den Dampfern bei 150° C vernebelt wird !

Wenn sie so gegen das 1,2-Propandiol sind, müssen auch in Zukunft bei allen Konzerten und Veranstaltungen wo ein Nebler eingesetzt wird, diese Effekte verbieten lassen !
Denn diese werden auch mit 1,2-Propandiol betrieben.

Ist dies Realisierbar ?
Ich glaube die grünen Madam Steffens, schießt sich gerade ein Eigentor,
denn sie unterschätzt die Macht unserer Demokratie !

14.02.2012
21:58
Vernunft setzt sich in immer mehr Ländern durch
von GerhardS | #16

Das zuständige Senatskommitee des US-Bundesstaats Hawaii hat gerade das durch einen Gesetzentwurf beabsichtigte Erheben von Tabaksteuern auf e-Zigaretten abgelehnt.
Der einzige Passus, der vom Gesetzentwurf beibehalten wird, ist das Verbot, e-Zigaretten an Kinder zu verkaufen.
Dieser Entscheidung waren anhaltende Proteste von tausenden hawaiianischen Dampfern und e-Zigarettenunternehmen vorausgegangen.

14.02.2012
08:45
E-Raucher verschenken ihre Aschenbecher an Ministerin Steffens
von Ramses007 | #15

ich schick auch einen auf den Weg.

In den Aschenbecher lege ich aber noch eine Kartoffel und werde mal nachfragen, ob der Versand von Nikotin in der Form auch verboten ist.

14.02.2012
00:51
E-Raucher verschenken ihre Aschenbecher an Ministerin Steffens
von jansoninchen | #14

So weit sind die schon gekommen....

Trusted Shops schließt Händler von e-Zigaretten aus und setzt diese mit Waffen - und Drogenhändlern gleich.

1 Antwort
E-Raucher verschenken ihre Aschenbecher an Ministerin Steffens
von DCRgbg | #14-1

Sollen sie doch mal machen. Dann schließen wir Dampfer eben Trusted eShops auch aus... Auf FB haben die eh grad nen Shitstorm am Hals deswegen. Kommen mit dem Löschen der Beiträge schon nimmer nach. Aber die User machen Screenshots und stellen die immer wieder ein. Hehe. Als ob das lächerliche Löschen denen was helfen würde... Never!

MUT ZUR WUT!

13.02.2012
22:09
E-Raucher verschenken ihre Aschenbecher an Ministerin Steffens
von HeinBloed5259 | #13

GeorgWashuber | #5

Zum lesen und nachdenken:

http://de.wikipedia.org/wiki/Prohibition

13.02.2012
21:27
Was sagen andere Teile der Republik?
von Holsteinerin | #12

Moin moin aus dem Norden!

Selbst aus Schleswig-Holstein werden Aschenbecher kommen! Nicht, dass sich der Überregulierungswahnvirus ausbreitet....

Ich bin über 18 Jahre alt und durchaus in der Lage, anhand der verhandenen(!) Datenlage zu entscheiden, dass die e-Ziggis die erheblich weniger schädliche Alternative zu Tabakzigaretten sind. Und das sagte selbst Frau Dr. Pötschke-Langer in einem Interview mit dem Deutschlandfunk.
Schade, dass Frau Ministerin Steffens anscheinend wichtige Informationen und Tatsachen irgendwie entgangen sind.

Es würde mich und sicher sehr viele andere freuen, wenn sie sich einmal eingehend mit allen schon längst vorhandenen Untersuchungen, der Meinung der Bundesärztekammer, der Meinung der Apothekerkammer und nicht zuletzt mit der Interessengemeinschaft e-Dampfen n.e.V. (www.ig-ed.org) und dem Verband des eZigarettenhandels (http://vd-eh.de/) unterhalten und dann gut begründet ihre Meinung revidieren würde.

Es geht hier um millionen von Ex-Rauchern, die sonst unter Umständen zur ganz erheblich schädlicheren Tabakzigarette zurückkehren würden, und es geht um die Lebensgrundlage von inzwischen mehreren hundert Shopbetreibern.
Ich denke, es geht um zuviel, als dass man ohne echte gesetzliche Grundlage(!) eine Hexenjagd veranstalten sollte.

Ganz herzlichen Dank an "Der Westen", der diesen schönen Artikel gebracht hat!




13.02.2012
20:42
E-Raucher verschenken ihre Aschenbecher an Ministerin Steffens
von TommiMH | #11

@Heinricht: Wenn nur die Liquids verboten werden sollen, warum werden dann E-Dampf-Geräte vom Zoll festgehalten. Das ganze hat mittlerweile System.

Und was den Geschmack angeht. Ich habe hier Putzmittel, das riecht nach Zitrone. Verbieten? Eltern, die selber noch Restverstand besitzen, lassen ihre Liquids nicht rum stehen. Aber besser die Dampfen Ihre Kinder voll, als diese weiter mit Zigarettenqualm zu schädigen. Und man lässt z.B. auch keine Zigaretten liegen, wenn Kinder in der Nähe sind, denn wenn die eine davon essen, dann ist das auch tödlich.

Die Aktion ist übrigens klasse. Mein Ascher ist schon eingepackt!

13.02.2012
19:52
E-Raucher verschenken ihre Aschenbecher an Ministerin Steffens
von Olli221 | #10

wurde im Beitrag vergessen, daher im Sinne der Vervollständigung der Information:

Frau Ministerin B. Steffens - persönlich- o.V.i.A. -
Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege
und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
Horionplatz 1
40213 Düsseldorf

.. und die Dampfer schicken wegen der Feierlichkeiten im Ländle diese ominösen Aschenbecher rechtzeitig am 18.02. ab....

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6347283/create

Aktuelle Fotos und Videos
Jopie Heesters langes Leben
Bildgalerie
Karriere
Dampfen statt Rauchen
Video
Rauchen
Machtmenschen im Wandel
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Institut empfiehlt E-Zigaretten-Verbot in Nichtraucherzonen
Nichtraucherschutz
Im Streit um die E-Zigarette spricht sich das Bundesinstitut für Risikobewertung für ein Verbot der Verdampfer in Nichtraucherzonen aus. Nach Ansicht des Instituts sollten E-Zigaretten mit herkömmlichen Tabakprodukten gleichgestellt werden, weil Gefahren für Dritte nicht auszuschließen seien.
Video 26 Kommentare 26
Warum Ministerin Steffens weiter gegen E-Zigaretten kämpft
Elektrische Zigarette
NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens darf nicht mehr vor E-Zigaretten warnen. Das hat der Grünen-Politikerin das Oberverwaltungsgericht in Münster per einstweiliger Anordnung verboten. Im Interview erklärt Steffens, warum sie den Kampf gegen die E-Zigarette trotzdem nicht aufgeben wird.