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A40 ist gesperrt – Wie Pendler trotzdem ans Ziel kommen

14.06.2012 | 18:28 Uhr
Drei Monate drohen in Essen ab dem 7. Juli Dauerstaus. Die A40 wird gesperrt. Die Bahn bietet sich als Alternative an.Foto: Matthias Graben/WAZ FotoPool

Essen.   Die A40 ist in Essen die nächsten drei Monate komplett gesperrt. Mehrere zehntausend Fahrzeuge müssen täglich vom Ruhrschnellweg umgeleitet werden. In und um Essen droht noch mehr Stop als Go im Verkehr. Für Pendler heißt das Stau - oder umsteigen? Daten, Zahlen, Fakten.

Drei Monate Vollsperrung oder zwei Jahre lang Dauerbelastung? Für die Planer von Straßen.NRW und der Stadt Essen war das letztlich nur eine rhetorische Frage: Für drei Monate ist die A40 ab dem 7. Juli in Essen komplett gesperrt. „Eine große Herausforderung“ , heißt es bei der Stadt Essen. Weil umfangreiche Sanierungsarbeiten an Ruhrschnellwegtunnel und drei Brücken auf einen Schlag erledigt werden sollen.

Die Auswirkungen für den Verkehr weiß im Vorfeld niemand abzuschätzen, denn die A40 wurde noch nie für solch eine lange Zeit komplett gesperrt. Gut 100.000 Autos pro Tag könnten die Essener Straßen zusätzlich belasten. Jede Menge Blech und Stillstand also . Könnte Umsteigen auf die Bahn für Pendler eine Alternative sein?

Die A40 ist eine Pendler-Autobahn

Wegen der Sperrung der A40 in Essen müssen mehrere zehntausend Fahrzeuge täglich vom Ruhrschnellweg umgeleitet werden.

Die Voraussetzungen zumindest sind günstig: „Der Ruhrschnellweg ist vor allem eine Pendlerautobahn“, sagt Michael Schreckenberg, Stauforscher der Universität Duisburg-Essen. Die Autobahn werde kaum für den Durchgangsverkehr und längere Strecken genutzt, sondern eher auf kurzen Etappen befahren. Eine Chance für die Ruhrschiene: Parallel zur A40 verbinden gleich mehrere S-Bahn- und Regionalzug-Linien die Städte am Ruhrschnellweg.

Pendler-Daten zum Ruhrgebiet

8,3 Millionen Erwerbstätige in NRW pendeln jeden Tag über die Grenzen ihres Wohnortes hinweg zur Arbeit. Das Ruhrgebiet ist eine Pendler-Region. Beispiele aus der jüngsten Pendlerstatistik vom Landesamt für Statistik NRW: 46,8 Prozent der Beschäftigten in Essen kommen von außerhalb. In Duisburg liegt die Quote der „Einpendler“ bei 44,1 Prozent, in Dortmund bei 43,2 Prozent, in Bochum bei 43,6 Prozent. Noch höhere Pendlerquoten haben nur die Pendlerhauptstädte Düsseldorf (58,6 Prozent) und Bonn (54,8 Prozent).

Fast jeder zweite Arbeitnehmer in NRW lebt mehr als 20 Kilometer von der Arbeitsstätte entfernt. Laut Statistik werden sechs von zehn Arbeitswegen in NRW per Auto bewältigt. Zwölf Prozent der Beschäftigten nutzen dagegen öffentliche Verkehrsmittel für den Weg zum Job.



Kommentare
15.06.2012
11:53
Empfohlene Umleitung BO nach DU über A 52 und A 3?
von Boisfeuras | #20

Um von BO nach DU zu kommen eine Umleitung über die A 52 bis AK Breitscheid und dann über die A 3 zurück? Bei den angegebenen 100.000 Autos pro Tag wären das ca. 2,5 Millionen zusätzliche Kilometer täglich! Die Ölmultis dürfen sich freuen, der Klimaschutzminister in den H... beissen!

15.06.2012
11:52
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Name von Moderation entfernt | #19

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15.06.2012
11:47
Vollsperrung der A40 – wie Pendler reagieren können
von wissenhilft | #18

Die ganze Diskussion um die A40-Sperrung macht doch vor allem eines deutlich:
Die Verkehrskonzepte die wir haben, sind vor allem im Ruhrgebiet überholt und für die Zukunft nicht geeignet. Egal ob PKW-Verkehr,öffentliche Verkehrsmittel oder Gütertransport, die Straßen packen den Verkehr kaum noch, können aber nur sehr bedingt ausgebaut werden, der ÖPNV ist immer noch nicht die Alternative, die er sein sollte, alternative Transportkonzepte sind in weiter Ferne....
Zuallererst müsste der Wille da sein, den Autoverkehr auf das notwendige Minimum zurückzufahren, dazu bräuchte man aber ein hochsubventioniertes aber hocheffektives Nahverkehrssystem, das Jedem zu nahezu jeder Zeit eine kostengünstige Fahrt zu vielen Zielen ermöglicht. Haben wir aber nicht. Es ist doch ein Witz, dass es in Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet nicht möglich ist, einen Nahverkehr wie in Metropolen wie Berlin aufzubauen. Wie immer steht aber der deutsche Automobilismus und der Privatisierungswahn im ÖPNV im Weg....

15.06.2012
11:07
#16 nette Geschichte´aus dem Handbuch der Flughafen-PR
von meigustu | #17

nur die Wahrheit ist, die Flughäfen erschließen sich neue Einflugschneisen, bauen neue Landebahnen, erweitern Flugzeiten. Bei anderen Verkehrswegen oder Belastungen sieht es ähnlich aus.

Wenn eine Atomindustrie ernsthaft wegen behördlicher Änderungen auf Entschädigungen hofft, was ist dann mit denen, die Vermögens- und Gesundheitsschäden wegen anderer neuer Gesetze und Verordnungen haben ?

1 Antwort
Vollsperrung der A40 – wie Pendler reagieren können
von wohlzufrieden | #17-1

Und was ist, wenn Sie sich ein neues Auto kaufen, bei dessen Produktion Unmengen CO2 freigesetzt werden, kommen Sie dann für die Folgeschäden auf? Oder benutzen Sie aus Umweltgründen Pferd und Wagen? Und was ist mit Ihrem stetig steigenden "Wohlstandmüll", Wasserverbrauch usw oder leben Sie in der Wildnis? Und wenn Sie das tun, können Sie es wohl nicht vom Rest der modernen Gesellschaft erwarten, oder?

15.06.2012
10:52
Vollsperrung der A40 – wie Pendler reagieren können
von wohlzufrieden | #16

Bei Flughäfen wie Düsseldorf oder Mülheim die es schon viel länger als eine Genartion gibt, dürfte es sehr schwer fallen jemand zu finden, der vor dem Flughafen dort lebte. Und wenn, ist der schon aus Altersgraden taub. Nein, die Leute wollen billiges Bauland, da in Airport Nähe erwerben, und den Flughafen dann weg mobben. Ich wohne selber in der Einflugschneise von Düsseldorf, und auch die Flieger von MH kommen über unser Haus. Wie kämen aber nie auf die Idee, und zu beschweren, denn uns ist klar, Leben wie in der Steinzeit wollen wir nicht. Und 90 Prozent der Fluglärm klagenden fliegt in diesen Tagen in den "All-Inklusive Urlaub." Schöne Reise auch . Und wer jetzt von "Totschlag-Argumenten" spricht, dem sage ich: Besser Argumente, als Schnarchnase. Schönes Wochenende!

15.06.2012
10:45
Kommentar von meigustu
von Quatschmaul | #15

Wenn Sie den Leuten die gegen Flughäfen etc. prostestieren das Recht zugestehen, da sie ja Ihrer Meinung nach schon vorher dort lebten, warum greifen Sie mich dann eigentlich an? Ich habe niemandem das Recht abgesprochen, diese drei Monate Belastung für uns als zumutbar zu betrachten. Ich finde lediglich, dass diese Berichterstattung und die Meinungen der Entscheider komplett einseitig sind.

Und nur mal so am Rande: Ich bin für ein absolutes Nachtflugverbot. Ich warte lieber einige Tage länger z.B. auf Post aus dem Ausland und verzichte auf die entsprechenden Lebensmittel, als dass ich sage: Mir doch egal, die fliegen ja nicht über meine Wohnung!

Aber ich habe das Gefühl, dass Sie mich einfach nicht verstehen wollen und von sofern lass ich den Rest jetzt einfach.

15.06.2012
10:34
#13 Mein Tonfall ist so wie Ihr Gejammer - übertrieben
von meigustu | #14

Und nein auch wenn es die Fliegerlobby immer wieder propagiert, es protestieren gegen Flughäfen, Straßen und Schienenwege in der Regel die die vorher dort wohnten als es keine oder eine geringere Belastung gab. Bei Ihnen ist das Ende der Mehrbelastung absehbar, bei denen die für ihren billigen Urlaub leiden sollen aber nicht.

Natürlich dürfen Sie ihre Meinung sagen, so wie andere finden dürfen, dass 3 Monate Belastung vertretbar sind.

15.06.2012
10:18
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Name von Moderation entfernt | #13

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15.06.2012
09:46
#11 da weine ich aber gleich
von meigustu | #12

die Alternative wäre, wir lassen die A40 dicht und ihr habt dann ein Dauerproblem.

Sorry aber 3 Monate Lärm ist nix. Den Anwohnern der A40 und von Flughäfen wird das was ihr jetzt beklagt dauernd zugemutet. Also bitte mal die Kirche im Dorf lassen, wenn es mit absehbaren Ende mal vor der eigenen Haustür lauter wird.

1 Antwort
Vollsperrung der A40 – wie Pendler reagieren können
von Quatschmaul | #12-1

Finde Ihren Tonfall etwas übertrieben. Warum hat man Ihrer Meinung nach als Anwohner dieser Umleitungsstrecke nicht das Recht seine Meinung zu sagen? Warum sollen nur die "Armen Autofahrer" bedauert werden? Ich habe mit keinem Wort gesagt, dass diese Umbauten nicht notwendig sind, sondern lediglich auf die daraus resultierenden Mehrbelastungen für die Anwohner hingewiesen.

Außerdem wohne ich seit mehr 30 Jahren an der B224 genau an dem Stück Friedrichstrasse. Und da ist sowieso immer schon Stau. Lediglich Nachts zwischen 01:30 und 03:00 haben wir bisher etwas Ruhe.

Natürlich tun mir die Anwohner an Autobahnen und Flughäfen leid, aber in den meisten Fällen sind die dahingezogen, als es diese schon gab.

15.06.2012
09:40
Vollsperrung der A40 – wie Pendler reagieren können
von Quatschmaul | #11

Schade, dass man sich nur um die Pendler und Autofahrer Sorgen macht. Was ist denn mit den Menschen, die direkt an der Ausweichstrecke wohnen? Höhere Lärmbelästigung, höhere Abgasbelästigung (beides 24 Stunden pro Tag), Schwierigkeiten beim Überqueren der Straßen und damit aufgewzungene Umwege um ans Ziel zu kommen. Wir müssen z.B. um einfach über die Straße und zu unserem Auto zu kommen in dieser Zeit mindestens 10Minuten früher losgehen als normalerweise. Denn die Ampelschaltungen werden ja für die armen Pendler auch noch angepasst. Und somit werden die Grünphasen für die Fußgänger logischerweise kürzer ausfallen.

Wirklich schade, dass immer nur die "Armen Autofahrer" im Vordergrund stehen.

1 Antwort
Vollsperrung der A40 – wie Pendler reagieren können
von Codemancer | #11-1

Ist das Ihr ernst? Der feine Unterschied ist, dass Sie nur 10 Minuten mehr Zeitaufwand haben - aber die Pendler gerne mal eine halbe Stunde mehr einplanen. Dazu kommt, dass es die Pendler in einer größeren Zahl gibt.

Dass Sie sich darüber aufregen, an einer Fußgänger Ampel mal etwas länger zu stehen - das hört sich für einen Pendler schon lächerlich an.

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