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Hund Bruce wird von Polizei auf A46 erst beschossen und dann überfahren

09.07.2013 | 06:00 Uhr
Hund Bruce wird von Polizei auf A46 erst beschossen und dann überfahren
Hund "Bruce" wurde auf A 46 bei Arnsberg-Hüsten von der Polizei erst beschossen und dann zweimal überfahren.Foto: privat

Arnsberg.   Familie Kobold aus Arnsberg-Hüsten trauert um Hund "Bruce". Der Vierbeiner war augebüxt und später auf der A46 gesichtet worden. Dort schoss die Kreispolizei zunächst auf ihn. Anschließend wurde "Bruce" zweimal überfahren. Die Polizei rechtfertigt die Aktion: Menschenleben seien gefährdet gewesen. Der Hund war aus den Kanaren eingeflogen worden und vor seinem Verschwinden erst wenige Stunden in der Obhut der Kobolds.

„Was ist mit unserem Bruce passiert?“, fragen sich die Hüstener Familie Kobold und Sandra Ehlers, 2. Vorsitzende des Vereins „Kanarenhunde e.V.“.

Die Auskunft der Polizei, „sie sollten sich damit abfinden, dass der Hund tot ist“, wollen sie nicht einfach so hinnehmen. Auf den Vierbeiner wurde von zwei Streifenbeamten zunächst geschossen, anschließend überfuhren sie das Tier.

Den Ablauf der Ereignisse schildert die noch immer entsetzte Sandra Ehlers wie folgt: „Bruce“, ein Mischling, den ihr Verein auf Fuerteventura aus einer Tötungsstation retten konnte, wurde am vergangenen Mittwoch von den Kanaren nach ­Düsseldorf eingeflogen und am Flughafen von den Kobolds aus Hüsten in Empfang genommen, die dem Findling ein neues Zuhause geben wollten.

Mischling war beim Spaziergang in Panik geflohen

Doch am selben Abend nahm das Unheil seinen Lauf: Bei einem Spaziergang in der Von-Lilien-Straße erschrak der Hund wegen eines Geräusches, riss sich von der Leine los und rannte in Panik davon. Die Kobolds wandten sich in ihrer Not an den Verein, der für das Tier noch immer verantwortlich ist. „Ich habe sofort geraten, Polizei und Feuerwehr zu informieren“, berichtet Sandra Ehlers im Gespräch mit unserer Zeitung. Gesagt, getan, doch „Bruce“ blieb verschwunden.

Erst am Donnerstagmorgen bekam das Ehepaar Kobold einen Anruf von der Polizei, Wortlaut:

Eine Streife habe den Hund gegen 3 Uhr morgens auf der A 46 nahe Hüsten entdeckt, er ließ sich nicht einfangen oder verscheuchen, daher hätten die Beamten zunächst auf ihn geschossen.

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Kommentare
14.07.2013
00:18
Hund Bruce wird von Polizei auf A46 erst beschossen und dann überfahren
von Oldie61 | #101

Da issa. Da hat so einer nich chop suey gefunden sondern den BRUCE.
Also Bruce lebt! Er ist verletzt aber ansonsten in recht guter Verfassung. Danke...
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2013-07-09 06:00
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