Natur pur

Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool

Hattingen.. Der Anderl-Heckmair-Weg führt durch idyllische Landschaften und bietet ein Naturerlebnis für die ganze Familie.

Keine Sorge: Auch wenn der Anderl-Heckmair-Wanderweg nach dem berühmten Alpinisten und Erstbesteiger der Eiger-Nordwand benannt ist, erfordert die Wanderung keine sportlichen Höchstleistungen. Vielmehr möchte der Rundweg in der Elfringhauser Schweiz Lust darauf machen, Natur aktiv zu erleben: „Der Weg soll Menschen dazu inspirieren in die Natur zu gehen und sich für Landschaft und Tiere zu begeistern“, erzählt Autor Uli Aufermann, der den Weg als Erinnerung an seinen im Jahr 2005 verstorbenen Freund Heckmair initiierte.

Start und Ziel des zweieinhalb Kilometer langen Rundwegs ist das Anderl-Heckmair Stüberl direkt neben dem Café und Restaurant „Waldhof“ (Elfringhauser Straße 155). Direkt zu Beginn bietet sich dem Wanderer ein idyllischer Blick auf Wiesenhügel und Tannenwald. Da nimmt man die kleine Steigung zu Anfang gern in Kauf. Schnell geht der Asphaltweg in einen schotterigen Untergrund über – hier ist festes Schuhwerk gefragt um ein Ausrutschen zu vermeiden. Dichte Farngewächse säumen nun den Wanderweg und immer wieder passiert man Wiesen auf denen sich Pferde oder Kühe das saftige Grün schmecken lassen.

Insgesamt zehn Wegweiser-Tafeln sorgen dafür, dass man nicht die Orientierung verliert. An jeder Weggabelung zeigen sie an, wo es weitergeht. Außerdem erzählt jede Tafel etwas aus dem Leben von Anderl Heckmair – von seiner Jugend, der Begehung der Eiger-Nordwand und seinem Engagement für Mensch und Natur.

Von der freien Fläche führt der Weg in den Wald hinein. Schattig und ruhig ist es da – nur Vogelgezwitscher und Wind, der durch Blätter raschelt. Überhaupt trifft man kaum einen anderen Wanderer. Wobei das am Wochenende sicher anders aussehen mag. Außerdem haben die starken Regengüsse der vergangenen Tage den Waldboden aufgewühlt, es ist streckenweise recht matschig. Aber auch das ist eben Natur. Allerdings: Obwohl der Weg keine Wandererfahrung voraussetzt und im Prinzip für jedermann gut zu bewältigen ist, sollte man schon gut zu Fuß sein.

Zahlreiche Bänke laden zu einer Rast ein und dazu, den Blick ausgiebig schweifen zu lassen: Durch Täler, über Bauernhöfe und Weiden. Kurz vorm Ziel ist noch einmal Ausdauer gefragt. Auf dem letzen Wegabschnitt im Wald geht es bergauf. Doch schon kurz darauf erblickt der Wanderer Bekanntes – der Rundweg ist fast am Ende. Geht man gemütlich, nimmt sich Zeit die Natur zu betrachten und die Informationstafeln sorgfältig zu lesen, legt man den Anderl-Heckmair-Weg in etwa eineinhalb Stunden zurück.

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