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Gefragte Gelsenkirchenerin im Berliner Politik-Betrieb

22.01.2015 | 07:05 Uhr
Gefragte Gelsenkirchenerin im Berliner Politik-Betrieb
Irene Mihalic (38) aus Gelsenkirchen ist seit Beginn der Legislaturperiode Mitglied des deutschen Bundestages. Im Gelsenkirchener Parteibüro berichtete sie über ihre Erfahrungen als Abgeordnete in Berlin. Mihalic ist Sprecherin ihrer Partei für den Bereich Innere Sicherheit.Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.  Irene Mihalic zog für die Grünen in den Bundestag. Als Sprecherin für innere Sicherheit und Obfrau im Untersuchungsausschuss steht sie seit Monaten im Fokus der Medien.

Sitz im Rat der Stadt, Mitglied im Landesvorstand. Das war 2013. Nun nationale Polit-Bühne, gefragte Obfrau der Opposition und sicherheitspolitische Fraktions-Sprecherin der Grünen: Für Irene Mihalic, 38, hat sich der Politik-Alltag massiv geändert seit der letzten Bundestagswahl. Damals zog die Gelsenkirchenerin für die Bündnis-Grünen in den Bundestag ein – und macht seither Karriere.

Innenpolitik, Recht und Innere Sicherheit sind ihre Themen. Die sind gefragt, seit SPD-Mann Edathy und seine Verstrickungen in Kinderpornografie den Aufklärungs-Stoff für einen Untersuchungsausschuss liefern, seit Richter versuchen, die Terror-Tätigkeit des NSU, des Nationalsozialistischen Untergrund aufzuklären, natürlich auch, seit die Bedrohung durch Islamisten dramatisch spürbar wurde. „Das sind die Themen, die im Feuer stehen. Da bin ich Ansprechpartnerin für meine Fraktion, da kommen die Anfragen entsprechend an“, sagt Mihalic und stellt fest: „Das Interesse an der Oppositionsarbeit ist bei den Medien groß. Das hat natürlich auch mit dem Wegfall der FDP zu tun.“

Der Polizei-Hinweis fehlt in keinem Artikel, in keinem Portrait

Doch es ist wohl auch das Interesse an Mihalic, das kontinuierlich gewachsen ist. Auch weil sie was zu sagen hat, weil sie aufklärte und hartnäckig fragte, weil sie unaufgeregt und dennoch engagiert überkam, weil sie stets gut im Bilde wirkt. Und weil sie die etwas andere Grünen-Politikerin verkörpert.

Polizistin vom Grundberuf, Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, diplomierte Verwaltungswirtin, dann Einsatz bei der Autobahnpolizei, zuletzt ab 2007 für das Präsidium Köln. „Ich war bis zur Bundestagswahl im Dienst, hatte mir nur für die heiße Wahlkampfphase eine kurze Auszeit genommen“, sagt Mihalic. Solch eine Vita fällt auf im Berliner Politbetrieb. Unter gut 600 Abgeordneten sind nur eine Hand voll Polizisten, bei ihrer Partei ist Mihalic die einzige. Entsprechend liegt der Fokus der Medien auf ihr. Der Polizei-Hinweis fehlt in keinem Artikel, in keinem Portrait. Mihalic kann bislang mit dem Image gut leben. Anders, sagt sie, wäre es, „wenn ich in ein paar Jahren auch nur so gesehen würde. Aber bislang empfinde ich das positiv. Es liegt ja auch viel an meinen Themen. Und es scheint ja zu interessieren, was ich zu sagen habe.“ Im ARD-Morgenmagazin und bei Anne Will bekam Mihalic Gehör, in der Tagesschau stand sie Rede und Antwort, im letzten Stern füllte ein Mihalic-Interview vier Illustrierten-Seiten. Die Gelsenkirchenerin analysierte dort den Fall Edathy.

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Kommentare
22.01.2015
13:00
Realsatire...
von informiert | #2

U.a. haben die Grünen ein Fahrradamt für Gelsenkirchen gefordert... (kein Scherz!)
Da können sie dann ihre nicht sehr zahlreichen Parteigänger...
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Gefragte Gelsenkirchenerin im Berliner Politik-Betrieb
Gefragte Gelsenkirchenerin im Berliner Politik-Betrieb
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2015-01-22 07:05
Gelsenkirchen, Irene Mihalic, Politik, Abgeordnete, Berlin,
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