Erinnerung an NS-Terror gegen Juden
24.10.2011 | 15:43 Uhr 2011-10-24T15:43:00+0200
Gelsenkirchen.Mit der Stolperstein-Putzaktion, die am Freitag, 28. Oktober, um 18 Uhr an der Kolpingstraße an den dort verlegten Stolpersteinen mit einer kleinen Gedenkveranstaltung ihren Abschluss findet, soll an die Opfer der so genannten „Polen-Aktion“ erinnert werden.
Bei der von den Nationalsozialisten als „Polen-Aktion“ bezeichneten Abschiebung wurden am 28. Oktober 1938 deutschlandweit mehr als 17.000 Juden in das deutsch-polnische Grenzgebiet verschleppt. In Gelsenkirchen waren 80 Juden von der Austreibungsaktion betroffen. Diese Diskriminierungsmaßnahme des NS-Regimes war der Auftakt zur Vernichtung der europäischen Juden.
Größte Ausweisungsaktion
Etwa eine Woche nach der Ausweisung seiner Eltern erschoss der 17jährige Herschel Feibel Grynszpan aus Verzweiflung darüber und um die Welt aufzurütteln einen Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Paris. Diese Tat nahmen die Nationalsozialisten bekanntermaßen zum Anlass, um die Pogrome in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 gegen die jüdische Bevölkerung in Deutschland zu initiieren. Vor dem Hintergrund der Novemberpogrome 1938 sind die Vorgänge um diese bis dato größte Ausweisungsaktion in der deutschen Geschichte fast völlig vergessen.
12:53
So ist es. Sonnenuntergang um 18:13 - der schabbat beginnt also um 17:55. 18 minuten vor sonnenuntergang!
10:46
Sonnenuntergang am 28. Oktober 2011: 18:12 Uhr.
10:28
Da sollen wohl keine Juden am Gedenken teilnehmen? Freitag 18 Uhr. Mit anderen worten Da ist schabbat.