Streit um Gutachten zur Flughafenschließung Essen/Mülheim
11.06.2012 | 19:03 Uhr 2012-06-11T19:03:00+0200
Essen/Mülheim. Was steht im Gutachten zur Machbarkeit einer Schließung des Flughafens Essen/Mülheim? Diese Frage sorgt nun für Streit. Mülheims Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld mauert. Denn sie will das Gutachten weder dem Flughafen-Aufsichtsrat noch den Ratsgremien vorlegen.
Was steht im Gutachten der Kölner Rechtsanwaltskanzlei Lenz & Johlen zur Machbarkeit einer Schließung des Flughafens Essen/Mülheim? Diese Frage sorgt nun für einen ersten Streit, Mitglieder des Flughafen-Aufsichtsrates kritisieren dabei vor allem das Verhalten der Vorsitzenden, der Mülheimer Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld (SPD).
Am 6. Juni wurde das bereits für Anfang 2012 angekündigte Gutachten in einer nichtöffentlichen Gesellschafterversammlung den drei Gesellschaftern des Flughafens (Essen, Mülheim und Land) vorgestellt. Den Mitgliedern des Flughafen-Aufsichtsrates, der sich einen Tag zuvor getroffen hatte, wollte Dagmar Mühlenfeld dagegen keinen Blick in die Papiere zugestehen, was prompt für Ärger sorgt: „Es ist ungeheuerlich, dass Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld offensichtlich beabsichtigt, das Ausstiegs-Gutachten in seiner Originalfassung weder dem Flughafen-Aufsichtsrat noch den Ratsgremien vorzulegen“, sagt beispielsweise Elisabeth van Heesch-Orgass, Vertreterin für die Grünen im Flughafen-Aufsichtsrat. „Es gibt keinerlei Gründe, dem Aufsichtsgremium, der Politik und der Öffentlichkeit dieses Gutachten selbstherrlich vorzuenthalten.“ Schließlich müssten Land, Essen und Mülheim jährlich über eine Million Euro an Betriebs- und Investitionskostenzuschüssen für den defizitären Flughafen leisten.
Komprimierte Version eine „Unverschämtheit“
„Die Ankündigung von Frau Mühlenfeld, das Gutachten erst im Herbst in einer komprimierten Version vorzustellen, ist eine Unverschämtheit“, so die Grünen-Ratsfrau weiter. „Aufsichtsräte, Ratsmitglieder und die Öffentlichkeit brauchen keine vorzensierte Version“.
Offensichtlich gehe es Frau Mühlenfeld darum, die Ausstiegsbeschlüsse der Räte aus Essen und Mülheim sowie des Haushaltskontrollausschusses des Landtages durch Hinhaltetaktik und Vernebelung auszuhebeln. „Wir werden das nicht hinnehmen“, sagt Elisabeth van Heesch-Orgass. „Wir fordern eine Herausgabe des Gutachtens und eine Befassung des Aufsichtsrates und des Unterausschusses für Finanzen der Stadt Essen mit dem Gutachten.“

13:07
Das sich die Kosten für den Airport Essen / Mülheim seit Jahren, da kaum Ertrag vorliegt, aufsummieren, liegt schlicht und ergreifend daran, daß die Airport-Gesellschafter durch ihre Unfähigkeit selbst dafür sorgen, indem sie ansiedlungswilligen Firmen kaum oder gar keine Rechtsgrundlage bieten. So wurde erst vor ca. 2 Jahren der von WDL gemachte Vorschlag, in den Flughafen Essen / Mülheim mit einer A320-Werft zu investieren und somit dringend benötigte Gewerbesteuereinnahmen und gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen, von allen Gesellschaftern vom Tisch gewischt.
Auch Anfragen von Airlines in den letzten Jahren, mit kleinem Fluggerät Essen / Mülheim an wichtige Geschäftszentren Europas anzubinden (z. B. London), wurden erst garnicht ernsthaft geprüft!
Also, liebe Gesellschafter vom Airport Essen / Mülheim: Die Nachfrage für die gewinnbringende Airport-Nutzung seitens der Wirtschaft und der Bürger ist da, also dann handelt auch endlich betriebswirtschaftlich und nutzt den Airport!!!
10:00
Die Mitglieder des Flughafens stehen sich doch selbst im Weg!
Fakt ist, der Flughafen hat KEINE Auslastung! Wenn die Werften dort nicht wären, würde der Flugbetrieb um weiter 30% abnehmen.Es ist ein offenes Geheimnis das die Mitglieder des ansässigen Vereins und Voprstand sich permanent gegen eine Öffnung des Flugplatzes für Ultraleichtflugzeuge wehren.Die Gründe dafür sind komplett nicht nachvollziehbar. Das die klassische GA der "E" registrierten eine aussterbende Kategorie ist (Ansteigende Spritkosten, Überalterung der Flugzeuge, Überalterung der Piloten, Lärm) ignoriert man geflissentlich. Im Einzugsbereich von Düsseldof gibt es für die UL Fliegerei so gut wie keine Alternativen. Man muß minimum 40 km fahren um den nächsten geeigneten Flugplatz zu finden der genügend bezahlbare Stellfläche bietet. Die Kapazitäten in Grefrath, Egelsberg, Kamp-Lintfort, Leverkusen sind vollkommen erschöpft. Der einzige UL Flugplatz der derzeit noch Hangarflächen anbieten kann ist Erkelenz-Kückhoven
09:18
Hallo co037 und michelino,
nur für den Fall, dass der Flugplatz Essen/Mülheim für die Region wichtig gewesen wäre, dann hätte er sich auch entwickelt. Jeder andere Flughafen hat das getan: Mönchengladbach, Bottrop, Weeze, Dortmund und das Businessterminal in Düsseldorf. Außer Düsseldorf sind alle defizitär. Und da kommen die Kenner der Szene wie Sie und behaupten, dass den "vielen Mitbürgen" nicht bewusst wäre, wie wichtig Essen/Mülheim ist?
Schon der Blick auf die vielen unausgelasteten und defizitären anderen Flughäfen zeigt, dass wirtschaftlicheKompetenz bei einer solch platten Behauptung offensichtlich nicht vorhanden ist!
Der Flugplatz Essen/Mülheim ist so wichtig wie ein Kropf! Die Hobbyflieger und die Selbstbediener des Aeroclubs blockieren eine sinnvolle Nutzung dieses riesigen Geländes im Sinne der "vielen Mitbürger". Das Anspruchsverhalten der Flughafennutzer ist egoistisch und rücksichtslos und hat mit Allgemeinwohl nicht das Geringste zu tun.
08:52
Bin da Ihrer Meinung. Vielen Mitbürgern scheint nicht bewußt, wie übrigens auch im Falle der Durchstreckung der A52/ Ausbau der Messe etc., wie wichtig diese Einrichtungen/Vorhaben für die Essener Wirtschaft und Bürger sind. Nur wenn die Infrastruktur stimmt, siedeln sich auch Firmen an, die Arbeitsplätze, Einwohner und Wohlstand in die Stadt bringen.
20:50
Wie schon an anderer Stelle bemerkt: Es fehlt der Sparwille bei der Stadt. Anstatt der Allgemeinheit mal die nackten Zahlen, die lügen nämlich nicht, auf den Tisch zu legen, wird gemauert. Wenn Flughafen, dann: Warum 1. Mio Defizit pro Jahr? Was beispielsweise verdienen denn Geschaftsführer etc. , wo entstehen die Kosten, wie werden Einnahmen generiert?
Aber offensichtlich wird der Bürger für zu blöde gehalten. Ein paar ulkige Sparvorschläge und eine Kreativwerkstatt für gelangweilte Künstlerinnen, das wird uns zugestanden. Mehr aber auch nicht; na ja, bis auf die Rechnung.
18:41
Der Flughafen Essen / Mülheim ist für die Metropolregion Ruhrgebiet / mittleres Ruhrgebiet wirtschaftlich dringend notwendig, vor allem was den gewerblichen Prop- und Düsenflugverkehr von öffentlichen Einrichtungen, wie z. B. dem Essener Uni-Klinikum, aber auch von Unternehmen, wie z. B. ThyssenKrupp, RWE anbetrifft. Von daher sehe ich keinerlei rechtliche und sachliche Gründen, den Flughafen zu schließen!
Die Gesellschafter (Städte Essen und Mülheim / Ruhr sowie das Land NRW) sind eindringlich dazu aufgefordert, den Flughafen nun endlich auf wirtschaftlich gesunde Beine zu stellen, d. h. Düsenflugerlaubnis, ILS und neues Terminal (etc.). Eben eine für das Jahr 2012 angemessene moderne Infrastruktur vorzuhalten und eine nachhaltige Rechtslage "PRO Airport" zu garantieren, damit der Airport dementsprechend attraktiv für Kunden (Airlines, Handling Agents, Caterer, Aviation-Technikfirmen etc.) sowie für Passagiere ist.
An die "Grünen" & and. Querulanten: Hört auf, dreist zu blockieren!
18:35
Der Flughafen kann gerne bleiben, die Ansiedlung von Firmen hat die letzten Jahre auch so schon nicht geklappt, MH ist auf dem Weg zur reinen Trabantenstadt. Die kleine Düse kommt nicht, die Landungen dieser Maschinen hat extrem abgenommen über das letzte Jahr. Ich bin froh, stört doch arg der Lärm, auch wenn der Blick aus dem Bürofenster ganz nett ist, aber lieber sehe eine Tante Ju starten oder ähnliches. Ärgerlich für die Immobilien-Clique in MH, wäre der Flughafen doch super eigegnet für ein "gehobenes Wohnquartiert", am besten mit Zaun, Kameraüberwachung und Zugangskontrolle, "gated communities" liegen ja im Trend.
on topic: Aus Stuttgart 21 nichts gelernt, Patrizipation tut not, wenn man nicht mal wichtige politische Germien einbezieht wirkt das Ganze arg auokratisch. Eine zusätzliche kommentierte Kurzversion wäre doch ok, aber das Original sollte man doch schon offen legen.
18:07
Auch wenn Forentrolle und Schießbudenfiguren vom Kirmes-platz das anders sehen: Der Airport bleibt, und die kleine Düse kommt. Denn wer zuletzt lacht...
16:37
Vielleicht sollte man den Prozentsatz der Gesamtsumme ausrechnen, den Mülheim bei einem Erhalt des Flugplatzes zu tragen hat und diesen dann bei der politisch verantwortlichen OB in Abzug von ihren Gesamteinnahmen bringen.
Es sollte an der Zeit sein, dass die politisch verantwortlichen für ihre Fehlentscheidungen einzustehen haben, besonders dann, wenn sie den Meinungsbildungsprozeß derart torpedieren, wie es Frau OB tut.
14:19
Der Landeplatz ist ein Landeplatz und kein Airport, auch wenn Forentrolle dies anders sehen. Pro Jahr werden 1 Mio. für den Kirmesplatz verschenkt, von den anderen Subventionen nicht gsprochen. Und zu Frau Mühlenfeld und ihrer Sippe ist genügend bekannt.
FLUGHAFEN, FLUGHAFEN, FLUGHAFEN,...,
ich bin ein kleiner Troll - toll
Dieser Flughafen war bis 1950 ein wichtigerer Luftdrehpunkt als Düsseldorf, und nachner im britischen und NATO-Konzept immer noch ein wichtiges Rad. Das war nicht unbedingt positiv, zeigte aber die Bedeutung,
Das Wort soll rein technisch nur Funktionnalität und Bedeutung darstellen und er ist rechtlich nun mal so eingestuft.