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Justiz

Staatsanwalt ermittelt nun offiziell im PCB-Fall

27.06.2012 | 19:50 Uhr
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Foto: Sebastian Konopka

Essen.   Die Staatsanwaltschaft Essen hat nun auch offiziell ein Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen des Entsorgungsunternehmens Harmuth eingeleitet.

Die Staatsanwaltschaft Essen hat nun auch offiziell ein Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen des Entsorgungsunternehmens Harmuth eingeleitet. Nachdem vergangene Woche bei einer Kontrolle auf dem Firmengelände in Bergeborbeck drei Container mit PCB-haltigem Bauschutt entdeckt worden waren, hat die Staatsanwaltschaft Essen hat nun auch offiziell ein Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen des Entsorgungsunternehmens Harmuth eingeleitet.

Laut Behördensprecherin Anette Milk besteht der Anfangsverdacht des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen. Dies sei nicht das erste Ermittlungsverfahren gegen Harmuth, erklärte Anette Milk, dabei sei es bisher nicht um gravierende Fälle gegangen.

"Wir wollen die Vorgänge aufgeklärt sehen"

Die SPD im Essener Norden sieht sich angesichts der jüngsten PCB-Funde in ihrem Misstrauen gegenüber Harmuth bestätigt: „Genau davor haben wir immer gewarnt“, sagte Friedhelm Klix, SPD -Vorsitzender in Bergeborbeck/Bochold.

„Wir wollen die Vorgänge aufgeklärt sehen, und wir wollen wissen, was alles in der Vergangenheit vorgefallen ist.“ Laut Klix müssten die Rückstände aus dem Verbrennungsofen bei Harmuth auf PCB untersucht werden: „Wenn da etwas gefunden wird, muss die Anlage sofort stillgelegt werden.“

Ungereimtheiten im Betriebstagebuch

PCB-Fund bei Harmuth

Darauf wies für die CDU auch Ratsfrau Jutta Eckenbach hin: „Hier muss Transparenz geschaffen werden.“ Dies scheint dringend geboten: Laut Umweltdezernentin Simone Raskob seien bei der Überprüfung Ungereimtheiten im Betriebstagebuch aufgefallen. Die Bezirksregierung nahm gestern noch einmal Proben am PCB-Bauschutt, ebenso wurden die Mitarbeiter medizinisch untersucht.

Hans-Karl Reintjens

Kommentare
28.06.2012
11:42
Pillepalle
von Kompaktor | #3

Asbest ist genauso gefährlich wie nen Küchenmesser -
Asbeststaub ist Krebserregend wenn man Ihn über längere Zeit ausgesetzt ist -
genaus wie Autoabgase oder Sonnenlicht -
Asbestsanierung/Ensorgung ist nen Riesengeschäft -
Fachgerecht entsorgt heisst - verpakt auf ne Deponie und mit Boden abgedeckt...

28.06.2012
10:25
zu 1#1 Bigkahuna
von BorbeckerBefreiungsFront | #2

Wenn ich richtig informiert bin, liegt Harmuth direkt am Stadthafen.
Somit mitten zwischen Essen, Bottrop, Oberhausen und Gelsenkirchen.
Ein dichter bevölkerte Gegend ist nur schwer vorstellbar.

Und wenn schon mehrere Vorfälle passiert sind, wie berichtet, ist die Zuverlässigkeit der Firma sehr zweifelhaft.


1 Antwort
"Dicht besiedelt"
von bigkahuna | #2-1

ist relativ und hängt nicht von der geografischen Lage ab.
Der Nordpol liegt mitten zwischen Kanada ,Rußland, USA und Norwegen - aber niemand würde ihn als dicht besiedelt bezeichnen.
Wenn man nicht weiß, um welche Vorfälle es sich handelt, sollte man vorschnelle Zweifel an der Zuverlässigkeit vermeiden.
Mir liegt es völlig fern, Verstöße gegen Umwelt- und Abfallrecht kleinzureden. Aber die an den Tag gelegt Hysterie ärgert mich extrem!

28.06.2012
08:44
Die Fehler der Vergangenheit rächen sich
von BorbeckerBefreiungsFront | #1

Hier wird deutlich, dass alle Fehler begangen wurden, die möglich sind.
- Ansiedelung eines solchen Betriebes in eine dicht besiedelten Gegend
- Privatisierung der Abfallentsorgung, damit steht Gewinnstreben immer über der Sicherheit
- keine rigorose Überprüfung des laufenden Betriebs

Die Stilllegung ist die einzige sinnvolle Lösung.

1 Antwort
Staatsanwalt ermittelt im PCB-Fall
von bigkahuna | #1-1

Die Fa. Harmuth befindet sich keinesfalls in dichtbesiedeltem Gebiet , sondern in einem Gewerbegebiet. Das Einzige, was sich hier extrem dicht angesiedelt hat, sind Brennesseln ! Wenn Sie sich in Borbeck auskennen ( vowon ich ausgehe ), verstehe ich nicht, wie man so einen Blödsinn erzählen kann!
Über die Privatisierung der kommunalen Abfallwirtschaft kann man sicherlich streiten, im aktuellen Fall handelt es sich aber um die Entsorgung privater, bzw. industrieller Abfälle.
Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen !

"Die Stilllegung ist die einzige sinnvolle Lösung" - Die einzig sinnvolle Lösung ist eine Untersuchung des Vorfalls und sachlicher Umgang mit dem Thema. Stilllegung ist ein voreiliger Vorschlag von Leuten, die zu Beidem nicht in der Lage sind.

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