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Zollverein

Schall und Rauch auf Zollverein

21.09.2012 | 18:47 Uhr
Hier sollten drei Neubauten entstehen: Auf dem Holzlagerplatz auf Zollverein lädt bislang noch die örtliche SPD jährlich zum Osterfeuer.Foto: von Born

Essen.   Zweifler hat es schon immer gegeben, nun ist der Traum geplatzt. Nach dem endgültigen Scheitern der millionenschweren Investitionspläne des saudischen Öl-Scheichs Hani Yamani auf Zollverein macht sich Hilflosigkeit breit. Auch die Seriösität des Scheiches wird zunehmend in Frage gestellt. Dabei wäre ein neuer Bauherr so wichtig.

Nach dem endgültigen Scheitern der millionenschweren Investitionspläne des saudischen Öl-Scheichs Hani Yamani auf Zollverein (WAZ vom Freitag) herrscht am Freitag ein seltsames Schweigen bei den meisten Beteiligten in der Stadt – man könnte das als Ausdruck peinlicher Berührung werten. Lediglich die CDU-Ratsfraktion teilt mit, Zollverein bleibe „eine städtebauliche Perle im Revier“, so Uwe Kutzner, der planungspolitische Sprecher. Entsprechend müsse „ein Bekenntnis“ her von „Stadt, Land, Bund und der Wirtschaft“.

Aber auch das ist mehr oder weniger ein Ausdruck von Hilflosigkeit – was will man mit „Bekenntnissen“, ein neuer Bauherr wäre viel wichtiger, damit wenigstens der Neubau für den Fachbereich Gestaltung der Folkwang Uni wie geplant realisiert werden kann.

Mit mahnendem Unterton

Auch den wollte Yamani errichten, bis spätestens Ende 2014, und weil das Land am Donnerstag mitteilte, es bleibe „Ziel, die Entwicklung Zollvereins und der Folkwang Uni voranzutreiben“, geht man an der Folkwang Uni weiter davon aus, dass der Neubau kommt. „Wir freuen uns darauf, 2014 umzuziehen. Für den Fachbereich ist dies von existenzieller Bedeutung“, ließ Rektor Mehnert mitteilen, und der mahnende Unterton war da nun wirklich nicht zu überhören.

Bei „NRW Urban“ hingegen, dem Betrieb, der treuhänderisch industrielle Erben wie Zollverein für das Land NRW verwaltet, gibt man offen zu, „erschüttert“ zu sein von dem Platzen des Großdeals. Bis zuletzt habe es „keinerlei Anzeichen“ dafür gegeben, dass es der Scheich nicht ernst gemeint habe mit seinem Engagement, „da kenne ich ganz andere Bauherren“, sagt „NRW Urban“-Sprecher Meinolf Bertelt-Glöß.

Im Gegenteil, das persönliche Engagement Yamanis , seine Besuche, seine bewusste Kontaktaufnahme mit künftigen Mietern und Untermietern, also Folkwang-Vertretern, hätten stets den Eindruck gefestigt: Hier will jemand wirklich. Den Plan, jetzt trotzdem bis Ende 2014 einen Folkwang-Neubau auf dem Zollverein-Gelände errichten zu lassen, von wem auch immer, bezeichnete Bertelt-Glöß als „kühn“. 600 Studenten sollen dort langfristig angesiedelt werden und nicht nur Zollverein, sondern vor allem auch das Umfeld beleben.

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Kommentare
22.09.2012
13:39
Projektentwicklerszene...
von Erbeck1 | #7

... also ein weiterer "Fall" für den agilen Mann aus der Eishockeyszene und der Oberhausener - Skihalle ? Man hört gar nichts mehr - was ist los ?...
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Schall und Rauch auf Zollverein
Schall und Rauch auf Zollverein
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2012-09-21 18:47
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